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Rezessionssorgen vom Jahresanfang waren unbegründet

Überaus freundlich zeigten sich die internationalen Aktienmärkte in der letzten Woche. Vor allem der starke Ölpreis unterstützte nicht nur Ölunternehmen wie z.B. eine unserer Basispositionen.

Daneben wirkte positiv, dass die Analysten offensichtlich das erste Quartal zu pessimistisch eingeschätzt hatten. Wichtige US-Unternehmen wie Alcoa oder General Motors übertrafen bei Gewinn und Umsatz die Markterwartungen.

So konnte der DAX seit Beginn der Woche um fast 5 % zulegen. Der EuroStoxx 50 kam um 4,4 % voran. Gefragt waren zudem erneut die Edelmetalle. Gold verteuerte sich um 1 %.

Ölpreis auf 5-Monats-Hoch – Ergebnislose Doha-Gespräche wirken sich nicht aus

Die Ölnotierungen haben vergangene Woche einen regelrechten Höhenflug veranstaltet und sind auf mehrmonatige Höchststände gestiegen. Zunächst belasteten noch die ergebnislosen Verhandlungen der OPECStaaten und Russlands in Doha.

Mit dem Scheitern der Gespräche über eine Begrenzung der Ölförderung waren die Preise schwach in die Woche gestartet. Doch die Enttäuschung währte nicht lange. Vom Tief zur Eröffnung am Montag verteuerte sich Öl der Sorte Brent um rund 15 %.

Gegenwärtig beobachte ich am Ölmarkt einen Stimmungsumschwung. Auch das Anfahren der Produktion in Kuwait nach einem Streik konnte den Ölpreis nicht mehr drücken. Rücksetzer werden gegenwärtig am Ölmarkt ganz offensichtlich von den Investoren als Kaufgelegenheit wahrgenommen.

Im Hintergrund wirkten erneute Förderkürzungen in den USA. Insgesamt fördern die US-Unternehmen so wenig wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Gleichzeitig ist die globale Nachfrage keineswegs rückläufig. Zu Recht folgerten daraus die Investoren, dass gegenwärtig kein Rezessionsrisiko für die Weltwirtschaft besteht.

Edelmetalle weiter gefragt – EZB bekräftigt Nullzinspolitik

Indessen hat EZB-Chef Mario Draghi die ultra-lockere Geldpolitik im Rahmen der üblichen EZB-Ratssitzung bestätigt. Danach können die Investoren auch in den kommenden Monaten mit einer Fortsetzung der Nullzinspolitik rechnen.

Unter Umständen ist sogar eine weitere Ausweitung der Anleihenkäufe über die Börse denkbar, so Mario Draghi. Seine Aussagen schoben sowohl die Edelmetalle wie auch die europäischen Aktienmärkte zusätzlich an.

Die nächsten Wochen werden angenehm für uns. Die US-Berichtssaison hat sich ausnehmend positiv angelassen. Der Pessimismus zu Beginn des Jahres war nicht gerechtfertigt. Ab Ende Mai freilich dürfte es am Aktienmarkt wieder ruhiger zugehen, wenn die Investoren den Brexit-Entscheid (23. Juni) der Briten erwarten.

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Über den Autor Alexander von Parseval

Der Augsburger Vermögensverwalter entstammt einer alten französischen Bankiersfamilie, deren Wurzeln bis in die Spätrenaissance zurückreichen.

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