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Ehemaliger IWF-Chefökonom verlangt Negativ-Zinsen

Harvard Professor und Schach-Großmeister Kenneth Rogoff ist bekannt für seinen Kreuzzug gegen das Bargeld.

Doch sein bargeldloses Utopia ist nur der Anfang. In einer neu veröffentlichten Studie im Journal of Economic Perspectives verlangt Rogoff danach, den Zentralbanken noch mehr Kontrolle über Ihr Vermögen zu geben.

Laut Rogoff werden negative Zinsen in der nächsten Rezession oder Finanzkrise benötigt werden. Die Zentralbanken sollten mehr dafür tun, bereits jetzt das Fundament für entsprechende Maßnahmen zu legen.

Die Kaufprogramme der Zentralbanken seien weniger effektiv, als die Zinsen gleich in den negativen Bereich zu senken.

Bargeld-Einschränkungen sollen Bank-Runs verhindern

Ökonomen gehen davon aus, dass Negativzinsen grundsätzlich das Risiko eines Bank-Runs mit sich bringen. Denn wenn das Geld auf der Bank entwertet wird, heben die Sparer ihr Geld ab und horten es lieber unter der Matratze. Kein Problem jedoch für Rogoff.

Sobald Bargeld erst einmal abgeschafft ist und nur noch elektronische Zahlungsarten existieren, wird damit auch das Risiko eines Bank-Runs ausgehebelt.

„Es macht Sinn, nicht erst bis zur nächsten Finanzkrise zu warten, um entsprechende Pläne zu entwickeln. Außerdem sollten die Ökonomen aufhören so zu tun, als wäre es heute noch genauso schwer Negativzinsen einzuführen, wie noch zu Zeiten von Keynes“, so Rogoff.

Geldpolitik der Zentralbanken hat versagt

Im gleichen Dokument gibt der Top-Ökonom auch ungeniert zu, dass die Geldpolitik der Zentralbanken versagt hat.

„Alternative geldpolitische Instrumente, wie etwa Quantitative Easing sind theoretisch sehr vielversprechend. Aber diese Methoden werden jetzt bereits seit Jahren eingesetzt – im Fall von Japan  bereits seit über zwei Dekaden – und bis jetzt haben wir damit noch nicht die grundlegenden Probleme beseitigen können.“

An dieser Stelle muss man Rogoff Recht geben, denn die Geldpolitik der Zentralbanken hat komplett versagt. Doch anstatt die Manipulation der Zentralbanken zu unterbinden, verlangt Rogoff, diesen Banken noch MEHR Macht und Kontrolle an die Hand zu geben.

Im „bargeldlosen Utopia“ dieser Finanz-Mafia sind Sie den Machenschaften der Banken schutzlos ausgeliefert. Dann wird Ihnen einfach jedes Jahr 5 % Ihres Wohlstands direkt vom Konto abgebucht, um damit weitere Blasen zu befeuern und marode Banken vor dem Kollaps zu bewahren.

Dies ist nichts anderes, als eine Umverteilung Ihres Wohlstandes an eine kleine Elite von Finanz-Insidern.

Und die Umsetzung dieses Plans hat längst begonnen. So wurde der 500 Euro Schein bereits abgeschafft und die EU arbeitet unter Hochdruck daran, in jedem europäischen Land Bargeld-Beschränkungen einzuführen.

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