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Die goldenen Regeln des Tradings: Börse und Psychologie

Trading will gelernt sein. Deshalb stelle ich Ihnen in dieser Serie die wichtigsten Regeln des Tradings vor; für mehr Erfolg und weniger Verluste.

Schonen Sie Ihre Nerven und halten Sie sich an Ihre Handelsstrategie

Um an der Börse als Trader erfolgreich zu sein, brauchen Sie neben dem nötigen Wissen und dem nötigen Handwerkzeug vor allem eins: starke Nerven. Viele Trader unterschätzen vor allem in der Anfangszeit, wie stressig es ist, mit eigenem Geld aktiv zu handeln. Das gilt vor allem dann, wenn Trades nicht so laufen wie geplant.

In solchen Situationen heißt es, einen kühlen Kopf bewahren und sich an die eigene Handelsstrategie zu halten. Denn nur so vermeiden Sie emotionale Überreaktionen und unüberlegte Entscheidungen, die in den allermeisten Fällen zu Verlusten führen.

Behalten Sie den Überblick und einen kühlen Kopf

Zusätzlich zu Ihrer persönlichen Strategie gibt es ein paar grundsätzliche Regeln, die Ihnen dabei helfen, beim Traden einen kühlen Kopf zu bewahren und so das Beste aus Ihren Trades herauszuholen.

So sollten Sie zu jedem Zeitpunkt einen Überblick über die Kosten Ihrer Trades haben. Je nach Broker und Basiswert können sich die Preise für Gebühren und Spreads deutlich unterscheiden.

Berechnen Sie diese Kosten in Ihre Handelsstrategie mit ein und vermeiden Sie so ein böses Erwachen, wenn von Ihrem gerade erzielten Gewinn plötzlich deutlich weniger übrig bleibt, als Sie dachten. Behalten Sie den Überblick und optimieren Sie Ihre Kosten wo möglich.

Ich kenne genug Trader, die gerade am Anfang ihrer Tätigkeit nachlässig waren, wenn es um die „Nebenkosten“ ihres Berufs ging. Das führte dann oft genug zu bösen Überraschungen und zu Frust, der dann wiederum in unüberlegte Entscheidungen mündete.

Mit dem Bauch handelt es sich nicht gut

Was mich zum nächsten Grundsatz bringt: Traden Sie nicht aus dem Bauch heraus. Weder Wut noch Übermut sind gute Ratgeber, wenn es ums Traden geht. Lassen Sie Ihren Emotionen beim Traden nicht freien Lauf, denn das geht oft genug schief.

Der Bauch ist kein guter Berater an der Börse. Verlassen Sie sich stattdessen auf Ihren Kopf und halten Sie sich an Ihre Strategie. Nur so können Sie überlegt und nach Plan vorgehen.

Auch das Ego hat beim Traden keinen Platz. Selbstüberschätzung ist eine weit verbreitete Eigenschaft unter Tradern und führt früher oder später immer zu Verlusten.

Rufen Sie sich in Erinnerung, dass der Markt Recht hat, und dass es einem Kurs völlig egal ist, ob Sie denken, dass auf ein neues Allzeithoch ein Abwärtstrend folgen muss. Ein Kurs muss grundsätzlich gar nichts, schon gar nicht, Ihre Erwartungen erfüllen, auch wenn sie noch so logisch sind.

Springen Sie auf den fahrenden Zug auf

Machen Sie sich bewusst, dass der Markt seinen eigenen Regeln und Gesetzmäßigkeiten folgt und halten Sie sich daran, auch wenn sie kontraintuitiv anmuten. So scheuen sich viele Trader davor, in einen Aufwärtstrend hineinzukaufen.

Der Basiswert scheint ihnen zu teuer und sie ärgern sich, einen günstigeren Einstieg verpasst zu haben. Das ist auch verständlich, schließlich springt niemand gerne auf einen fahrenden Zug auf.

Aber ein intakter Aufwärtstrend ist eines der besten Kaufsignale überhaupt, ebenso wie das Allzeithoch. Die Höhenangst, die viele Händler bei Rekordhochs und lange anhaltenden Trends ergreift, ist irrational. Denn es ist weitaus wahrscheinlicher, dass ein Kurs einen Trend fortsetzt anstatt ihn zu brechen.

Greifen Sie nicht ins fallende Messer

Umgekehrt finden es viele Trader äußerst verlockend, einen Basiswert zu kaufen, der seit geraumer Zeit nur fällt. Das niedrige(re) Kursniveau verspricht ein Schnäppchen, und die Trendumkehr wird schon nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Das ist ein Trugschluss. Auch hier ist es wesentliche wahrscheinlicher, dass der Kurs weiter fällt, als dass er plötzlich wieder steigt. Warten Sie also mit dem Einstieg ab, bis die Trendwende tatsächlich stattgefunden hat und vermeiden Sie es tunlichst, ins fallende Messer zu greifen.

Machen Sie lieber viele kleine Gewinne, als auf den großen Gewinn zu warten

Traden ist harte Arbeit, vor allem im Bereich des Daytrading. Verwöhnen Sie sich also mit kleinen Gewinnen. Sie müssen nicht jeden Tag mit dem Trading-Ziel beginnen, das große Geld machen zu wollen. Verwöhnen Sie sich öfter mit kleinen Gewinnen, anstatt über lange Durststrecken hinweg dem großen Geld hinterherzurennen. Das erschöpft nur.

Planen Sie diese kleinen Gewinne genauso bewusst ein wie größere Positionen und halten Sie sich dann konsequent dran. Nehmen Sie Ihre Gewinne mit; Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist, gerade im Daytrading.

Außerdem sind Erfolgserlebnisse wichtig für Ihren Geldbeutel und Ihre Nerven, und mit mehreren kleinen Gewinnen im Rücken können Sie mit mehr Sicherheit, Bedachte und Vertrauen auch größere Positionen eingehen.

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Über den Autor Thomas Kallwass

Thomas Kallwass ist unser Spezialist für alternative Investment-Chancen. Seine Handelsstrategien sind wissenschaftlich untermauert.

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