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S&P 500 und Russell 2000: Mittelfristig weiter abwärts

Im Vergleich zur Vorwoche fiel der S&P 500 nicht sehr viel. Der amerikanische Leitindex verzeichnete einen Rückgang von 0.34%.

Allerdings sagt diese Zahl alleine nicht viel aus, hatten wir doch auch ein paar sehr starke Tage im Zuge der FED-Entscheidung.

Abbildung: Aktueller Wochenchart des S&P 500

Russel2000_Wochenchart

(Quelle: Stockcharts)

Fakt ist zum Schluss der letzten Woche jedoch, dass der Kurs im Chart weiter mittelfristig abwärts gerichtet ist. Ein wichtiger Boden wurde bereits gebrochen und letzte Woche gelang es trotz der FED-Entscheidung nicht, diesen zu verteidigen.

Dazu kommt, dass am Freitag nicht nur eine deutliche Abwärtsbewegung im S&P 500 stattfand, sondern diese (wohl auch durch den Verfalltstag) unter deutlich erhöhtem Volumen eintrat.

Abbildung: Aktueller Tageschart des S&P 500

S&P_Tageschart

(Quelle: Stockcharts)

Kurzfristig ist der Markt damit zwar spürbar überverkauft und es können immer wieder Tage der Erholung auftreten. Mittelfristig sollten Sie sich jedoch davon nicht täuschen lassen.

Denn für weitere Schwäche spricht auch die Situation im Russell 2000. Bei den Small Caps kam es erst gar nicht zu einer Erholung wie beim S&P 500.

Abbildung: Aktueller Wochenchart des Russell 2000 Index

Russel2000_Wochenchart

(Quelle: Stockcharts)

Viel mehr scheint es so, als wolle auch der Russell 2000 weiter abtauchen.

Die kleine „Erholung“ vom Dienstag und Mittwoch letzte Woche war jedenfalls nicht wirklich von Bedeutung. Denn am Donnerstag und am Freitag ging es gleich wieder nach unten.

Abbildung: Aktueller Tageschart des Russell 2000 Index

Russel2000_Tageschart

(Quelle: Stockcharts)

Doch auch der innere Markt gibt weiter klare Warnsignale

Innerer Markt: Kurzfristige Entlastung und mittelfristig mehr Ärger?

Werfen wir zunächst einen Blick auf den VIX. Hier scheint sich ein neuer Aufwärtstrend zu bilden. Zumindest haben wir hier steigende Hochs und Böden (siehe orangener Kanal). Und alleine am Freitag legte der VIX rund 9% zu.

Abbildung: Aktueller Tageschart des VIX

VIX_Tageschart

(Quelle: Stockcharts)

Für eine kurze Erholung spricht jedoch die Situation im„Prozent der 10“-Index. Wir sind kurzfristig spürbar überverkauft, so dass eine Zwischenerholung wenig überraschend sein sollte.

Abbildung: Aktueller P&F-Chart des „Prozent der 10“-Index

Prozent10_PFChart

(Quelle: Stockcharts)

Mittelfristig bleibt die Lage jedoch klar angeschlagen. Der NYSE BP Index zeigt weitere Schwäche an und ist in einer O-Spalte. Mit einem Stand von über 40 Punkten hat der Index auch durchaus noch die Möglichkeit, weiter nach unten zu fallen.

Abbildung: Aktueller P&F-Chart des „NYSE BP Index“

Nyse_PFChart

(Quelle: Stockcharts)

Vor diesem Hintergrund lässt sich hier auch ein relativ klares Fazit ziehen.

Lassen Sie sich nicht zu sehr von ein paar guten Tagen an den Märkten in die Irre führen, sondern achten Sie stets auch auf das mittelfristige Bild. So lange sich dieses nicht stabilisiert, sollte es nur eine Frage der Zeit sein, bis der mittelfristige Trend abwärts wieder greift.

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Über den Autor Alexander Hahn

Alexander Hahn stieß Ende 2007 zum Investor Verlag und ist Chefanalyst des kostenlosen Newsletters Value Daily.

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