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Warren Buffett kann die Finger einfach nicht von Apple lassen

Der DAX kommt einfach nicht in die Pötte – und das trotz bester Vorgaben aus Übersee. Bereits am Montag hatte der deutsche Leitindex nur einen kleinen Teil seiner frühen starken Gewinne in den Abend retten können. Zum heutigen Handelsauftakt ließen die grünen Vorzeichen auf sich warten.

Der Index der 30 größten deutschen Unternehmen legt den Rückwärtsgang ein. Gegen Mittag rutschte er sogar unter die Marke von 12.500 Zählern. Angesichts der hervorragenden Vorgaben von der Wall Street ist das für viele Anleger enttäuschend. Während die wichtigsten Indizes in Übersee seit Freitag mächtig auf das Gaspedal drücken, hinkt der DAX hierzulande – mal wieder – hinterher.

In einem ersten Schritt wäre es wichtig für den DAX, die Widerstandszone bei 12.750 Zählern, in deren Dunstkreis unter anderem die 200-Tage-Linie verläuft, zurückzuerobern. Gelingt der Sprung darüber, dürfte dies zahlreiche, technisch motivierte Anschlusskäufer auf den Plan rufen. Solange es der DAX aber nicht über diese Barriere schafft, ist er mittel- bis langfristig als bearish anzusehen.

Warren Buffett baut Anteil an Apple kräftig aus

Spannend ist im weiteren Wochenverlauf in erster Linie die Frage, ob es der Wall Street tatsächlich gelingt, aus der Erholung der letzten Woche einen neuen Aufwärtstrend zu etablieren. Der Schock des scharfen Einbruchs bis zum 9. Februar sitzt noch tief und könnte jederzeit eine zweite Ausverkaufswelle auslösen.

Auf der anderen Seite traten sofort auch Schnäppchenjäger auf den Plan, als zum ersten Mal seit Monaten mal etwas „Druck im Kessel“ war. So baute etwa Investmentlegende Warren Buffett seinen Anteil unter anderem an Apple kräftig aus und ist mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway jetzt viertgrößter Einzelaktionär.

Buffett stockte seinen Anteil bei der iPhone-Schmiede um 23,3% auf nun 165,3 Apple-Aktien auf. Die Börsenlegende schätzt die Gewinnqualität von Apple, die Marktmacht, aber sicherlich auch die weiteren Wachstumsperspektiven.

Denn allen Gerüchten über eine mögliche Nachfrageschwäche nach dem neuen iPhone X zum Trotz, rechnen Marktforscher aus dem Hause Counterpoint Research mit einem neuen Super-Zyklus und Rekordumsätzen der kommenden iPhone-Generationen.

Schon mit den letzten Modellen habe Apple 76% aller Smartphone-Umsätze in Nordamerika und 57% in Europa generiert. Zum ersten Mal überhaupt konnte Apple im vierten Quartal 2017 mehr als die Hälfte der gesamten Smartphone-Umsätze für sich vereinnahmen.

Reichlich frische Ergebnisse

Noch einmal nimmt die Berichtssaison in dieser Woche Fahrt auf. Insbesondere hierzulande gibt es reichlich frische Ergebnisse. Zwar haben viele Unternehmen schon vorläufige Zahlen gemeldet, endgültige lieferten heute die DAX-Schwergewichte BASF, Fresenius und FMC. Am Mittwoch gibt es dann Jahreszahlen von Bayer und SAP. Am Donnerstag folgt die Bilanz von Beiersdorf.

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Über den Autor
Kathrin Dörfeld

Kathrin Dörfeld betreut als Redakteurin den neuen Dienst Aktien Daily.

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