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Bewahren Sie Ihr Geld lieber zu Hause auf!

Griechenland: Aus den Bankautomaten kommt kein Geld mehr. Die Banken sind voraussichtlich sechs Tage geschlossen. Keine Überweisungen funktionieren mehr. In vielen Geschäften kann man nur noch mit Bargeld bezahlen. Das ist eine Katastrophe für jeden, der sein Geld den Banken anvertraut hat und nun überleben muss.

Seit Jahren warne ich davor!!! Denn die seit 2008 anhaltenden Immobilien-, Wirtschafts-, Finanz-, Schulden- und Eurokrisen verunsichern Millionen von Menschen. Immer mehr Banken geraten in Schieflagen.

Öfters werde ich deshalb gefragt: »Ist es besser, wenn ich mein Geld zu Hause aufbewahre? « Meine Meinung dazu lautet: JA!

Doch meine Leser reden mit ihren Bankern und diese bringen immer wieder zwei Argumente, die ich widerlegen möchte:

1.    Die Aufbewahrung zu Hause ist risikoreich

Das sehe ich anders: Ich habe einen mobilen Tresor, der Feuerfest ist. Aber beachten Sie dabei folgendes:

Die Sicherheitsstufe Ihres eigenen Tresors ist maßgeblich für die Versicherungssumme.

Beispiele: Bei privatem Gebrauch eines Geldschranks der VdS-Klasse N (0) ist der Inhalt bis zu einer Summe von 40.000 € (bei gewerblicher Nutzung bis 10.000 €) versichert. Bei einem Safe der VdS-Klasse 4 beträgt die Versicherungssumme in der Regel 400.000 € (privat) bzw. 150.000 € (gewerblich). Bei den Stufen 5 und 6 wird die Summe mit der Versicherung ausgehandelt.

Vorsicht: Es kann sein, dass bei Ihrer Hausratversicherung andere Regelungen gelten. Meine Versicherung versichert Edelmetalle zum Beispiel höher als Bargeld.

Mein Rat: Stellen Sie zusammen, welche Werte Sie im Tresor lagern wollen. Rechnen Sie den Gesamtwert der Anlagen aus. Informieren Sie dann Ihre Hausratversicherung darüber. Ihr Berater kann Ihnen dann sagen, welche Sicherheitsstufe für Sie am besten ist und welcher Tresor für Sie in Frage kommt.

Praxis: Mein Versicherungsvertreter kam bei mir vorbei, nachdem er vorher schon den Tresor-Typ von seiner Versicherung bestätigen ließ. Dann fotografierte er den gesamten Tresorinhalt, den ich auf den Tisch ausbreiten musste und erstellte ein Protokoll, das wir beide gegenzeichneten. Wenig später erhielt ich eine Bestätigung, dass der Tresorinhalt versichert ist.

Das bedeutet für Sie: Im Falle eines Brandes oder Diebstahl sind Ihre Edelmetalle, Fremdwährungen und auch Ihr Bargeld abgesichert. Gleichzeitig haben Sie immer Zugriff auf diese Vermögensbestände. Auf einer Bank ist weder die Einlagensicherung, noch der jederzeitige Zugriff im Krisenfall gewährleistet.

2.    Geld unter dem Kopfkissen wirft keine Zinsen ab

Dieses Argument ist hinsichtlich der Niedrigverzinsung ein Witz! Heute verliert das Geld auf der Bank genauso wie unter dem Kopfkissen. Sie bekommen doch (fast) keine Zinsen mehr. Zudem haben Sie – wenn Sie Ihr Geld zu Hause aufbewahren – jederzeit Zugriff. Das ist es mir Wert, auch wenn mir dabei ein paar lächerliche Zinsen pro Jahr entgehen.

Sie sehen das in Griechenland. Was nützen Ihnen jetzt ein paar Zinsen, wenn Sie gar nicht mehr an Ihr Geld kommen und es vollkommen ungewiss ist, ob alle Banken jemals wieder öffnen? – Nichts!

Wie Sie sich entscheiden ist natürlich Ihre Sache, denn es ist ja auch Ihr Geld.

Herzlichst,

Ihr

Dr. Michael Grandt

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Über den Autor Investor Verlag

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