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Dieser treffsichere Indikator sagt Ihnen eine DAX-Trendwende voraus

Wenn Sie einmal an die alte deutsche Redewendung denken„Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht“, dann lässt sich diese Analogie trefflich auf die Börse übertragen. Eine zahllose Menge an verschiedenen Indikatoren wird von Anlegern und Investoren zu Rate gezogen, um zu ergründen, in welche Richtung sich die Aktienkurse zukünftig bewegen werden. Hilft dies wirklich weiter?

Ich persönlich kenne Investoren und Fondsgesellschaften,  die zwanzig und mehr Indikatoren verwenden, um zu Anlageentscheidungen zu kommen und die sich damit herumschlagen müssen, dass diese sich häufig widersprechen und gegensätzliche Signale und Aussagen liefern.  Wenn Sie sich dann die langfristige Entwicklung von Investmentsfonds anschauen, von denen rund 90%  eine schlechtere Wertentwicklung aufweisen als ihre Vergleichsmärkte, dann wissen Sie: Zuviel Komplexität  kann kein Erfolgsrezept sein.

Die Geldmenge ist ein entscheidender Einflussfaktor

Dass man auch mit weniger, einfacheren und nachvollziehbareren Indikatoren erfolgreich am Aktienmarkt unterwegs sein kann, möchte ich Ihnen anhand eines Beispiels eines treffsicheren Indikators zeigen. Diesen nutze ich sehr gern, um langfristige Trendwenden des DAX möglichst früh zu identifizieren.  Grundlage ist die Beobachtung der Geldmenge bzw. der potenziellen Liquidität, die bekanntlich das Schmiermittel eines jeden Börsenaufschwungs ist. Dies galt schon im vergangenen Jahrhundert und dieser Einflussfaktor ist in den vergangenen Jahren dank der weltweiten Notenbankpolitik noch wichtiger geworden. Als Investor sollten Sie daher immer regelmäßig ein Auge auf diese Entwicklung haben.

Denn wie Sie im folgenden Chart eindrucksvoll sehen können, geht einer Baisse am Aktienmarkt praktisch immer eine Abnahme des Wachstums der Geldmenge voraus. Sie sehen dies hier anhand deutschen Geldmenge M1 (Quelle: Bundesbank).

Denken Sie jetzt an die großen DAX-Korrekturen von 30 bis 50 Prozent zurück, die 2001/2002, 2008 und 2011 stattfanden  als auch die kleinere 17-Prozent-Korrektur im Herbst 2014. Wie Sie im Chart klar erkennen können, gab es jedes Mal vorher eine deutlich negative Veränderung in der Zuwachsrate der Geldmenge M1.  Was Sie aber auch aktuell sehen können: Derzeit steigt diese unverändert deutlich an. Und es gibt aktuell keinerlei Anzeichen dafür, dass sich diese günstige Situation kurzfristig ändert.

Rückenwind für den deutschen Aktienmarkt hält an

Damit gibt es auch von Seiten dieses sehr treffsicheren Indikators eine klare Indikation für den deutschen Aktienmarkt: Eine Baisse steht keinesfalls ins Haus, im Gegenteil, der Rückenwind für steigende Kurse ist weiterhin gegeben. Die verhältnismäßig kleinen „Griechenland-Turbulenzen“ am Aktienmarkt dürften dies günstigen Rahmenbedingungen lediglich kurzfristig ausbremsen. Für meine Leser des Rallye Investor werte ich diesen sowie andere treffsichere Indikatoren regelmäßig aus.

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Über den Autor Mike Rückert

Sein erster Aktienkauf, erinnert sich Mike Rückert, wäre fast schiefgelaufen. Die Gewinne von Wang Laboratories sollte 1992 den Weg in den nächsten Urlaub ebnen.

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