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Der Trump-Effekt … und die Geheimnisse des Investor´s Daily-Redakteurs

Wie jeden Montag schauen wir uns den Dax der Vorwoche an. Vom Freitagsschlusskurs, 28. Oktober 2016 bis zum Freitagsschlusskurs vom 4. November verliert der Dax satte 4,09 Prozent, nachdem er in der Vorwoche 0,14 Prozent zulegen konnte.

Der Dax schloss letzten Freitag bei 10.259 Punkten.

Chart Dax

Machen wir es kurz, letzte Woche betitelte ich den Montags-Beitrag „Miss Börse wählt den steinigsten Kurs-Weg für die Dax-Anleger“ … und so sah es auch letzte Woche aus.

Und wenn wir einmal ein Stück beiseite treten, sieht es das ganz Jahr so aus. Unsicherheit, geboren aus der wohl „dreckigsten“ Präsidentschaftswahl aller Zeiten, sind Gift für die Börsen und uns Anleger (und Spekulanten).

Der Trump-Effekt: Sell the rumours, buy the facts?

Sie kennen vielleicht den Spruch: “Buy the rumours, sell the facts” … „Kaufe die Gerüchte, verkaufe die Fakten. Soll heißen: Wenn zum Beispiel über ein Unternehmen im Vorfeld der Herausgabe von Quartalszahlen, das Gerücht kursiert, selbiges Unternehmen wird „herausragende“ Zahlen liefern, dann steigt der Aktienkurs des Unternehmens.

Wenn die Quartalszahlen dann tatsächlich veröffentlicht werden, ist es an der Zeit zu verkaufen, da der Aktienkurs ja eben im Vorfeld in vielen Fällen leicht überhitzt war.

Ähnlich KÖNNTE es aktuell aussehen … nur auf einem fast schon globalen Niveau. Die Börsen spielten in letzter Zeit öfter die Trump-Karte. Immer wenn der republikanische Kandidat ein paar Punkte in der Wählergunst gutmachen konnte, dann fiel die Börse. Das Gerücht oder die „Vermutung“ dieser Mann könnte der nächste „mächtigste Mensch der Welt“ werden, sorgte stets für Anspannung an den Börsen.

So auch letzte Woche. Das geht zwar nicht auf das Konto möglicher guter Ideen („lasst uns einen Zaun bauen“ …), sondern eher auf die E-Mail-„Affäre“ von Frau Clinton zurück.

Heute schwächt das FBI diese Affäre und verzichtet laut Berichten auf ein Ermittlungsverfahren. Damit hat Madame Clinton wieder die Nase vorn … und auch die Börse. Sie werden sehen: „Irgendwas“ Dramatisches kommt die nächsten Stunden noch zutage, was die Wähler beeinflussen soll (und wird). Möglicherweise … jetzt fallen mir so viel Sachen ein, die ich noch so sardonisch schreiben könnte, aber nicht darf … aber ich verrate Ihnen, weshalb ICH nie US-Präsident werden kann.

Warum Tom Firley niemals US-Präsident werden kann

Falls ich mal als Kandidat zum US-Präsident aufgestellt werde, habe ich erstmal gute Karten. Ich bin ehrlich (hm, ob das hilfreich ist?), wäre ein halbwegs attraktiver Durchschnitts-Typ (wenn ich frisch von meiner Friseurin komme, 10 Kilo abnehme, meine Frau mir meinen Anzug aussucht und ich meine Kartoffelnase mal retuschieren ließe) mit langsam ergrauendem Haar und bin sogar mal als Schauspieler auf diversen Theater-Bühnen gestanden (das wäre garantiert hilfreich!).

Nur ein Punkt dürfte mir das Wahlergebnis versauen und meine Karriere-Chance als US-Präsident wäre dahin. Ich verrate es Ihnen schon einmal im Vorfeld. Es ist ein großes Geheimnis, welches noch nicht einmal wirklich meine Kinder kennen.

Ich hasse Schrumpelfinger.

Wenn ich in der Badewanne liege (was eher selten vorkommt, da ich lieber dusche), dann stecke ich meine Hände NICHT ins Bade-Wasser! Ich kann das Gefühl der Schrumpelfinger einfach nicht ertragen.

Okay, das sieht leicht tuntig aus, wie meine Gattin mir in solchen (seltenen) Situationen gerne bestätigt (nun gut, immerhin würde das dann bei einer gewissen Wählerschaft für Sympathie sorgen) … aber was würde da mein US-Präsi-Gegner bei einem TV-Duell draus machen?

Können wir einem Menschen trauen, der seine Hände nicht in reines Wasser legen möchte?

Ist Firley ein Außerirdischer, der sofort explodiert, wenn seine Hände zu nass werden?

What´s wrong with Firley?

Was hat Firley zu verbergen?

Dann würde mich der Gegenkandidat dazu auffordern, öffentlich ein Bad zu nehmen und schon würden meine Chancen in den Keller rauschen. Mutmaßungen würden sich in den Schlagzeilen überschlagen:

„Firley als Kind in die Badewanne gezwungen!“

„Firley wäscht seine Hände nicht in Unschuld“

„Ist Firley ein Weichei?“

Okay, liebe Leser. Ich könnte auch einen Roman draus machen.Und VIELLEICHT halten Sie mich jetzt gerade für albern.

EINE DRINGENDE BITTE AN SIE, liebe Leserin, lieber Leser.

Doch wenn Sie sich den ganzen Wahlkampf zum mächtigsten Mensch der Welt einmal anschauen: Finden Sie als mitdenkender Mensch die ganze Show nicht auch etwas albern?

Was Herr Trump irgendwann mal über Frauen gesagt hat … würde ihn das zu einem schlechten Präsidenten machen? (mal nebenbei: welcher Mensch hat das andere Geschlecht nicht zumindest einmal in seinem Leben dorthin gewünscht, wo der Pfeffer wächst?)

Da gäbe es wohl genug andere Gründe, weshalb er sich nicht unbedingt zum mächtigsten Menschen der Welt eigne …

Kann Frau Clinton etwas dafür, dass ihr Mann vor vielen Jahren (laut Berichten) einmal den Geschmack einer Zigarre etwas unkonventionell verfeinern wollte? Da gäbe es wohl genug andere Gründe, weshalb sie sich nicht unbedingt zum mächtigsten Menschen der Welt eigne …

Und jetzt stelle ich Ihnen eine ernsthafte Frage: Wer wird morgen gewinnen? (das ist nicht die Frage). Der bessere Kandidat oder der weniger schlechte Kandidat (das ist die Frage).

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Über den Autor Tom Firley

Der gebürtige Kölner Thomas Firley hat in Rosenheim Betriebswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit Anfang 2006 für den Investor Verlag.

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