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An alle Untergangs-Propheten: Die Börse wird überleben!

Börsen-Experte Mick Knauff reicht es: Genervt von all dem Crash-Gerede der Untergangs-Propheten hält er ein leidenschaftliches Plädoyer für Börsen-Optimismus. Seine Überzeugung einer positiven Zukunft für Anleger speist sich aus 30 Jahren Börsen-Erfahrung.

Heute entführe ich Sie einmal in den alten Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt. Den bekommen Sie heutzutage kaum noch zu sehen – denn die meisten Berichte werden im neuen großen Handelssaal gedreht. Der kleine Ausflug hat seinen Grund.

Am Wochenende war ich auf dem Investor Gipfel in München. Dort waren auch drei, vier Kollegen Gastredner. Und das waren ausgesprochen pessimistische Zeitgenossen, die jederzeit Weltuntergangsstimmung verbreiten.

Der Crash stünde vor der Tür, ganz sicher heute, und wenn nicht, dann aber spätestens morgen. Alles wird immer negativ interpretiert und wenn überhaupt, dann sollte man sein Geld höchstens in Gold und Silber investieren.

Immobilien kommen höchstens ins Spiel, wenn es darum geht, das Gold und Silber im totsicher kommenden Crash zu investieren. Aktien – das geht bei den Kollegen gar nicht. Und das geht mir gehörig gegen den Strich.

Gold kann in bestimmten Situationen ein tolles Investment sein – langfristig sind Aktien aber klar besser

Denn Sie wollen doch wie die meisten Menschen Ihr Vermögen mehren, wachsen sehen und nicht Stillstand haben. Was haben denn die Goldbugs in den vergangenen Jahren erreicht? Bei vielen fast eine Halbierung des Investments.

Ja, auch das ist das angeblich so sichere Gold. Verstehen Sie mich nicht falsch: In meinem Klartext-Depot empfehle ich auch Gold und Silber. Aber doch bitte nicht als allein selig machendes Investment, sondern als Depotbeimischung als ein Investment von vielen.

Zur richtigen Zeit empfohlen – so wie von mir Ende 2015 – können Sie damit ordentlich Geld machen. Aber mit Aktien war in den vergangenen Jahren noch viel mehr Gewinn drin.

Wissen Sie, solche Untergangspropheten kenne ich seit den 80er Jahren, seit ich an der Börse aktiv bin. Damals wurde noch im alten Saal gehandelt, in dem ich heute stehe. Und wie der tägliche Börsenhandel im großen Handelssaal zeigt, gab es den schon damals vorhergesagten endgültigen Crash bis heute nicht.

Recht hatte bis heute keiner der Krisenpropheten, obwohl der Endzeit-Crash schon damals angeblich kurz vor der Tür stand. Sicherlich gab es mal größere Korrekturen und auch bei der Finanzkrise hatte der eine oder andere Untergangsprophet nach 20 Jahren mal kurzzeitig Recht.

Doch auch in der Finanzkrise wurden die Kollegen nicht müde zu betonen, dass alles noch viel schlimmer kommen würde. Doch es kam nicht schlimmer. Aktien und Immobilien kosten so viel wie nie, während Gold und Silber von ihren Hochs noch gut 45% bis 150% entfernt sind. So gut investiert es sich offensichtlich nicht, wenn Sie auf Krisenpropheten hören.

Die Krisenpropheten haben manchmal auch Recht – verpassen dann aber den Wiedereinstieg!

Jedesmal, wenn der Markt ein wenig nachgibt und die Krisenpropheten frohlocken, gibt es tolle Einstiegsgelegenheiten für Sie. Ob das 2008, 2009 oder 2011 war – oder die vergangene Woche – stets konnten Sie Schnäppchen machen, die sich langfristig auszahlen werden.

Doch wann haben Sie von einem Crashpropheten je den Tipp zum Wiedereinstieg bekommen? So einen Tipp kriegen Sie nie – denn im Denken eines Crashpropheten kann es morgen nur noch schlimmer werden. Dabei kennt die Börse langfristig nur den Weg nach oben. Etwas anderes ist bei 3% bis 4% Weltwirtschaftswachstum auch gar nicht möglich.

Ich sehe das so: Wenn die Untergangspropheten Recht behalten und wir in einigen Jahren durch eine apokalyptische Welt wie in „The Walking Dead“ wandeln, dann helfen Ihnen australischen Lunar Goldmünzen ebenso wenig wie die für einige Monate reichenden Lebensmittel-Konserven.

Dann haben wir alle im wahrsten Sinne des Wortes Pech gehabt und es gibt nichts, was Sie als Vorbereitung darauf tun könnten. Warum also im Jetzt Chancen opfern um sich auf einen Untergang vorbereiten, auf den es keine Vorbereitung geben kann?

Wir sehen uns auf dem Börsentag in Stuttgart am 24. September!

Darüber spreche ich mit Ihnen übrigens auch gern am kommenden Samstag auf dem Börsentag in Stuttgart im Haus der Wirtschaft. Melden Sie sich am besten jetzt gleich an unter www.boersentag-kompakt.de/stuttgart – einfach hier klicken.

Der Eintritt ist frei. Von 9:30 bis 16 Uhr finden Sie mich vorn im Foyer auf der kleinen Empfangsbühne. Dort moderiere ich den Tag, lade mir Gäste ein, stelle kritische Fragen und gebe auch Antworten auf zum Beispiel Ihre Fragen. Wir sehen uns am 24. September in Stuttgart.

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Über den Autor
Mick Knauff

Mick Knauff ist seit mehr als 20 Jahren an der Börse aktiv. Seit mehr als 15 Jahren begleitet er das tägliche Börsengeschehen journalistisch und war am Aufbau mehrerer Börsen-Nachrichtenredaktionen beteiligt.

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