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Ein effektives Hilfsmittel zur erfolgreichen Börsen-Analyse!

Heute zeige ich Ihnen einen weiteren wichtigen Mosaikstein meiner Börsen-Strategie. Mehr noch, im Folgenden beschreibe ich Ihnen das Fundament meiner Überlegungen bzw. den allerersten Schritt bei meiner Analyse. Wie fangen wir an?

Der erste Schritt Richtung Börsenerfolg!

Ganz einfach. So wie Professor Bömmel in der Ihnen sicherlich bekannten Feuerzangenbowle sagen würde: „Also, wat is en Dampfmaschin? Da stelle mehr uns janz dumm“ … allerdings stellen wir uns nicht ganz dumm, sondern tun so, als ob wir in den letzten 10 Jahren eingefroren gewesen wären oder meinetwegen seit Ende 2006 als Holzfäller in den kanadischen Wäldern verbracht hätten, ohne Internet, ohne Fernsehen, ohne Börsennachrichten.

Unser grundsätzliches, vorher angesammeltes Börsenwissen hätten wir aber behalten.

Rückkehr nach 10 Jahren Börsen-Abstinenz

So, jetzt kehren wir also zurück ins aktuell politisch eher ungemütliche Europa und lesen die ersten Informationen. Brexit. Euro-Krise. Trump ist Präsident (wer hätte das vor 10 Jahren gedacht???) Zinsen auf nahezu Null (was ist denn da los?), weltweit. Schulden auf Rekordhoch, auch weltweit. Deflation oder Inflation? Und dann hatten wir vor einiger Zeit noch eine Immobilien-Krise, die eine Banken-Krise, Schulden- Krise und Finanz-Krise zur Folge hatte.

Der erste Überblick

Nun gut, da ich Charttechniker bin, werfe ich umgehend mein Chartprogramm an, um mir einen ersten Eindruck über die Börsenlage zu verschaffen. Jetzt kommt der entscheidende Punkt.

Wie mache ich das? Wie verschaffe ich mir einen ersten Überblick?

Richtig.

Mit dem von mir oft erwähnten 256-Tage-GD.

Als Investor´s Daily-Leser kennen Sie diesen GD (GD= Gleitender Durchschnitt) sicherlich schon. Kurz zur Erinnerung:

Der-256-Tage-GD (=Jahres-GD)

Ein Börsenjahr besteht aus etwa 256 Börsentagen. Damit ist der 256-Tage ein Gleitender Jahresdurchschnitt.

Das bedeutet ganz einfach: Sie addieren die Schlusskurse der letzten 256 BÖRSEN-Tage (also logischerweise nur die Tage, an denen auch ein Börsen-Handel stattfand) und teilen das Ganze durch 256.

Wenn zum Beispiel ein Aktienkurs (oder auch Rohstoff!) nach einer längeren Abwärtsfahrt einen JAHRES-Durchschnitt nach oben schneidet, dann scheint es dem Aktien-Unternehmen (ggf. langsam) wieder besser zu gehen. Zumindest auf ein Jahr betrachtet und das ist nun mal eine gängige Größe im Finanz- und Geschäftswesen. Eine Bitte in diesem Zusammenhang:

Der 256-Tage-GD ist Basis zahlreicher Überlegungen und auch Indikatoren sowie GD-Kombinationen.

Dax langfristig mit Abstand zu 256-Tage-GD

Nach 10 Jahren Börsen-Abstinenz blicken wir also auf folgenden langfristigen Dax-Chart seit Ende November … und staunen nicht schlecht.

Chart Dax seit 2006

Im unteren Chartteil habe ich Ihnen den Abstand zum 256-Tage-GD mitgebracht. Sie sehen also, wie viel Prozent der Dax-Kurs über oder unter dem 256-Tage-GD (bzw. Jahres-GD) liegt.

Bei „100“ im unteren Chartteil schneidet der Kurs gerade den 256-Tage-GD (im oberen Chartteil), bei einem Stand von zum Beispiel 110 liegt der Kurs 10 Prozent über dem GD. Notierungen bei 120 oder unter 80 (also Kurs 20 Prozent unter GD) deuten auf extreme Situationen hin.

Das muss noch nichts Weltbewegendes bedeuten. Doch bei solchen Situationen werde ich immer auchextrem hellhörig. Entweder es steht eine Korrektur oder eine Seitwärtsbewegung ins Haus (bei Werten über120) oder eine Rally steht bevor (bei Werten unter 80).

Logisch, das funktioniert nicht immer, sonst hätte ich schon lange eine Villa auf den Malediven … doch die Betrachtung liefert in der Regel gute Hinweise. Es kommt eben darauf an, wie Sie die darauf folgende Entwicklung interpretieren.

So, ich denke, das reicht für heute.

Betrachten Sie einfach noch einmal den Chart. Wie unschwer zu erkennen, gaben die Übertreibungen (über 120 und und unter 80 im unteren Chartteil) im Chart sehr gute Hinweise. Und als Beweis dass diese Betrachtung nicht unfehlbar ist, sehen Sie auch ein Fehlsignal bzw. einen eher schlechten Hinweis im November 2009. Ansonsten hat dieser Indikator recht gut funktioniert … schließlich soll er uns ja nur auf ein mögliches Ende einer Auf- oder Abwärtsbewegung hinweisen … Hier noch einmal der Chart, damit Sie nicht „scrollen“ müssen.

 

 

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Über den Autor
Tom Firley

Der gebürtige Kölner Thomas Firley hat in Rosenheim Betriebswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit Anfang 2006 für den Investor Verlag.

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