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Investmentplan: Der Weg zu einem krisensicheren Depot

Die deutschen Standardwerte sind derzeit zwar ganz gut in Form. Nach einem Stand bei 8.730 Punkten vor einer Woche kämpfte der DAX sich gestern wieder über die Marke von 9.500 Zählern zurück. Der Erholungsversuch punktet jedoch bei niemandem. Die Unsicherheit und bisweilen auch die Unzufriedenheit der Anleger wachsen.

Zusätzlich werden die Börsianer nun auch noch von größeren Aktienverkäufen bekannter Börsengesichter verunsichert. Wie am Dienstag bekannt wurde, trennten sich vor Kurzem etwa die Großinvestoren Carl Icahn und David Einhorn in großem Stil von Apple-Anteilen.

Einhorns Investmentfonds Greenlight Capital hielt Ende Dezember mit 6,28 Mio. Aktien 44% weniger als noch drei Monate zuvor. Carl Icahn reduzierte seine Beteiligung um 13% und besaß Ende Dezember noch 45,76 Mio. Apple-Aktien. Warum? Die beiden Investoren-Legenden warfen dem IT-Konzern schon länger vor, die Aktionäre nicht kräftig genug am Erfolg des Unternehmens teilhaben zu lassen. Vom Apple-Kapital hält Einhorn damit derzeit noch 0,1%, Icahn 0,8%.

Wann sehen wir Licht am Ende des Tunnels?

Derartige Abverkäufe verängstigen die ohnehin schon nervösen Privatinvestoren zusätzlich, das erleben wir hier in der Redaktion tagtäglich. Immer wieder rufen besorgte Anleger an oder schreiben uns E-Mails mit der Frage aller Fragen: „Was soll ich tun mit meinen Aktien? – Alles verkaufen, aussitzen, in andere Investitionsformen gehen…?“ Nun, eine allgemeingültige Antwort auf diese Frage kann ich Ihnen leider nicht liefern. Liegt der Sachverhalt bei jedem Anleger doch ein wenig anders. Sie alle haben unterschiedliche Aktien in Ihren Depots und verfolgen unterschiedliche Anlagestrategien.

Ebenso häufig, wie die Frage nach dem „Was tun?“, bekommen wir die Frage gestellt, wohin sich die Aktienmärkte entwickeln und wann endlich der Aufschwung kommt? Wenn wir die passende Glaskugel hätten, würden wir Ihnen das gerne verraten. Fakt ist zunächst einmal, dass wir uns immer noch in einer scharfen Korrektur befinden. Wann Licht am Ende des Tunnels in Sicht sein wird, das wagen selbst die erfahrensten Börsianer nicht vorherzusagen.

Die Aktienanlage bleibt dennoch alternativlos

Eine ganz entscheidende Rolle spielen hier natürlich auch die Medien. Und die hauen im wahrsten Sinne des Wortes eine Schlagzeile nach der anderen heraus:

  • Unsicherheit über Öl-Preis reißt Nikkei nach unten
  • Iran vereitelt Förderbegrenzung – Ölpreiskrise dehnt sich aus
  • Lage in Syrien spitzt sich zu
  • Wohnraum wird unbezahlbar – Flüchtlinge sorgen für steigende Mieten und explosive Immobilienpreise

… um nur einige aktuelle Schlagzeilen zu nennen. Als Anleger kann es einem angesichts dessen schon richtig mulmig zumute werden. Am liebsten würde man doch Reißaus vom derzeitig arg volatilen Börsenparkett nehmen. Doch das geht auch nicht. Entsprechende andere lukrative Anlagealternativen fehlen gänzlich. Auf dem Sparbuch können Sie Ihr Erspartes nicht mehr für sich „arbeiten“ lassen. Zinsen bekommen Sie hier schon lange nicht mehr.

Das Börsenrezept für 2016

Die Auswahl macht`s! Und noch ein Tipp: In diesem Jahr sind Sie als Anleger gut beraten, wenn Sie wegen der hohen Volatilität des Marktes die verschiedenen Anlagestrategien geschickt miteinander verknüpfen. Picken Sie sich überall die Rosinen heraus. Ob Value- bzw. Qualitätsaktien, Momentum- oder Wachstumstitel, Zykliker oder defensive Titel, fundamentale oder charttechnische Werte – die Liste der unterschiedlichen Anlagestile ist lang.

Alle Vorgehensweisen haben ihre Stärken und Schwächen. Mit wechselndem Rhythmus wird mal die eine, mal die andere Strategie besser laufen. Kurzum: Erfolgreiches Markttiming ist das A und O!

Steckbrief zur optimalen Auswahl von Aktien

Eine Aktie bzw. ein Unternehmen sollte im Idealfall…

  • moderat bewertet sein
  • ansehnliche Wachstumsaussichten mitbringen
  • ein hohes Momentum ausweisen
  • über eine solide Bilanz verfügen
  • ein leichtverständliches und sturmerprobtes Geschäftsmodell besitzen

Aktionäre, die bei ihren Investments auf diese Auswahlkriterien achten, schlagen viele Fliegen mit einer Klappe. Die Punkte können sowohl auf zyklische als auch auf defensive Titel zutreffen. Achten Sie beim Aktienkauf auf die genannten Kriterien, so werden Sie das Chance/Risiko-Profil Ihres Depots verbessern können.

Ihr Investmentplan

Einen kleinen Haken gibt es jedoch: Aktien, die diese Anforderungspunkte erfüllen, gibt es leider nicht wie Sand am Meer. ABER: Auch wenn nur wenige Werte die Kriterien in sich vereinen, so gibt es sie jedoch. Und eben diese Werte zu finden, ist auch keinesfalls aussichtslos.

 

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Über den Autor Kathrin Dörfeld

Kathrin Dörfeld betreut als Redakteurin den neuen Dienst Aktien Daily.

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