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In 2017 wird ein frischer Wind wehen, auch an den Finanzmärkten

Am Ende eines Handelsjahres ist es an der Zeit, dieses auch ein wenig Revue passieren zu lassen. Wir hatten ein sehr aufregendes 2016 und es gibt einige maßgebliche Ereignisse, die unseren Handel bestimmt haben. Alle aufzuzählen würde den Rahmen an dieser Stelle sprengen, doch gibt es Dinge, die wir nicht so schnell vergessen werden.

Fangen wir bei dem englischen Referendum an, der zum Brexit führen wird. Noch ist er nicht vollzogen und keiner weiß so richtig, wie es sein sollte. Auf jeden Fall werden die englischen Oberhäupter nicht mehr zu den europäischen Versammlungen eingeladen.

Das hat dem GBP (Great British Pound) einen heftigen Stich gegeben. Der Preisverfall war enorm. Gegenüber dem USD ging es in wenigen Minuten von 1,54 auf 1,28 abwärts. Das erinnert stark an den 15.01.2015, als die Marke von 1,20 des EUR/CHF von der SNB aufgegeben wurde und der Devisenmarkt verrückt spielte.

Britisches Pfund: Wie wird es weitegehen?

Es stellt sich natürlich jetzt die Frage, wie es weitergehen soll. Mit der Zeit ist das ganze Geschehen ein wenig im Sande verlaufen und keiner denkt mehr so richtig an dieses wichtige Ereignis. Es wird aber definitiv ein Thema für das Jahr 2017 werden.

Zum einen schuldet Großbritannien der EU eine Menge Geld, welches aktuell nicht bezahlt werden kann. Zum anderen hat das Referendum enorme innerpolitische Kausalketten ausgelöst.

Irland, Schottland und Wales sind absolut gegen das Ergebnis des Referendums, welches nur auf freiwilliger Basis durchgeführt wurde. Die wirtschaftlichen Auswirkungen werden enorm sein. Daher ist es immer noch zu bezweifeln, ob es zu einem „Brexit“ kommen wird.

Berechenbarer wird es nicht

Selten gab es eine so dreckige Schlammschlacht bei den US-Wahlen. Das Wort Respekt vor dem anderen wurde wirklich vermisst. Fakt ist: Das meiste Geld hat gewonnen und Donald Trump ist seit dieser Woche tatsächlich der neue US-Präsident, die Wahlmänner haben es bestätigt.

Auffällig ist, dass er keine typischen Politiker um sich schart. Es sind Wirtschaftsgrößen und Militärexperten. Auch ist es kein Geheimnis mehr, dass Russland in die Wahlen eingegriffen hat. Trotzdem sagt niemand etwas. Wer sollte auch?

Auf jeden Fall könnte die neue Beziehung Trump – Putin ein wenig Entspannung in unsere Politik bringen. Zudem ist Donald Trump ein Geschäftsmann und kein Politiker. Er ist Milliardär und unbestechlich. Geld hat er genug. Sogar auf sein Honorar hat er verzichtet.

Auf jeden Fall wird ein neuer frischer Wind in 2017 wehen. Es werden andere Wege eingeschlagen werden, aber berechenbarer wird die Gesamtlage nicht.

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Über den Autor Daniel Fehring

Daniel Fehring entdeckte schon in frühen Jahren seine große Leidenschaft für die Finanzwelt und hat das Traden als Börsenhändler von der Pieke auf gelernt.

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