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Die goldenen Regeln des Tradings: Erfolgsstrategie

Um als Trader erfolgreich zu sein, bedarf es einer Strategie. Dazu gehört, zu wissen, was Sie wann handeln und warum.

Das bedeutet auch: konkrete Trading-Ziele zu haben, sprich vorher (und das ist wichtig!) festzulegen, wie viel Sie im Idealfall verdienen möchten und wieviel Sie im schlechteste Fall bereit sind, zu verlieren.

Wie bereits in Teil 1 und Teil 2 dieser Serie gesagt: Grundvoraussetzung für jeden Trader ist es, sich über Verluste und Gewinne im Klaren zu sein.

Bestimmen Sie Ihre Trading-Strategie selber

Niemand kann Ihnen vorschreiben, was Sie wann und wie zu traden haben. Ich persönlich trade im Daytrading ausschließlich an der Forex und da ausschließlich die major pairs, also die Währungspaare, die den US-Dollar mit drin haben. Und auch da trade ich nie jeden Tag alle Paare.

Das wäre mir viel zu unübersichtlich. Je nach fundamentaler und charttechnischer Lage konzentriere ich mich Tag für Tag auf 3 bis 5 Paare, die ich normalerweise im 1- oder 5-Minutenchart trade. Es gibt auch Tage, an denen trade ich nur den EUR/USD.

Auch trade ich noch nicht einmal jeden Tag, und schon gar nicht am Wochenende. Auch nach 20Uhr finden Sie mich nur selten am PC, dafür aber regelmäßig vor 7Uhr früh, wenn ich beispielsweise den USD/JPY trade.

Halten Sie sich an einen geregelten Tagesablauf

Das mag alles wahllos klingen, ist es aber keineswegs. Denn das gehört alles zu meiner persönlichen Trading-Strategie. Ich konzentriere mich auf einen bestimmten Markt, den Währungsmarkt, und da auf ein paar ausgewählte Titel, die major pairs.

Das erlaubt es mir, den Überblick zu behalten, sowohl über die jeweils wichtigen Nachrichten als auch über meine eigenen Trades. Da ich auf den kleinen Zeiteinheiten handel, muss ich meine Trades aktiv und live managen.

Da heißt es, je nach Marktlage die richtigen Momente für Ein- und Ausstieg abzupassen, Stop-Losses nachzuziehen, Gewinne mitzunehmen, Positionen zu teilen oder ganz zu schließen.

Das erfordert volle Konzentration und ist außerdem der Grund, warum ich nie länger als maximal zwei Stunden am Stück vor dem Bildschirm sitze. Dann wird Pause gemacht. Und nach maximal sechs Stunden am Tag höre ich mit dem Traden auf.

Bestimmen Sie Ihre täglichen Trading-Ziele und halten Sie sich dran

Außerdem überlege ich mir zu Beginn eines jeden Tradingtages, was meine Trading-Ziele für diesen Tag sind. Konkret stelle ich mir dafür jeden Tag dieselben zwei Fragen: Wieviel Geld möchte ich heute verdienen?

Und wieviel bin ich bereit, zu verlieren? Sie können Ihre Trading-Ziele auch summenunabhängig machen und zum Beispiel festlegen, dass Sie nach drei Gewinn-Trades oder zwei Verlust-Trades in Folge mit dem Traden für den Tag aufhören.

Die Antworten auf meine beiden Trading-Fragen bestimmen dann meine Trading-Ziele für den Tag. Sobald ich verdient habe, was ich verdienen wollte, sicher ich meine Gewinne und beende mein Trading für den Tag.

Setzen Sie Gewinn- und Verlust-„Ziele“

Natürlich kann es Sinn machen, Gewinne noch weiterlaufen zu lassen (wie in der letzten Ausgabe erklärt). Dann minimier ich mein Trade-Management auf das absolute Minimum, sicher meine Position über automatische Kauf- und Verkauforders dementsprechend ab, und freue mich über jeden Extra-Pipp, ärgere mich aber auch nicht über verpasste Chancen.

Was noch viel wichtiger ist: Sobald ich ausgegeben habe, was ich maximal bereit war, auszugeben, höre ich ebenfalls für den Tag auf. Verlusttage passieren und gehören für jeden Trader zum Trading-Alltag.

Das hat nichts mit Professionalität zu tun. Was meinen Sie, was professionelle Trader an manchen Tagen für Verluste einfangen? Unprofessionell ist nur, wer über seine Trading-Ziele hinaus Verlust macht.

Eine gute Strategie sorgt für starke Nerven

Sie merken bereits: Trading hat viel mit Nervenstärke zu tun. Als Trader kommen Sie oft in Situationen, die nicht nur Ihre Marktkenntnisse fordern, sondern auch Ihre mentale Stärke. Trading ist stressig, die Märkte sind schnell und es geht um Ihr Geld.

Da ist es nur normal, wenn der Stress Ihnen den Schweiß auf die Stirn treibt. Und genau hier hilft Ihnen Ihre Trading-Strategie, einen kühlen Kopf zu bewahren. Wenn Sie sich an Ihre Trading-Ziele halten, machen Sie im Eifer des Gefechts keine Entscheidungen, die Sie später bereuen könnten.

Keine Strategie ist perfekt, und Sie werden auch trotz einer guten Strategie noch Fehler machen. Geschieht dies, ist es wichtig, aus den Fehlern zu lernen.

Führen Sie also Buch über alle Trades, die erfolgreichen und die nicht erfolgreichen. Notieren Sie, warum Sie Positionen geöffnet und geschlossen haben, ob und warum Sie von Ihrer Strategie abgewichen sind, und ob das zu Erfolg oder Misserfolg geführt hat.

Lernen Sie aus Ihren Fehlern und Ihren Stärken

Waren Trades abseits Ihrer Strategie erfolgreich, überlegen Sie sich, ob Sie die Strategie ändern wollen. Waren Trades abseits Ihrer Strategie nicht erfolgreich, halten Sie sich zum Beispiel mindestens so lange wieder an Ihre Strategie, bis Sie das Doppelte der vorigen Verlusttrades wieder verdient haben.

Lernen Sie aus Ihren Fehlern. Klingt einfach, erfordert aber eine gehörige Portion Selbsterkenntnis und Disziplin. Beides ist beim Traden unerlässlich. Gleichzeitig ist es genauso wichtig, dass Sie Ihre Stärken kennen und diese zu Ihrem Vorteil ausspielen.

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Über den Autor Thomas Kallwass

Thomas Kallwass ist unser Spezialist für alternative Investment-Chancen. Seine Handelsstrategien sind wissenschaftlich untermauert.

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