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Geldwerte mit eingebauter Sachwert-Tauschoption!

Trotz ihrer Basierung auf Schulden haben auch Geldwerte Ihre Berechtigung. Rein in Sachwerte zu investieren bedeutet nämlich ebenfalls die Schaffung eines signifikanten Klumpenrisikos.

Es gibt allerdings auch Möglichkeiten das Eine zu tun, ohne das Andere zu lassen. Ich spreche von Wandelanleihen.

Wandelanleihen sind eine sehr attraktive Anlageklasse für Privatanleger

Empirische Studien belegen, dass Wandelanleihen Kursgewinne an den Aktienmärkten zu rund 70% nachvollziehen. Von Verlusten bei den zugrundeliegenden Aktien sind Wandelanleihen hingegen nur zu 50% betroffen.

Wandelanleihen sind grundsätzlich festverzinsliche Wertpapiere.

Der Unterschied zu den klassischen Anleihen besteht darin, dass Sie als Kapitalanleger während der sogenannten Wandlungsfrist zu einem vorher festgelegten Umtauschverhältnis Ihre Anleihe in Aktien desselben Unternehmens tauschen können.

Eine Wandelanleihe ist somit eine Mischung aus Unternehmensanleihe und Aktie, wobei das Tauschrecht im Gegensatz zu den Aktienanleihen, die mit Discountzertifikaten vergleichbar sind, bei Ihnen als Investor liegt.

Wandelanleihen geben Ihnen das Recht Geldwerte in Sachwerte zu tauschen

Sie haben dadurch die Möglichkeit, Geldwerte in Sachwerte zu tauschen, wenn die Aktienkurse wieder gestiegen sind. Bei schwachen Aktienkursen verzichten Sie hingegen auf Ihre Wandlungsoption.

Sie lassen sich dann wie bei einer normalen Anleihe auch den Nominalbetrag zurückzahlen.

Der Preis für diese Option liegt vor allem in der niedrigeren Verzinsung der Wandelanleihe in Relation zur klassischen Unternehmensanleihe, die Sie natürlich nicht in Aktien tauschen können.

Das Risiko ist jedoch allein auf die Bonität des Unternehmens als Herausgeber (Emittent) der Wandelanleihe beschränkt.

Vor allem die Transparenz und die Entscheidungshoheit für Sie als Anleger sind für mich zwei maßgebliche Vorteile. In den jeweiligen Emissionsbedingungen der Wandelanleihen ist klar festgelegt, wie viele Aktien Sie als Anleger bei Wandlung erhalten werden.

Dies ist der Grund, warum Wandelanleihen während der Laufzeit auch maßgeblich vom Kurs der zugrundeliegenden Aktien mitbestimmt werden.

Durch diese Funktionsweise entsteht der Effekt, dass das Kursrisiko bei Wandelanleihen höher ist als bei normalen Unternehmensanleihen, aber niedriger als bei einer entsprechenden Direktanlage in Aktien.

Durch die Verzinsung ist das Kursrisiko nach unten begrenzt. Der Kurs der Wandelanleihe fällt maximal bis zum Investmentwert.

Wandelanleihen haben eine Realwirtschaftliche Garantiekomponente

Das ist der Punkt, in dem die Rendite der Wandelanleihe dem Marktzinsniveau vergleichbarer Anleihen entspricht.

Je näher Wandelanleihen zum Investmentwert notieren, desto geringer wird ihr Preis vom Kursrückgang der zugrundeliegenden Aktie beeinflusst. Die feststehende Rückzahlung wirkt sich dadurch zusätzlich positiv auf den Kursverlauf der Anleihe aus.

Während Aktien marktbedingt unbegrenzt fallen können, steht bei Wandelanleihen als Garantie immer der Nominalwert im Hintergrund.

Den erhalten Sie als Anleger in jedem Fall ausgezahlt – allerdings nur bei Fälligkeit der Anleihe. Während der Laufzeit haben Sie Renditenachteile durch die – im Gegensatz zu normalen Anleihen – geringeren Zinserträge.

Hinzu kommen mögliche Kursrückgänge, sofern die Wandelanleihe zu Kursen über 100% gekauft wurde. Allerdings kommt auch hier der grundlegenden Stabilität bzw. Bonität des emittierenden Unternehmens eine große Bedeutung zu.

Eine Firma die Pleite ist, kann auch ihre Wandelanleihe nicht mehr bedienen.

Fazit: Wandelanleihen sind Geldwerte mit eingebauter Sachwert-Tauschoption

Grundsätzlich ist eine Anlage in Wandelanleihen für Investoren mit mittelfristigem Anlagehorizont bei überschaubarem Risiko zu empfehlen.

Der Bonität des Emittenten kommt hierbei wie auch bei den klassischen Unternehmensanleihen die höchste Bedeutung zu.

Ist diese gewährleistet, bieten Wandelanleihen in schwachen Marktphasen die Sicherheit von Anleihen und in starken Marktphasen die Chancen von Aktien.

Im Segment der Wandelanleihen rate ich Ihnen aufgrund der Komplexität dieser Anlageklasse grundsätzlich, Investmentfonds gegenüber Einzelanlagen zu bevorzugen.

Zahlreiche interessante Wandelanleihen sind nämlich leider erst ab Mindestnominalen von 50.000 Euro handelbar.

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Über den Autor
Markus Miller

Markus Miller (geb.: 1973) ist ein gefragter Experte, wenn es um das komplexe Thema internationale Vermögensstrukturierung und die globale Steuerung von Vermögenswerten geht.

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