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Karlsberg Brauerei begibt Anleihe zu 7,375% p.a.

wie vergangene Woche bereits angekündigt wird die Karlsberg Brauerei GmbH eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von bis zu 30 Mio. Euro begeben. Nun liegen mir Details zur Emission vor:

 

Das Karlsberg-Wertpapier (ISIN: DE000A1REWV2) ist mit einem festen nominalen Zinssatz von 7,375% p.a. und einer Laufzeit von 5 Jahren ausgestattet. Vorgesehen ist eine Notierungsaufnahme im Segment für Mittelstandsanleihen der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB). Die Zeichnungsfrist über die Börse Frankfurt beginnt am Montag, 10. September 2012 und läuft voraussichtlich bis zum Freitag, 21. September 2012.

 

Die Emission richtet sich sowohl an institutionelle Investoren und Vermögensverwalter als auch Privatanleger. Das Wertpapier mit einem Nennbetrag von 1.000,00 Euro ist über Banken und Online-Broker per Übermittlung eines Kaufvertrages an die Börse Frankfurt zu erwerben. Begleitet wird die Emission von der IKB Deutsche Industriebank AG als Selling Agent.

 

„Karlsberg hat in der Branche den Ruf der Innovationsbrauerei. Und allumfassende Innovation gehört bei uns seit Unternehmensgründung zum Geschäft. Das ist einer der Gründe, weshalb wir im vergangenen Jahr mit unserem Getränkeabsatz entgegen dem allgemeinen Markttrend gewachsen sind“, sagt Christian Weber, Verantwortlicher für die strategische Unternehmensführung der Gruppe sowie Sohn und designierter Nachfolger von Karlsberg-Chef Dr. Richard Weber. „Unser Produktportfolio ist sehr facettenreich und wird in erster Linie von unseren Kernmarken Karlsberg, Mixery und Gründel’s Alkoholfrei getragen. Mit diesen starken Marken treffen wir den Verbrauchergeschmack und sind in den Wachstumssegmenten des deutschen Biermarktes gut positioniert.“

Erfolgreiches Karlsberg-Produkt

Erfolgreiches Karlsberg-Produkt „Karlsberg Mixery“ Quelle: http://newsroom.karlsberg-verbund.de

 

Der Emissionserlös dient gezielten Investitionen in die nachhaltige Fortentwicklung des Unternehmens und des Produktportfolios. Der innovative Markensortimenter zählt zu den größten in Familienbesitz befindlichen Brauereien in Deutschland, gilt seit 1996 mit Mixery als Pionier der Biermischgetränke und ist nationaler Marktführer bei den Cola-Bieren. Christian Weber: „Oberstes Ziel ist es, unser traditionsreiches Familienunternehmen weiterhin erfolgreich in die Zukunft zu steuern. Wir stehen sowohl mit unserer Unternehmensstruktur als auch unseren starken Marken sehr gut im Markt und wollen die operative Ertragsverbesserung der letzten Jahre nochmals beschleunigen. Unser mittelfristiges Ziel ist es darüber hinaus, im gesamten Segment Biermischgetränke die Nummer Eins zu werden.“

 

Wer die Karlsberg-Anleihe zeichnet, geht kein kleines Risiko ein

 

Der Getränkeabsatz der Karlsberg Brauerei lag im Jahr 2011 bei rund 2,8 Millionen Hektoliter bei einer Jahreskapazität von rund 3,0 Millionen Hektoliter, der Umsatz belief sich auf 161,3 Mio. Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag in 2011 bei 14,4 Mio. Euro, der Jahresüberschuss bei 1,6 Mio. Euro.

 

Zum Halbjahr 2012 liegt die Karlsberg Brauerei mit einem Umsatz von 84,7 Mio. Euro knapp 1 Mio. Euro unter den Erlösen des Vorjahreszeitraumes. Doch da bei Brauereien eher das zweite Halbjahr zu den Umsatzträgern gehört, dürfte dies wohl zufrieden stellend sein. Das Eigenkapital lag zum Bilanzstichtag bei 42,6 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau, was einer Eigenkapitalquote von 27,6% entspricht. Allerdings gingen die Verbindlichkeiten deutlich nach oben. Standen am 31.12.2011 noch 58,8 Mio. Euro Verbindlichkeiten in den Büchern, sind es aktuell knapp über 70 Mio. Euro.

 

Hierbei handelt es sich allem Anschein nach um einen aufgenommenen Bankkredit für ein Tochterunternehmen. Denn neben den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (von 15,6 auf 26,9 Mio. Euro) gingen auch die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (von 46,4 auf 52,1 Mio. Euro) nach oben. Das könnte darauf schließen lassen, dass hier kein wirklich gutes Forderungsmanagement betrieben wird. Gleichzeitig bedeutet dies: Fallen diese Forderungen aus irgendeinem erfindlichen Grund aus, dann ist mehr als das gesamte Eigenkapital aufgezehrt und die Basis weg. Es besteht für Anleger also durchaus das Risiko, dass die Rückzahlung im „worst case“ ausfällt. Dessen sollten sich Investoren bewusst sein. Andererseits bekommt man für dieses erhöhte Risiko auch eine mehr als deutlich über dem Marktdurchschnitt liegende Rendite.

 

Zeichnungsfrist:

10. bis 21. September 2012, vorzeitige Schließung möglich

Zeichnungsmöglichkeit:

Börse Frankfurt, über die Haus- oder Direktbank

WKN / ISIN:

A1REWV / DE000A1REWV2

Stückelung/Mindestanlage:

1.000,00 Euro

Zinssatz (Kupon):

7,375% p.a.

Laufzeit:

5 Jahre

Zinszahlungen:

jährlich, erstmals zum 28. September 2013

Rückzahlungskurs:

100%

Unternehmensrating:

BB-, „befriedigende Bonität“ (Creditreform Rating AG, 20.07.2012)

Ich wünsche Ihnen allen einen erfolgreichen Handelstag.

 

Ihre

Cindy Bach

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Über den Autor Investor Verlag

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