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Diese 4 Anfängerfehler sollten Sie an der Börse vermeiden

Oft endet es mit einer Enttäuschung, was mit großen Hoffnungen begonnen hatte. Das gilt für viele Bereiche des Lebens aber ganz besonders auch für den Einstieg am Aktienmarkt.

Nirgendwo anders können Anleger so große Gewinne machen wie an der Börse. Allerdings sind die Risiken, die hier eingegangen werden müssen, auch nicht von Pappe.

Die größten Gefahren lauern dabei in lapidaren Details, denen Einsteiger häufig keine Aufmerksamkeit schenken. Wie Sie die 4 häufigsten Anfängerfehler an der Börse vermeiden:

1. Unzureichende Informationen

Beim Kauf eines Smartphones recherchieren die meisten Menschen Tage und Stunden die Eigenschaften der in Frage kommenden Modelle. Doch als Anleger kaufen sie unter Umständen Aktien für ein Vielfaches des gleichen Betrags, ohne sich auch nur wenige Minuten über diese Wertpapiere informiert zu haben.

Anstatt sich mit den Fundamentaldaten und dem Chart genauer zu beschäftigen, erwerben sie einen beliebigen Titel z.B. auf den „gutgemeinten Rat“ eines Freundes hin. Sie vergessen dabei, dass sie für Ihr Geld alleine verantwortlich sind. In jedem Fall sollten Sie unbedingt den Chart und die wichtigsten Kennzahlen der Aktie vor dem Kauf kennen.

2. Angst und Gier bestimmen das Handeln

Emotionen sollten beim Handel mit Wertpapieren keine Rolle spielen. Dass sie es dennoch tun, erklärt so manch irrationale Kursbewegung. Anleger schwanken zwischen Angst wie vor einem Crash, der z.B. von dem immer weiter fallenden Ölpreis ausgelöst werden könnte, und der Gier aufgrund fortwährend steigender Notierungen wie beim Internet-Hype zu Beginn des neuen Jahrtausends.

Anleger sollten im Idealfall immer rein rational entscheiden, wie sie ihr Geld anlegen. Gefühle und der Kapitalmarkt sind strikt auseinander zu halten.

3. Wertpapiere auf Kredit kaufen

Da wird eine Hypothek auf das Eigenheim aufgenommen und/oder der Dispo des Kontokorrentkredits völlig ausgereizt. Und das allein gestützt auf den „todsicheren Aktien-Tipp“. Nur, wenn das Investment nicht so läuft wie erhofft, ist das Entsetzen groß. Das Geld ist weg, aber die Schulden drücken noch immer.

Dieses falsche Verhalten wird von vielen Banken auch noch unterstützt, indem diese die Möglichkeit einräumen, die gerade erst erworbenen Wertpapiere gleich als Sicherheit für das Darlehen zu akzeptieren. Der so genannte Lombardkredit ist für Börsenneulinge keinesfalls empfehlenswert.

4. Häufiges Umschichten der Aktienpositionen

Einsteiger am Aktienmarkt tendieren dazu, auf Neuigkeiten oft überstürzt und unreflektiert zu handeln. Hier spielen natürlich auch wieder die Emotionen wie Angst und Gier eine wichtige Rolle.

Dabei ist es gerade für Neulinge wenig ratsam eine kurzfristige Strategie zu verfolgen. Denn durch das häufige Umschichten entstehen auch hohe Kosten. Klar, dass die Banken ein solches Verhalten eher noch unterstützen, schließlich verdienen sie auch daran.

Ein weiterer Hinweis: Börsenneulinge müssen nicht gleich mit ihrem Vermögen am Aktienmarkt einsteigen. Mithilfe eines virtuellen Wertpapierdepots können Sie Ihr Geschick auf den Prüfstand stellen ohne gleich die vollen Risiken einzugehen.

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