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Wachstum in der Eurozone stärker als in den USA

Der Euro steigt und steigt gegenüber dem USD und jeder fragt sich warum. Dabei sind die Medien voll von Berichten, dass sich die US-Wirtschaft auf Erholungskurs befindet.

Aus Europa hingegen wird uns signalisiert, dass wir weiterhin niedrige Zinsen benötigen und dass das Helikopter-Geld (Geld, das  an die Bevölkerung ausgegeben wird) kurz vor dem Abflug steht, weil noch keine Erholung in Sicht sei.

Zahlen sprechen eine andere Sprache

Laut dem Statistischen Amt der Europäischen Union, kurz Eurostat oder auch abgekürzt ESTAT genannt, ist das Wirtschaftswachstum (BIP) der Euro-Zone in den letzten drei Monaten gegenüber dem Vorquartal um 0,6 % angestiegen. Erwartet wurden lediglich 0,4 %.

Gerade die Sorgenkinder unseres Euroraumes, wie Spanien und Frankreich, haben mit Wachstumsraten von 0,8 % bzw. 0,5 % erheblich dazu beigetragen. Als Grund nennt ESTAT die geringen Energiepreise und die niedrigen  Zinsen.

Auch die Arbeitslosenzahl ist auf den niedrigsten Stand seit 4 Jahren gefallen. Nur die Inflationsrate lässt auf sich warten und ist sogar teilweise wieder ins Negative gerutscht.

Das ist natürlich Wasser auf Mario Draghis Mühlen, die Zinsen weiterhin niedrig zu halten. Das kann man aber nur machen, wenn man die unbewiesene „These“ vertritt, dass Inflationsrate gleich Wirtschaftswachstum bedeutet.

Die USA hinken hinterher

Im Gegensatz zum Euroraum kämpfen die USA schwer mit dem zu starken USD und konnten nur ein Wachstum des BIP (Bruttoinlandsprodukt) von 0,1 % in den ersten drei Monaten verzeichnen.

Das ist ein herber Rückschlag für die FED-Politik und vielleicht wird deshalb der USD von der FED (Federal Reserve System) gerne schwächer gesehen und vielleicht sogar entsprechend gesteuert. Es ist schon auffällig, dass der USD gegenüber fast allen Währungen stark an Wert verloren hat.

Wirtschaftsdaten gewinnen noch mehr an Bedeutung

Es wird für Sie und uns daher noch wichtiger werden, auf die BIP-Zahlen der USA in den nächsten Monaten zu achten. Wir gehen stark davon aus, dass der USD noch weiter an Wert verlieren wird, wenn die US-Zahlen sich nicht verbessern werden.

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Über den Autor Daniel Fehring

Daniel Fehring entdeckte schon in frühen Jahren seine große Leidenschaft für die Finanzwelt und hat das Traden als Börsenhändler von der Pieke auf gelernt.

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