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Der Wochenrückblick an der Börse: Euro pfui, DAX hui

Trotz der Terroranschläge in Paris und der Terrorgefahr in Hannover legt der DAX zu, während der Euro weiter Verluste macht gegenüber dem US-Dollar.

Der DAX wird sich wohl mit einem ordentlichen Gewinn aus der Handelswoche verabschieden. Nach den tragischen Terroranschlägen in Paris am vergangenen Freitagabend rechneten viele Marktbeobachter mit einem deutlichen Kursabschlag zum Handelsauftakt am Montag. Der DAX eröffnete Montagmorgen dann auch bei knapp über 10.600 Punkten und damit auf dem Niveau des Freitagtiefs, konnte sich dann aber von dieser wichtigen Kursunterstützung bei 10.600 Punkten nach oben abstoßen. Im Laufe des Tages nahm der DAX auch die nächste Hundertermarke und stieg im Hoch auf bis zu 10.764 Punkte. Dieser Aufwärtsimpuls sollte sich über die Woche noch verstärken. Dienstag eröffnete der DAX gleich oberhalb von 10.800 Punkten, Mittwoch oberhalb von 10.900 Punkten.

Der DAX überspringt die 11.000 Punkte

Am gestrigen Donnerstag war es dann schließlich soweit: Der DAX eröffnete das erste Mal seit dem 17. August wieder oberhalb der 11.000-Punktemarke und setzt damit ein deutliches Zeichen für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends, der in den vergangenen Wochen in einer ausgedehnten Seitwärtsphase ins Stocken geriet. Die Frage ist allerdings, ob es gleich am Montag weiter geht mit dem Trend, oder ob die DAX-Bullen nach diesem Kräfteakt erst einmal verschnaufen müssen.

Denn am heutigen Freitag ist die Unentschlossenheit der Anleger groß: Zwischen Eröffnungs- und (voraussichtlichem) Schlusskurs werden eventuell sogar weniger als 10 Punkte liegen. Ist das der Fall, haben wir es mit einem Doji als Tageskerze zu tun, die genau dann entsteht, wenn Eröffnungs- und Schlusskurs extrem eng beieinander sind. Für sich alleine genommen ist eine Doji-Kerze nicht aussagekräftig.

Chart: DAX

Setzt sich der Aufwärtstrend nächste Woche fort?

In der aktuellen Kurskonstellation und mit Blick auf die bis gestern starke Widerstandsmarke bei 11.000 Punkten allerdings kann die Doji-Kerze durchaus bedeuten, dass den Käufern erst einmal die Puste fehlt, um am Montag gleich das nächste Kursfeuerwerk im DAX zu entzünden. Charttechnisch gesehen wäre ein Test der 11.000-Punktemarke von oben sogar wünschenswert, um diesen wichtigen Wert als Unterstützung zu bestätigen.

Es kann aber auch sein, dass am Montag die Mehrheit der Anleger auf der Käuferseite platziert ist, nachdem gestern mit Sicherheit viele Short-Stopps knapp oberhalb der 11.000er-Marke ausgelöst wurden. Das wiederum würde den Kurs zum Wochenauftakt ordentlich in die Höhe treiben.

Der Euro fällt unter 1,07USD

Fast spiegelbildlich zum DAX, nur auf dem Kopf, verhielt sich der EUR/USD-Kurs diese Woche. Der Euro setzte seine Talfahrt gegenüber dem US-Dollar fort, und beugt sich damit dem gegensätzlichen Druck der US-amerikanischen und europäischen Notenbank.

Chart: EUR/USD

Am Mittwoch fiel der Euro auf 1,0617USD und damit auf den tiefsten Stand seit April. Donnerstag konnte sich die Gemeinschaftswährung zwar wieder etwas erholen, der Abwärtstrend bleibt allerdings ungebrochen. Heute ging es dann auch gleich wieder abwärts mit dem Kurs. Das macht weitere Kursverluste in der nächsten Woche sehr wahrscheinlich. Das nächst tiefere Tief, das als Kursziel dienen könnte, liegt bei 1,0521 (13. April), dicht gefolgt vom Jahrestief bei 1,0463 (13. März).

USD/JPY Long: Günstige Einstiegschancen

Einen schönen Aufwärtstrend gibt es derzeit im USD/JPY. Nach extremen Kursverlusten im Spätsommer steigt der US-Dollar, Fed sei Dank, seit Mitte Oktober wieder an und konnte seitdem mehr als 5% Kursgewinne gegenüber dem Yen machen. Am Mittwoch stieg der US-Dollar auf ein neues Dreimonatshoch bei 123,76JPY, fiel zum Ende der Woche dann aber wieder ab und notiert aktuell bei 122,79JPY. Damit ist der Long-Einstieg momentan günstig. Der Aufwärtstrend ist weiterhin intakt und nach dem nächsten Kursziel beim Mittwochshoch winken auch schon die 124JPY.

Chart: USD/JPY

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Über den Autor Thomas Kallwass

Thomas Kallwass ist unser Spezialist für alternative Investment-Chancen. Seine Handelsstrategien sind wissenschaftlich untermauert.

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