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Achtung! Prüfen Sie jetzt, ob Sie Ihre Lebensversicherung widerrufen können!

Neben der Niedrigzinsphase ist derzeit das größte Risiko für die Versicherungsbranche die verbraucherfreundliche Rechtsprechung der Gerichte. Das ist gleichzeitig Ihre große Chance als Anleger.

Bereits am 07.05.2014 – vor 3 Jahren – hat der Bundesgerichtshof (BGH) ein Urteil mit dem Aktenzeichen IV ZR 76/11 zur möglichen Widerrufbarkeit von bestimmten Versicherungsverträgen gefällt.

Nach wie vor ist dieses Urteil zahlreichen Bürgern die in Lebensversicherungen einbezahlt haben, oder weiterhin einzahlen nicht bekannt. Für die Lebensversicherungsbranche ist dieses Urteil eine Art Supergau.

Vor allem dann, wenn aufgeklärte Kunden –wie Sie es als meine Leser sind – von den vorteilhaften Möglichkeiten zahlreich Gebrauch machen.

Haben Sie in den Jahren von 1994 bis 2007 einen Lebensversicherungsvertrag abgeschlossen?

Der BGH hat in seinem Urteil im Detail entschieden, dass Versicherungskunden ihre in den Jahren 1994 bis 2007 abgeschlossenen Versicherungsverträge widerrufen und rückabwickeln können.

Das von 1994 bis 2008 gültige sogenannte Policen-Modell würde das ansonsten gesetzlich verankerte Widerrufsrecht quasi aushebeln.

Damals sollten die Verträge nur wenige Tage, nachdem dem Versicherungskunden alle Vertragsunterlagen vorlagen, in Kraft treten, ohne dass der Kunde ausdrücklich über das Recht zum Widerspruch belehrt wurde.

Ein Jahr nach der ersten Prämienzahlung erlosch dadurch bereits das Widerrufsrecht. Mit europäischem Verbraucherrecht war diese Regelung allerdings nicht konform, was der Europäische Gerichtshof (EuGH) bereits im Jahr 2013 feststellte. Der BGH folgte somit der Rechtsprechung des EuGH.

Was bedeutet der Widerruf eines Versicherungsvertrages juristisch?

Entspricht die Widerrufsbelehrung einer Lebensversicherung in Formulierung und optischer Gestaltung nicht den Anforderungen, den Verbraucher deutlich und klar über sein Widerrufsrecht zu informieren, dann beginnt die normale Widerrufsfrist nicht zu laufen.

Der Widerruf eines Versicherungsvertrages hat dann zur Folge, dass dieser rechtlich so behandelt werden muss, als wäre er nie zustande gekommen. Für die Versicherungsgesellschaften ergeben sich dadurch gravierende Auswirkungen zum Vorteil ihrer Versicherungskunden.

Was bedeuten diese Urteile für Sie in der Praxis?

Die für Sie als Verbraucher negativen Regelungen des deutschen Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) zum Widerrufsrecht von Renten- und Lebensversicherungen bei nicht ordnungsgemäßer Belehrung sind durch das BGH-Urteil ungültig.

Für Sie ergibt sich dadurch unter Umständen die geldwerte Möglichkeit, Ihren bereits gekündigten, stillgelegten oder noch laufende Versicherungsverträge, die wirtschaftlich nicht rentabel sind, auch heute noch zu widerrufen.

Eingezahlte Prämien müssen in Folge des BGH-Urteils mit Verzinsung zurückgezahlt werden.

Lassen Sie Ihren Lebensversicherungsvertrag überprüfen!

Ich habe einige Anleger gesehen, die nach dem BGH-Urteil in Eigenregie einen Brief an ihre Versicherungsgesellschaft geschrieben haben. Verbunden mit der Aufforderung zur Rückabwicklung. Ich kenne nur einen einzigen Fall, in dem diese Strategie erfolgreich war.

In allen übrigen Fällen haben sich die Rechtsabteilungen der Versicherungsgesellschaften mit den unterschiedlichsten Argumenten gewappnet und sich herausgeredet, warum eine Rückabwicklung angeblich nicht möglich ist.

Ihrem Recht will nachgeholfen sein!

Sobald jedoch ein anwaltliches Schreiben bei Ihrer Versicherung eingeht, garantiere ich Ihnen, dass Ihre Chancen auf Rückabwicklung signifikant ansteigen.

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Über den Autor
Markus Miller

Markus Miller (geb.: 1973) ist ein gefragter Experte, wenn es um das komplexe Thema internationale Vermögensstrukturierung und die globale Steuerung von Vermögenswerten geht.

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