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Handelsstile: Kurzfristige Spekulation

 

in den letzten zwei Wochen beschrieb ich bereits zwei Gruppen von Anlagestilen bzw. von Anlegern.

Heute füge ich dieser noch eine letzte Gruppe, die der kurzfristigen Spekulanten, hinzu.

 

Was ist ein kurzfristiger Spekulant?

Ich definiere einen kurzfristigen Spekulanten als einen Anleger, der mit einem Zeithorizont von Minuten bis max. ein paar Tagen agiert.

Natürlich gibt es auch hier wieder verschiedene Stile, aber zunächst ein paar Gemeinsamkeiten:

  • Kurzfristige Trader/Spekulanten machen sich in der Regel nur sehr wenig bis gar nichts aus den Fundamentaldaten eines Unternehmens. Ausnahmen gibt es nur wenige oder wenn eben ein Bericht oder Wirtschaftsdaten anstehen, die es zu traden gilt.
  • Handelsentscheidungen derart kurzfristiger Natur werden mittels technischer Analyse und Sentiment getroffen
  • Kurzfristige Trader verbringen oft den Tag am dem Schirm, denn erfolgreiches Daytrading ist in der Regel ein Vollzeitjob
  • Erfolgreiche kurzfristige Spekulation stellt hohe Anforderungen an die Psyche des Anlegers (Frustrationsschwelle, Bescheidenheit, Disziplin, u.v.m.), der die wenigsten Anleger gewachsen sind bzw. welche die wenigsten Anleger ernsthaft lernen möchten.

Für die meisten Privatanleger, die vollzeitig berufstätig sind, eignet sich eine derartige kurzfristige Vorgehensweise meist nicht. Zwar zieht es gerade sehr viele Börsenanfänger an das Daytrading heran (scheint doch hier die schnellste Rendite zu winken), doch meist kommen diese Anfänger eben aus den oben genannten Gründen nicht über ein „versuchtes Zocken“ hinaus.

Kurzfristige Spekulanten gibt es in den verschiedensten Formen.

Manche traden nur einzelne Werte (etwa Indizes), andere spezialisieren sich auf den Handel von Nachrichten und deren Folgeereignissen. Wieder andere handeln Trends auf sehr kurzen Zeitfenstern. Andere wiederum „schneiden“ sich aus Bewegungen nur ein Stück heraus und stellen ihre Positionen bereits wieder glatt. Möglichkeiten gibt es sehr viele auch in diesem Bereich.

Ziel meiner Erläuterungen hinsichtlich der Handelsstile war sicherlich keine enzyklopädische Beschreibung, sondern viel mehr ein kurzer Überblick für den ein oder anderen Anfänger, der sich noch nicht sicher ist, in welchen Bereich es ihn/sie am ehesten zieht.

Ab morgen werde ich mit Schritt #3 des „Investmentlehrplans“ fortfahren.

 

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Über den Autor Alexander Hahn

Alexander Hahn stieß Ende 2007 zum Investor Verlag und ist Chefanalyst des kostenlosen Newsletters Value Daily.

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