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4 Schritte zu konsequentem Money-Management

1.Schritt: Maximales Risiko pro Position festlegen

Ich empfehle Ihnen das Zwei-Prozent-Risiko-Modell: Pro Aktienkauf solltenhöchstens 2% des Depotwerts riskiert werden. Kommt es zum Stop-Loss-Fall, sollte der Verlust bei einem 50.000-Euro-Depot höchstens 1000 Euro betragen. Das ist verkraftbar. Selbst nach fünf Verlusttrades wären erst 10% des Depots aufgezehrt – was Sie wieder aufholen können. 

 

2.Schritt: Bestimmung des Stoppkurses

Sie müssen einen Stoppkurs festlegen, der den Wert zum Verkaufszeitpunkt sichert. Dieser wird nun nicht – wie von vielen praktiziert – um fixe 15 oder 20% unter dem Einstandskurs gelegt, sondern sinnvoll gewählt. Orientieren Siesich dabei an der Charttechnik und erlauben Sie bei schwankungsstarken Aktien weitere Stopps.

Hierzu ein Beispiel: Es soll der DAX-Wert Fresenius Medical Care (siehe Chart) ins Depot aufgenommen werden. Die Sache ist klar: Die Aktie läuft in einem stabilen langfristigen Aufwärtstrend, der durch die Ausverkaufstiefs von Frühjahr 2003 und Frühjahr 2009 definiert wird und auch beim diesjährigen Börsencrash gehalten hat.

4 Schritte zu konsequenten Money-Management: Fresenius Medical Care Aktienchart

 

Aktuell bewegt sich diese Trendgerade im Bereich von 43 Euro. Wird sie gebrochen, könnte noch die horizontale Zone um 38/39 Euro für eine Stabilisierung sorgen, zumal auf dem Niveau die steigende 200-Wochen-Linie verläuft. Knapp darunter platzieren wir den Stopp, sagen wir bei 37,70 Euro. 

 

3.Schritt: Risiko pro Aktie berechnen

Zum Berechnungszeitpunkt notiert die Fresenius-Medical-Care-Aktie bei 49,91 Euro. Die Differenz zum Stoppkurs beträgt 49,91-37,70=12,21 Euro.

 

4.Schritt: Anzahl der Aktien bestimmen

Verwenden Sie hierzu die Money-Management-Formel.

 

Stückzahl = Maximales Risiko pro Position / Risiko pro Aktie

Die Anzahl der zu kaufenden Fresenius-Medical-Care-Aktien berechnet sich bei einem 50.000-Euro-Depot so: 1000/12,21=81,90

Darüber hinaus ist es sinnvoll, die ausgerechnete Stückzahl noch einmal um 2% zu vermindern und auf die volle Zahl abzurunden. Der Grund ist einfach: Stopps können wegen einer Notierungslücke auch mehr oder weniger deutlich unterlaufen werden, so dass es zu einer schlechteren Ausführung als erwartet kommt. In unserem Beispiel macht es daher Sinn 80 Aktien von Fresenius Medical Care zu kaufen.

 

 „Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen“ – diese Regel sollten Sie als Anleger beherzigen

Der erste Stopp dient der Verlustbegrenzung. Steigt die Aktie wie gewünscht an, erhöhen Sie den Stopp systematisch. Damit können Sie nicht nur einen Teil der Buchgewinne sichern, sondern es entsteht auch sogenanntes freies Risiko, das für weitere Engagements genutzt werden kann. Der Target Trader wendet diese Techniken in seinen Empfehlungen an und informiert seine leser über SMS wenn es Handlungsbedarf gibt. Hier können Sie sich selber einen Endruck verschaffen.

 

Jürgen Nowacki

Coach Trading & Sales

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