MenüMenü

Sie sind auf Dividenden-Jagd? Darauf müssen Sie achten!

Dividenden sind das Salz in der Suppe für viele Aktionäre. Gesucht sind daher Aktien, die besonders hohe und sichere Dividenden-Erträge versprechen. Börsen-Experte Mick Knauff verrät Ihnen 5 einfache Regeln, um passende Dividenden-Aktien für Ihr Depot auszuwählen.

Dividenden sind Nullsummen-Spiele für Aktionäre

Am Tag der Dividenden-Ausschüttung sinkt der Aktienkurs um den Dividendenbetrag. Schließlich ist das Unternehmen um den Dividendenbetrag „ärmer“ geworden, also weniger wert. Es macht daher eigentlich keinen Unterschied, ob Sie Dividenden bekommen oder die Aktie zu einem höheren Preis verkaufen könnten. Trotzdem bevorzugen viele Anleger die Dividende. Denn wer Aktien besitzt, um aus den laufenden Erträgen seinen Lebensstandard aufzubessern, kriegt die Dividende automatisch und muss sich um nichts kümmern. Das ist zweifellos praktischer, als jedes Jahr ein paar Aktien zu verkaufen, um eine Dividende zu simulieren.

Worauf sollten Sie also achten, wenn Sie auf Dividenden-Jagd sind? Auf 5 Punkte:

Punkt 1: Die Dividenden-Rendite

Die Dividenden-Rendite gibt das Verhältnis zwischen gezahlter Dividende und dem aktuellen Kurs der Aktie an. Kostet die Aktie 100 Euro und zahlt der Konzern 5 Euro Dividende, beträgt die Dividenden-Rendite also 5%. Wichtig ist: Die Dividenden-Rendite verändert sich laufend.

Der Aktienkurs steigt oder fällt und der Dividendenbetrag ebenso. Wer eine Aktie lange hält, kann aber auf extreme Dividenden-Renditen kommen. Beispiel Apple: Die Aktie kostete vor 13 Jahren 1,50 Dollar. Heute schüttet Apple pro Jahr mehr als 2 Dollar Dividende aus – macht eine Dividenden-Rendite für Alt-Aktionäre von 133% im Jahr.

Achten Sie bei der Dividenden-Rendite auf Kontinuierlichkeit. Das Beste sind natürlich jährlich steigende oder gleich bleibende Dividenden-Renditen. Ständig schwankende Dividenden-Renditen zeigen, dass der Wert eher weniger geeignet ist, um mit den jährlichen Dividendenzahlungen z.B. für die Urlaubsbuchung zu planen.

Punkt 2: Ein stabiles Geschäftsmodell

Dividenden können langfristig nur aus den laufenden Gewinnen bezahlt werden. Basis jeder Dividende ist also ein stabiles Geschäftsmodell. Daher sind vor allem Versorger, Telekommunikationsunternehmen oder Nahrungsmittelhersteller geeignete Kandidaten für eine Dividenden-Anlagestrategie.

Kurze Schwächephasen beim Gewinn z.B. im Zuge einer Rezession können gesunde Unternehmen aussitzen und die Dividende stabil halten, indem die Dividende aus der Substanz und nicht dem laufenden Gewinn bezahlt wird. Das darf aber keinesfalls ein Dauerzustand sein. Nach spätestens 1 bis 2 Jahren muss die Dividende wieder vollständig aus laufenden Erträgen bestritten werden können.

Punkt 3: Legen Sie nicht alle Eier in einen Korb

Es hat keinen Sinn, das Depot ausschließlich mit Versorgern zu füllen. Streuen Sie Ihr Kapital über mehrere Branchen und idealerweise auch mehrere Länder, Kontinente und Währungsräume. So werden Sie unabhängiger von der Konjunktur in einzelnen Branchen oder Staaten.

Punkt 4: Die Dividenden-Rendite ist nicht alles

Eine Dividenden-Rendite kann hoch sein, weil das Unternehmen viel verdient und daher viel Geld ausschütten kann. Die Dividenden-Rendite kann aber auch hoch sein, weil das Unternehmen in der Vergangenheit viel ausschüttete und der Aktienkurs aufgrund neuer Entwicklungen in der nahen Vergangenheit stark fiel.

Freuen Sie sich in diesen Fällen nicht über die hohe Dividenden-Rendite – denn die wird höchstwahrscheinlich beim nächsten Dividenden-Zahltag ebenso stark schrumpfen wie der Kurs. Fragen Sie sich also immer auch, weshalb die Dividenden-Rendite so attraktiv hoch ist.

Gut ist das nur, wenn der Konzern die hohe Dividenden-Rendite auch wirklich aus laufenden Erträgen bestreiten kann.

Punkt 5: Achten Sie auf die Ausschüttungsquote

Die Ausschüttungsquote gibt an, wie viel Prozent des Vorjahresgewinns als Dividende ausgeschüttet werden. Schüttet ein Unternehmen aus der Substanz aus, ist die Quote höher als 100%. Bei Unternehmen, die Verlust machen und trotzdem Dividenden ausschütten, ist die Quote gar nicht berechenbar.

40% bis 50% Ausschüttungsquote sind bei den typischen Dividenden-Werten angemessen. Die Hälfte des Gewinns behält die Gesellschaft zurück. Die Gewinne werden gebraucht, um zu investieren und einen Puffer für schlechte Zeiten aufzubauen.

Bei Wachstums-Unternehmen sind auch deutlich geringere Ausschüttungsquoten bis hin zu 0% üblich. Aber solche Werte haben Sie bereits in Punkt 1 aussortiert.

Sie wollen die Auswahl Ihrer Dividenden-Titel nicht selbst treffen? Kein Problem. Viele hoch attraktive Dividenden-Titel habe ich in meinem Klartext-Depot für Sie zusammengefasst. Klicken Sie hier und melden Sie sich kostenlos und unverbindlich zu einem 30-tägigen Test an.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor Mick Knauff

Mick Knauff ist seit mehr als 20 Jahren an der Börse aktiv. Seit mehr als 15 Jahren begleitet er das tägliche Börsengeschehen journalistisch und war am Aufbau mehrerer Börsen-Nachrichtenredaktionen beteiligt.

Regelmäßig Analysen über Börsenwissen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Anleger-Informationen von Mick Knauff. Über 344.000 Leser können nicht irren.