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China’s Schattenbanken erzeugen ein Wirtschafts-Desaster

Anfang Februar 2017 verkündeten Analysten der Deutsche Bank, dass der globale Konjunktur-Boom schon bald ein Ende haben wird. Das hat NICHTS mit US-Präsident Trump zu tun… sondern mit der massiven Schuldenblase in China.

Oliver Harvey von der DB sagte dazu:

„Alle Aufmerksamkeit ist auf Präsident Trump gerichtet, aber Entwicklungen auf der anderen Seite der Welt sind wichtiger.“

Und weiter:

„Wenn [das Wachstum] in China wieder verlangsamt, wird das jetzige, risikofreundliche Klima ein kurzes Verfallsdatum haben, besonders da die Ölpreise steigen und die Anreize durch Trump mindestens einige Quartale brauchen werden, bevor sie Auswirkungen auf das Wachstum der US-Wirtschaft haben.“

Der einzige Grund, warum das Wachstum in China noch NICHT vollends in die Knie gegangen ist, ist die massive Neuverschuldung des Landes.

Allein im Januar nahm Beijing eine Rekordsumme von 540 MILLIARDEN US-Dollar an Neuschulden auf.

Chinas Schuldenlast in Prozent des BIP

China_Schuldenlast

Das McKinsey Global Institut schätzt, dass das Schulden-zu-BIP Verhältnis in China zwischen 2007 und 2014 von 150 % auf 282 % geschossen ist. Der Schuldenberg schoss in dieser Zeit mehr als 20 BILLIONEN US-Dollar in die Höhe – von 7 Billionen auf 28 Billionen.

Die Chinesen haben ihre Schulden damit in sieben Jahren VERVIERFACHT.

Massive Immobilienblase

Ein Großteil dieser Geldschwemme floss in den Immobilienmarkt. Lokale Politiker sahen sich unter Druck, die Wachstumsvorgaben der Zentralregierung zu erfüllen… und auch chinesische Privatanleger pumpten Unsummen in Immobilien.

Analysten der französischen Credit Agricole sagen dazu:

„[Nach dem Stimulus] begann die Privatverschuldung zu steigen… um damit Großprojekte im Immobiliensektor und neue Kapazitäten in Industrien wie Stahl, Zement und Bergbau zu finanzieren, oft mit direkten Verbindungen zur Baubranche.“

Durch die Geldschwemme explodierte die Nachfrage nach Immobilien. Wohlhabende chinesische Familien haben inzwischen oft mehrere Apartments, die allesamt leer stehen. So entstand eine riesige Immobilienblase.

Peking versuchte bereits vor Jahren, diese Blase einzudämmen und verpasste den staatlichen Banken strenge Vorschriften.

Doch dann übernahmen einfach „Schattenbanken“ das Ruder – dies sind Kreditgeber, die nicht an die strengen Vorschriften im Bankensektor gebunden sind.

Das Ergebnis: in China stehen inzwischen Millionen an Apartments leer

China_leerstehende_Immobilien

Leerstehende Immobilien in China, in Tausend Quadratmetern

Viele dieser Immobilien wurden in Windeseile, mit billigstem Baumaterial zusammen gezimmert. Bereits jetzt befinden sich die Preise außerhalb der Großstädte im freien Fall. Die Preisfrage ist: wer soll diese Apartments kaufen?

Die Regierung in Peking arbeitet unter Hochdruck daran, diese Blase vor dem Platzen zu bewahren. Doch ein Kollaps ist unvermeidlich. Credit Agricole sagt dazu:

„[…] Es müssen mehr und mehr Kapital und Schulden angehäuft werden, um dieses Wachstumsniveau beizubehalten und den sozialen Frieden zu sichern. Diese verzweifelten Maßnahmen führen zum Exzess und zu Überkapazitäten und übersättigten Immobilienmärkten, besonders in kleinen und mittelgroßen Städten. Jetzt steht eine Korrektur an.“

In anderen Worten, die chinesische Schuldenlast ist untragbar geworden. Um den unmittelbaren Kollaps hinauszuzögern, nehmen die – jetzt schon hochverschuldeten – Unternehmen noch mehr Kredite auf.

Die Überkapazitäten steigen so weiter an und die Profitmargen fallen ins Bodenlose.

Am Horizont zeichnet sich ein Desaster ab

Die Situation in China ist ein Rezept für ein globales Wirtschafts-Desaster. Denken Sie daran: China ist immer noch ein kommunistisches Land.

Die Regierung wird die massiven Wirtschaftsprobleme mit traditionellen Methoden des Kommunismus angehen.

Peking wird die staatliche Kontrolle über den Industriesektor verstärken. Mehr und mehr Unternehmen werden verstaatlicht werden.

Ausländische Unternehmen werden immer mehr als ungeliebte Konkurrenz wahrgenommen werden und es – noch – schwerer haben, im chinesischen Markt zu operieren.

Am meisten leiden wird darunter das chinesische Volk. Aber auch für Sie als deutschem Anleger sollten die Alarmglocken schrillen. Sämtliche Ökonomien der Welt sind heute eng miteinander verzahnt.

China ist mit einem Handelsvolumen von 170 Milliarden Euro der wichtigste Handelspartner in Deutschland. Darüber hinaus ist China der zweitgrößte Handelspartner der EU, mit einem Volumen von 302,5 Milliarden Euro.

Der Kollaps dieses Wirtschafts-Giganten wird Schockwellen durch die gesamte Weltwirtschaft jagen.

Sie erinnern sich: das Platzen der Immobilienblase in den USA hat 2008 zur schlimmsten Finanzkrise seit Bestehen der Märkte geführt — und allein in Deutschland einen wirtschaftlichen Schaden von 3,8 BILLIONEN Euro angerichtet.

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