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Unsere Investitionen in Irland

Waterford, Irland

Wir haben hier in Irland ordentlich investiert. Und zwar in ein Gebäude, in dem künftig 200 Mitarbeiter arbeiten werden.

Es handelt sich um Kapital, das in den letzten 35 Jahren angehäuft wurde und das jetzt in einer vergessenen Ecke eines fremden Landes verbaut ist.

Es ist keinesfalls Geld, das einer Bank anvertraut ist. Es ist auch kein Geld, das im Aktienmarkt steckt. Es kann nicht vor hohen Steuern die Flucht ergreifen. Es kann nicht nach der höchsten Rendite suchen.

Es ist hier … auf dieser kleinen Insel. Gezeitenabhängig von Politik und Wirtschaft. Und nicht in der Lage, sich selbst zu schützen.

Langfristige Kapitalinvestitionen (diese wird 20 Jahre in Anspruch nehmen, damit sie sich bezahlt macht) benötigen Zeit. Und mit der Zeit kommen Risiken.

Deshalb muss man ja Zinsen für geliehenes Kapital zahlen. Echte negative Zinsen sind da eigentlich ausgeschlossen. Oder betrügerisch.

Die Zeit bringt Krisen, Probleme, Herausforderungen, Rückschläge mit sich. Und natürlich auch den grimmigen Prozess des Alterns, des Abbaus und des Zerfalls.

Im Laufe der Zeit bricht alles weg. Wir sind zuversichtlich, zum Beispiel, dass es nicht zu lange dauern wird, bis der Markt, insbesondere der Aktienmarkt, massiv einbrechen wird.

US-Unternehmensgewinne sinken. Das BIP sinkt. Die Produktivität bricht ein. Und zwar schon so lange, wie dies seit den 1970er Jahren nicht der Fall war.

Und auch das CAPE-Ratio (was ja die Aktienkurse in Relation zu den Unternehmensgewinnen der letzten zehn Jahre setzt) stand nur drei Mal in den letzten 100 Jahren höher. Und zwar 1929, 2000 und 2007.

Neumodischer „Stimulus“

Der Einbruch am Aktienmarkt wird neue Rufe nach noch mehr fiskalischen Impulsen und Geld aus Hubschraubern produzieren. Wahrscheinlich liegen diese Hilfe-Rufe schon alle fertig geschrieben da.

Um es kurz zu erklären: fiskalische Impulse werden dann von neuer staatlicher Kreditaufnahme und Ausgaben kommen. Das Staatshaushaltsdefizit wird weiter aufgebläht.

„Helikopter-Geld“ wird mittels Zentralbankgeldschöpfung direkt finanziert. Da erhöht sich das Haushaltsdefizit um keinen einzigen Dollar.

Und es wird nicht lange dauern, ehe bei der nächsten Rezession weitere Rufe ertönen werden. Und zwar die Rufe nach massiven Investitionen in Infrastrukturprojekte. Natürlich werden dann in dem Kontext auch Schätzungen aus den Schubladen gekramt, dass sich diese Projekte sehr wohl schnellst abzahlen werden.

Die Zahlen sind reiner Unsinn. Ohne reale Kapitalkosten und einer Möglichkeit, den „output“ zu ermitteln, basieren all diese Berechnungen nur auf Fiktion.

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Über den Autor
Bill Bonner

Im Jahr 1978 gründete Bill Bonner das Unternehmen, welches heute als Agora Inc. bekannt ist.

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