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Dividendenjäger aufgepasst: Nicht jede Dividende ist sinnvoll!

In einem Klartext-Depot setze ich natürlich auch auf Dividenden-Aktien, also Aktien mit möglichst hoher Dividenden-Ausschüttung. Der Hintergedanke dabei ist, dass nur Unternehmen mit stetig steigenden Gewinnen auch dauerhaft steigende Dividenden ausschütten können.

Die Dividenden-Historie ist sozusagen der in einfachen Kennzahlen ausgedrückte Hinweis auf stabile und rentable Geschäftsmodelle.

Finanziell gesehen macht es natürlich keinen Unterschied, ob ein Unternehmen eine Dividende zahlt oder nicht. Die Dividende wird schließlich vom Unternehmen verdient und nicht aus dem Nichts gezaubert.

Ausgeschüttete Dividenden reduzieren also den Unternehmenswert und damit den Aktienkurs um den Dividendenbetrag. Kein Aktionär stellt sich durch eine Dividende besser. Sie ist lediglich ein (!) Indikator für gute Gewinnentwicklung.

Dividenden sind immer ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite freuen sich viele Aktionäre über eine hohe Dividende. Vor allem Anleger, die regelmäßige Auszahlungen leisten müssen wie Pensionsfonds, sind froh über üppige und stetige Zahlungsströme.

Viele Unternehmen, die die Startup-Phase schon lange verlassen haben, bemühen sich daher um möglichst jährlich steigende Dividenden, um sich hübsch zu machen für die wichtige Klientel der Fondsmanager.

Ausgezahlte Dividenden stehen nicht mehr für Investitionen in die Unternehmenszukunft zur Verfügung

Auf der anderen Seite stellen Dividenden natürlich auch einen ganz erheblichen Abfluss von Kapital dar, das die Unternehmen an anderer Stelle sehr gut gebrauchen könnten. Beispiel Daimler: Der Konzern rühmt sich mit der größten Ausschüttungssumme im DAX. 40% der Gewinne werden ausgezahlt.

Doch ist das wirklich eine gute Entwicklung? Gerade Daimler, die als Autohersteller vor erheblichen Herausforderungen in Sachen alternativer Antriebe und Mobilitätswende stehen, könnten das jetzt ausbezahlte Geld in einigen Jahren gut gebrauchen.

Während Tesla 5 Milliarden US-Dollar in die größte Batteriefabrik der Welt steckt, überweist Daimler seinen Aktionären lieber mehr als 3 Milliarden Euro pro Jahr und verlässt sich auf asiatische Zulieferer für Batterien.

Beispiel E.ON und RWE: Die Konzerne zahlten jahrzehntelang üppige Dividenden. Teils bauten Gemeinden, die Aktien am Versorger hielten, ihren Jahreshaushalt auf der Dividende auf. Die Milliarden fehlen jetzt für den Konzernumbau und die Energiewende. E.ON und RWE sind nur mehr ein Schatten ihrer selbst und schrammen an der Pleite vorbei.

Und während RWE die Dividende inzwischen gänzlich strich, glänzt E.ON noch mit einer Dividendenrendite von 7%. Doch lassen Sie sich davon nicht blenden. Seit 2011 sinkt die Dividende bei E.ON. In diesem Jahr stehen 25 Cent pro Aktie zur Debatte – das ist eine Sechstelung der Dividendenzahlung in 6 Jahren.

Im Klartext-Depot lege ich folgerichtig kaum Wert auf die gezahlte Dividende. Viel wichtiger als die Dividendenrendite ist die Unternehmensentwicklung, die überhaupt erst Dividenden möglich macht.

Neben Geld-Dividenden gibt es auch noch Sach-Dividenden. So habe ich in meinem Klartext-Depot eine Aktie, die Aktionären jedes Jahr einen üppigen Gutschein für Produkte des Unternehmens zur Verfügung stellt, steuerfrei.

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Über den Autor
Mick Knauff

Mick Knauff ist seit mehr als 20 Jahren an der Börse aktiv. Seit mehr als 15 Jahren begleitet er das tägliche Börsengeschehen journalistisch und war am Aufbau mehrerer Börsen-Nachrichtenredaktionen beteiligt.

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