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Kein wirklicher „Super Tuesday“

BALTIMORE – Wow!

In jüngster Vergangenheit hat sich der Aktienmarkt mehr als nur wacker geschlagen.

Was steckt dahinter?

Ist das der Anfang eines echten Comebacks?

Sagt der Markt uns etwa, dass Janet Yellen doch richtig liegt?

Vielleicht ist die Wirtschaft ja wirklich stärker als wir denken. Zu Beginn des Jahres sah es so aus, als ob der Aktienmarkt künftige Probleme signalisieren würde.

In den letzten 50 Jahren lag bei einem Kursrückgang von mehr als 15 Prozent am US-Aktienmarkt die Rezessionswahrscheinlichkeit bei mehr als 60 Prozent.

Ohnehin dachten wir, dass eine Rezession ansteht; der Aktienmarkt schien dies nur zu bestätigen.

Aber wer weiß?

Wir warten ab, um es herauszufinden.

Das auserwählte Volk

In der Zwischenzeit werfen wir weiter einen Blick auf „Deep State“… die „Schattenregierung“, die wirklich das Sagen und die Kontrolle hat.

Nachdem Chinas Führer Deng Xiaoping gesagt hatte, dass es ruhmreich sei, reich zu werden… die Berliner Mauer gefallen war … und der Politologe Francis Fukuyama das „Ende der Geschichte“, verkündet hatte, glaubten die Amerikaner naiverweise, dass die Welt sich in die gleiche Richtung weiterentwickeln würde – nämlich auf uns zu.

Wir waren das auserwählte Volk … das außergewöhnliche Land … die Nation, auf die der Rest der Welt aufsah, danach strebte, so zu sein, und nicht ohne leben konnte.

Zum Beispiel hatten wir wenig Zweifel daran, dass es nur eine Frage der Zeit war, ehe China – vom unbarmherzigen Griff des globalisierten Kapitalismus umschlungen … und verseucht mit Absolventen von Wharton und Harvard Business School – schon bald ähnlich wie die USA werden würde.

Bald würden auch die Chinesen alberne TV-Shows anschauen. Achtspurige Autobahnen würden die großen Städte miteinander verbinden … und auf den Werbeplakaten machen Winkeladvokaten Jagd auf Krankenwagen.

Es würde McMansions geben … gekauft mit Krediten, die 110 Prozent des Immobilienwerts ausmachen … und Chicken McNuggets an jeder Straßenecke.

Auto-Darlehen, Studentendarlehen und Überbrückungskredite würden auch nicht weit weg sein. Und Unternehmenschefs würden den Markt dreist manipulieren und s ich unverdientermassen Boni zuschustern… alles mit unwirklichem Geld, ausgeliehen zu unwirklich tiefen Zinssätzen von skrupellosen Bankern.

Die Chinesen würden sicherlich auch bald eine Vierte Gewalt entwickeln – eine freie Presse, die den Schmutz der Politiker und Bürokraten aufdecken … und dann wieder ruhig zurück unter den Teppich kehren würde.

Und die Demokratie?

Die Flamme unter dem Topf der Freiheit brennt in China wie in Amerika. Es würde nur eine Frage der Zeit sein, bevor diese auch in China mit Wahlen überkocht … mit törichten Kandidaten, die immer mehr und mehr vom Geld der anderen Leute sprechen … bis die Wähler schließlich vollständig abgekocht sind.

Aber was für ein Schock!

Anstelle dessen, dass die Chinesen immer mehr wie wir werden, werden wir immer mehr wie sie.

Und hier konzentrieren wir uns auf DEN einen kritischen, entscheidenden Aspekt: ​​

Sie haben die Kommunistische Partei, die die Show am Laufen hält.. Wir haben „Deep State“, der das Kommando innehat.

Kein wirklicher Super-Dienstag

Die Leute wollen immer mehr Reichtum und Macht auf einfachste Art und Weise bekommen. Und der einfachste Weg ist, es von anderen Menschen zu nehmen.

Das ist die Rolle der Regierung – die einzige Institution, der es erlaubt ist zu stehlen und zu töten.

Der Pistolenrauch der amerikanischen und französischen Revolutionen verdeckte diese brutale Realität. Sie zeigten, dass man wirklich die meisten Menschen die meiste Zeit täuschen kann.

Man muss nur das einfache Volk davon überzeugen dass es eine Rolle in der Regierung spielen kann. Es wird nicht nur in der Schlange vor den Wahllokalen vor der Morgendämmerung stehen… wie es in Virginia vergangene Woche am sog. „Super Today“ geschehen ist.

Es wird auch bereit sein, die Söhne in eure Kriege zu schicken und sterben zu lassen … und mehr Steuern zahlen, und auch glauben, dass alles nur zur zum eigenen Besten ist!

Deutschlands erster Reichskanzler, Otto von Bismarck, erklärte, wie die kleinen Leute in Schach zu halten sind: Man muss versprechen, dass man sich um sie kümmert: von der Wiege bis zur Bahre.

Dann kann man sie besteuern … vom Steuergeld kann man Ihnen anschließend etwas zurückgeben in Form von Sozialprogrammen.

Eine neue Macht

Bis zum 19. Jahrhundert war die Hauptquelle des Reichtums Land.

In Europa war es im Eigentum einiger weniger reicher „Rentiers“ und bewirtschaftet von vielen armen Bauern.

Sie hatten nicht genug Stimmen, um Ihren Reichtum an der Wahlurne zu schützen. Und sie hatten nicht genug Reichtum, um sie vor den Hinterzimmern und den verrauchten Räumen zu schützen.

Eine neue Kraft und neuer Reichtum kam in den Städten und Fabriken auf. Unverdienter Reichtum“ oder unfaire „Mieten“ konnten da nicht mithalten. Das bekam einen schlechten Ruf. Die neue Sache war „freie Marktwirtschaft.“ Und es machte die Gesellschaft reicher.

Das war eine andere Art von Reichtum. Diese kam von der Arbeit, Geschick und Investitionen. Man musste es sich verdienen.

Die neuen Reichen häuften neuen Reichtum an. Sie nahmen nicht nur Reichtum weg von den werktätigen Massen. Die alten Reichen – in ihren ungeheizten Buden mit löchrigen Pullovern und leeren Bankkonten sitzend – haben keinen Reichtum geschaffen und hinzugefügt.

Die Landbesitzer verloren Macht. Nach und nach wurden die großen Güter – von denen viele Diebstähle und Eroberungen aus dem Mittelalter waren – aufgeteilt und weg-besteuert.

Und für eine Weile – als sie frisch und neu war – schien die Demokratie zu funktionieren. Die „tote Hand“ der Vergangenheit fiel weg. Die alten Rentiers wurden entfernt.

Aber die Regierung war immer noch im Geschäft. Intelligente Menschen entdeckten bald, diese für ihre Zwecke zu benutzen

… Und eine neue Klasse von Rentiers entstand …

Mehr dazu später…

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Über den Autor Bill Bonner

Im Jahr 1978 gründete Bill Bonner das Unternehmen, welches heute als Agora Inc. bekannt ist.

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