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Warnsignal Grand Slam!

Vor den US-Präsidentschaftswahlen haben die Aktienmärkte stets sehr negativ auf einen möglichen US-Präsidenten Donald Trump reagiert. Am Tag nach der US-Wahl kam es dann zu einem ganz kurzen Börseneinbruch, der von einer sehr schnellen Erholung gekennzeichnet war. Seither ist die Börseneuphorie oder besser gesagt die Trumpmania gigantisch groß.

Der Hauptgrund liegt rein in der Ankündigung Donalds Trumps, umfassende Steuersenkungs- und Infrastrukturprogramme ins Leben zu rufen.

Wie diese Maßnahmen in Zeiten einer noch nie dagewesenen US-Rekordverschuldung finanziert werden sollen, steht bislang in den Sternen. Realistisch ist allein die Umsetzung durch weitere, gigantische Verschuldungsorgien was die Systemrisiken zusätzlich erhöht.

Die aktuellen Börsenentwicklungen weisen Parallelen zum Jahr 1999 auf

In den USA kam es in Folge dieser Trump-Euphorie bereits Mitte November 2016 zu einem relativ seltenen Ereignis, dass sich Grand Slam nennt. Übersetzt bedeutet das „großer Schlag“. Dabei erreichen die vier wichtigsten Aktienindices des Landes (Dow Jones, S&P 500, Nasdaq und Russel-2000) gleichzeitig ein neues Rekordhoch.

Der letzte Grand Slam in den USA datiert aus dem Jahr 1999. Zum Jahrtausendwechsel gingen die vier US-Aktienindices gleichzeitig mit Rekordständen in das neue Jahr 2000. Der „Große Schlag“ in Form eines Börsencrashs folgte dann relativ zeitnah durch das Platzen der damaligen Internetblase.

Die heutige Schuldenblase hat für mich ein vergleichbar starkes Börsencrashpotential wie die damalige Internetblase, die bis zum Jahr 2000 immer stärker angewachsen war. Der Technologieaktienindex Nasdaq brach damals um 80% ein. Die aktuelle Schuldenblase betrifft im Unterschied dazu allerdings alle Börsensegmente.

Aktieninvestments sind deswegen keinesfalls alternativlos, sondern bergen mit weiter steigenden Kursen ein signifikant zunehmendes, großes Korrekturpotential, dessen Sie sich zumindest im kommenden Jahr 2017 bewusst sein müssen. Den Rückgang der Edelmetallpreise bewerte ich hingegen als rein temporär und ideale (Nach)Kaufgelegenheit.

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Über den Autor Markus Miller

Markus Miller (geb.: 1973) ist ein gefragter Experte, wenn es um das komplexe Thema internationale Vermögensstrukturierung und die globale Steuerung von Vermögenswerten geht.

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