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Zinsen, Öl, Gold – die Entwicklung in 2017

Kurz vor dem Jahreswechsel wird es Zeit für uns in die Zukunft zu blicken. Was wird uns 2017 erwarten und auf welche Dinge können wir uns schon jetzt einstellen? Alle Bereiche können wir nicht ansprechen, aber zumindest die Wichtigsten.

Der neue politische Wind aus den USA

Es ist nicht ganz leicht vorherzusagen, was ab dem 21. Januar im Weißen Haus passieren wird. Dies würde auch viele andere Politiker interessieren. Bis Dato hat Donald Trump international fast noch keine Kontakte aufgenommen. Daher herrscht noch eine gewisse Ungewissheit im weltweiten politischen Geschehen.

Eines ist aber sicher: Trump ist kein typischer Politiker und er ist finanziell unabhängig und somit (hoffentlich) auch nicht käuflich. Er wird seinen Weg gehen und wird sich wenig sagen lassen. Diese Tatsache wird unsere Welt verändern.

Er ist auch kein Freund von Bürokratie. Was er sagt, soll gemacht werden. Die, die gegen ihn arbeiten, werden kurzer Hand ausgetauscht. Diese Mentalität könnte sich auch im internationalen Geschehen widerspiegeln.

Das Zinsthema

Auch hier müssen wir wieder in die USA blicken. Überraschender Weise hat Fed-Chefin Janet Yellen bei der letzten Pressekonferenz nicht nur von zwei weiteren Zinsschritten in 2017 gesprochen. Voraussichtlich werden die Zinsen in den USA in drei weiteren Schritten angehoben.

Meistens werden diese in 0,25 %-Schritten vollzogen. Geht man von dem aktuellen Zinsniveau von 0,5% aus, dann würden wir am Ende des Jahres 2017 bei ca. 1,25 % landen. Die Zahl 1,25 klingt sehr unspektakulär, doch wir dürfen nicht vergessen, dass das europäische Zinsniveau in 2017 weiterhin auf 0 % verharren wird.

Dieser klaffende Zinsunterschied birgt gewisse Risiken in sich, da sich das große Kapital immer die beste Anlagemöglichkeit sucht. Es ist daher davon auszugehen, dass sehr viel europäisches Geld nach Übersee abwandern wird. Der USD wird weiter an Stärke gewinnen und EUR/USD sich in Richtung Parität (1:1) bewegen.

Das wird aber erst ein Thema im März sein, dann erst abgesehen werden, ob sich die amerikanischen Wirtschaftsdaten wirklich verbessert haben. Dennoch kurzfristige Korrekturen in EUR/USD auf der Oberseite, sollten  bevorzugt für die „Shortseite“ genutzt werden.

Werden ab Mai die Zinsen weiter ansteigen kann der EUR/USD nur noch fallen, sofern es der Markt nicht schon ausreichend vorweg genommen hat.

Das Superwahljahr

Viele Staaten werden im kommenden Jahr in Europa politisch neu aufgestellt werden. Nehmen wir nur die zwei wichtigsten: Deutschland und Frankreich. Unser Nachbar  Frankreich droht in die „rechte Ecke“ abzurutschen und unsere Bundeskanzlerin wird nicht mehr den Rückhalt genießen dürfen.

Zu schwer wiegt das Einwanderungsthema in der Allgemeinheit. Das wird voraussichtlich international sehr viel an Einfluss nehmen. Damit wird die Durchsetzung von unpopulären Entscheidungen in Europa einiges schwerer werden.

Ölpreis auf dem Vormarsch

Kurz vor knapp haben sich die ölproduzierenden Länder geeinigt. Der Ölpreis soll durch eine Verknappung steigen. Auch die Nicht-OPEC Staaten haben sich diesem Beschluss angeschlossen. Allen voran Russland. Dies könnte auch die wirtschaftliche Wende der südamerikanischen Staaten sein. Diese waren besonders hart von dem niedrigen Ölpreis betroffen.

Gehen Sie daher von einem konstanten Ölpreis von über 50 USD für WTI (West Texas Intermediate) und steigenden Preisen an der Zapfsäule aus. Auch das Reisen bzw. Fliegen wird wieder teurer werden. D.h. weniger Gewinn für die Fluggesellschaften.

Gefährlich wird es auch, falls der Ölpreis über die Marke von 60 USD gehen würde. Dann lohnt sich das so umstrittene Fracking wieder und die USA wäre dem Ziel der absoluten Energieunabhängig wieder sehr nahe. Gerade jetzt wo der größte Ölfund in Texas gemacht wurde.

Elektro ist Trumpf

In 2017 wird es zumindest in Deutschland einen Stimmungswandel bezüglich Elektroautos geben. Bisher waren die Batterien das Zweifelthema. Neue Batterien aus Österreich und den USA geben uns neue Reichweiten und noch mehr Ladezyklen zu billigeren Preisen.

Die Maschinerie ist schon längst bei allen Herstellern angelaufen. Demnächst wird ein rauchender Benzinmotor von der Allgemeinheit verachtet werden.

Diese Entwicklung wird in 2017 stark vorangetrieben werden. Die nächste Generation an Autos, die es eigentlich schon weit vor unserer Zeit gab, kommt jetzt den Autokonzernen zur Hilfe, um neue Umsätze zu generieren.

Aktienkurse weiterhin im Aufwind

Aktuell gibt es noch keine alternative Anlageform zur Aktie. Solange das europäische Zinsniveau auf diesem Bereich verharrt, werden die Aktien weiter steigen. Aber Vorsicht…. Die Blasenbildung ist nicht zu übersehen. Wenn es krachen wird, dann werden wir eine schnelle Entwicklung an den Märkten beobachten müssen.

Eine zeitliche Einschätzung wagen wir nicht, wann es zu einer größeren Korrektur kommen könnte. Dafür ist immer ein Auslöser notwendig. Vielleicht könnte es die Bankenkrise in Italien sein. Sie sollen nur gewarnt sein. Einige Investmentfonds bauen bereits ihre Aktienbestände ab, um eine gewisse Liquidität für eine drohende Korrektur vorzuhalten.

Gold enttäuschte in 2016

Gold ist immer ein Thema. Es ist beliebt und gilt als sicherer Hafen. Immer wenn es an den Märkten brodelt, steigt das Gold. Gold ist aber nur so viel Wert wie wir es einschätzen. Eine Dividende gibt es nicht und Brot kann man mit einem Goldbarren auch nicht kaufen.

Es muss im Wert steigen, ansonsten ist es totes Kapital. Auf dem Papier in Form eines Zertifikates, ist es im Zweifelsfall nur sein Papier wert. Viele sind in 2016 von einem wesentlich höheren Goldpreis ausgegangen und zum Teil enttäuscht worden.

Solange die Aktienmärkte noch im Aufwind sind, wird das aktuelle Preisniveau nur wenig überschritten werden. Dennoch ist ein kleiner Goldvorrat immer sinnvoll. Nutzen Sie daher Kursrücksetzer zum Kauf.

Russland und USA auf Schmusekurs

Kommen wir noch einmal auf Donald Trump zurück. Es ist schon paradox. Trump und Putin liegen sich jetzt schon in der Armen und beide künden eine Aufrüstung der Atomwaffen an. Eine Verdoppelung der atomaren Sprengköpfe ist beiderseitig geplant.

Wir können davon ausgehen, dass sehr viele in 2017 auch in Deutschland gelagert werden. Aus unseren Medien werden Sie dazu aber eher nichts zu hören bekommen. Aber was bedeutet das für uns?

Es ist ein klares Zeichen, dass die Aufrüstung wieder anläuft. Im Kalten Krieg konnte jeder es verstehen. Es gab den Freund, den Amerikaner und den Feind, den Russen. Aber jetzt vertragen sich beide anscheinend. Warum also aufrüsten?

Wir müssen gut beobachten, ob es nicht einen neuen Feind gibt. Der Terrorismus ist es nicht, weil dieser nicht eindeutig lokalisiert werden kann. Daher muss es einen zukünftigen neuen Feind geben. Dieses noch nicht so bekannte Thema wird uns sicherlich in 2017 auch begleiten und unsere Märkte in Unruhe bringen.

Verknappung des Geldes

Die Überschrift ist ein wenig ironisch gemeint. Die EZB will das Anleiheankaufsprogramm bis Endes Jahres beibehalten. Derzeit werden 80 Mrd. EURO monatlich auf den Geldmarkt geworfen. Geholfen hat es bisher nur wenig.

Ab April soll die Summe auf 60 Mrd. EURO reduziert werden. Dies ist zumindest der Plan. Es könnte aber sein, wenn keine signifikante Besserung der Wirtschaftsdaten vorliegen, dass dieser Plan wieder verworfen wird.

Wir haben nur einige Themen ansprechen können. Ein Jahr bringt im Laufe der Zeit viele Überraschungen. Wir werden uns auf vieles Neue einstellen müssen. Daher tanken Sie noch genügend Energie und gehen gestärkt in das neue Jahr 2017.

 


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Über den Autor
Daniel Fehring

Daniel Fehring entdeckte schon in frühen Jahren seine große Leidenschaft für die Finanzwelt und hat das Traden als Börsenhändler von der Pieke auf gelernt.

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