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Altersvorsorge – der Riester-Betrug

Langsam wird es eng für Ihre Altersvorsorge. Deshalb propagiert der Staat nach wie vor, Sie sollen privat vorsorgen – und zwar mit der Riester-Rente.  Aber schon seit Jahren warne ich vor dem Abschluss von Riester-Produkten. Doch die Medien verbreiten immer noch die Mär, dass Sie mit der Riester-Rente Ihre Altersvorsorge aufstocken können.

Für besser Verdienende lohnt es sich schon gar nicht (zu teuer, nachgelagerte Versteuerung in voller Höhe, etc.), deshalb haben viele Vertriebler ihren Fokus auf Geringverdiener gerichtet.

So funktioniert der staatlich sanktionierte Riester-Betrug

Die Vermittler buhlen also gerade bei den »Geringverdiener-Gruppen« um den Abschluss einer Riester-Rente.

Was viele aber nicht wissen: In Deutschland gibt es, nach dem Sozialgesetzbuch (SGB), eine durchschnittliche Altersgrundsicherung von 701 Euro im Monat, auf die jeder Anspruch hat. Geht jemand in Rente und seine Rente liegt darunter, kann diese – auf Antrag – bis zur Grundsicherung aufgefüllt werden, wenn sein eigenes Vermögen verbraucht ist.

Wer allerdings einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat, dem wird diese mühsam angesparte Zusatzrente angerechnet. Wortwörtlich heißt es: »Auch die Beiträge zur staatlich geförderten Altersvorsorge, der sogenannten Riester-­Rente, werden abgezogen, wenn Sie sich noch in der Ansparphase befinden. In der Auszahlungsphase zählt die Riester­-Rente – wie jede andere Rentenleistung auch – zum Einkommen, das angerechnet wird«.

So kann es passieren, dass man jahrelang in die Riester-Rente einzahlt und trotzdem nicht mehr als die Grundsicherung bekommt!

Das gilt gerade für Geringverdiener, um die die Versicherungsbranche so kämpft. Darunter fallen durchschnittliche Einkommen bis 1.900 Euro, also auch niedrig bezahlte Sozialjobs, Teilzeit-Kräfte usw. Wer 1.900 Euro brutto verdient, landet trotz 35 Beitragsjahren in der Grundsicherung.

Zudem müssen die Auszahlungen »nachgelagert« versteuert werden, d.h. es erfolgt eine Besteuerung der Riester-Rente in voller Höhe.

Warum sollten Sie also in eine Riester-Rente einzahlen, wenn Sie vermutlich nichts davon haben? Das kann bedeuteten, dass Sie, wenn Sie jetzt vorsorgen, am Ende genauso wenig haben, wie derjenige, der nichts tut.

In früheren Zeiten hätte man dazu wohl »Straßenraub« gesagt.

Vergessen Sie Riester!

Wer früh stirbt, für den ist die Riester-Rente ein Minusgeschäft. Dr. Klaus Jaeger, em. Univ.-Prof. für Wirtschaftstheorie an der Freien Universität Berlin, hat errechnet, dass ein heute 30-jähriger Mann mindestens 92 Jahre alt werden muss, um seine eingezahlten Beträge samt Zinsen zurückzubekommen.

Laut Statistischem Bundesamt haben Männer aber nur eine durchschnittliche Lebenserwartung von 78 Jahren.

Wie schon dargestellt: Die Riester-Rente lohnt sich auch nicht für Geringverdiener und für Personen, die längere Zeiten beschäftigungslos waren, da alle Einkünfte aus der Riester-Rente nach der derzeitigen Rechtslage mit der Grundsicherung im Alter verrechnet werden. Dazu kommen noch hohe Gebühren bei den Verträgen.

Mein Rat: Lassen Sie sich also von staatlichen Förderungen nicht blenden. Der Staat verschenkt nichts. Finger weg von diesen Produkten.

Herzlichst,  

Ihr

Dr. Michael Grandt

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Über den Autor Investor Verlag

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