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Starinvestor Warren Buffett ist heiß auf Apple!

Treue Mick Knauff Daily-Leser wissen, dass ich für meine Leser immer die Augen und Ohren offen halte, was hier vor Ort in der Redaktion vor sich geht und wo etwa mein geschätzter Kollege und Chefanalyst Mick Knauff Positionen auf- bzw. abbaut, bei welchen Titeln sich seiner Meinung nach ein näherer Blick lohnt oder von welchen Aktien Anleger lieber die Finger lassen sollten. Nur allzu gern schaue ich aber auch großen Investmentlegenden wie Warren Buffett über die Schulter – oder besser gesagt… ins Depot!

Letzte Woche hat der Börsenguru wieder einmal offengelegt, welche Investments bei ihm im zurückliegenden dritten Quartal 2017 auf der Einkaufsliste standen und von welchen Titeln er sich getrennt hat. Vom iPhone-Hersteller Apple ist Buffett geradezu begeistert. Im beendeten Quartal hat er über sein Investmentvehikel Berkshire Hathaway seine Beteiligung an dem Tech-Konzern weiter deutlich ausgebaut.

Buffett besitzt 134 Mio. Apple-Aktien im Wert von 20,7 Mrd. Dollar

Warren Buffett hatte nie ein großes Geheimnis daraus gemacht, dass er nicht gerade ein Fan von Hightech-Aktien war. Doch auch ein Börsenguru kann seine Meinung ändern. Denn von Apple kann Buffett in diesem Jahr gar nicht genug bekommen. Seine Beteiligung am wertvollsten Unternehmen der Welt hat er jetzt um weitere 4 Mio. Aktien erhöht. Damit besitzt Buffett nun insgesamt 134 Mio. Apple-Papiere im Wert von 20,7 Mrd. Dollar.

Apple-Aktien markierten in diesem Monat ein neues Rekordhoch bei über 176 Dollar, nachdem die Kalifornier das neue iPhone X vorstellten, welches bei den Apple-Fans auf großen Anklang stößt.

Chart: Apple-Aktie

Chart_Apple

(Quelle: comdirect.de)

Investment-Idee bei IBM gescheitert – Buffett reduziert Anteil

Im Gegenzug hat sich Warren Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway von einem Drittel ihrer IBM-Anteile getrennt und hält nun noch rund 37 Mio. IBM-Aktien. Zuletzt waren es 54 Mio. Anteilsscheine im Wert von 8,3 Mrd. Dollar.

2011 hatte der Starinvestor über 10 Mrd. Dollar in IBM-Aktien investiert. „Big Blue“ war damals eines seiner größten Investments. Für viele Buffett-Fans kam der Kauf überraschend, schließlich konnte der Bogen nicht groß genug sein, den Buffett um Tech-Werte machte. Stattdessen setzte er lieber auf langfristige konservative und stabile Unternehmen. Seinen IBM-Kauf verteidigte Buffett jahrelang, obwohl der IT-Riese unter Umsatzeinbußen und einem fallenden Aktienkurs litt.

Im Mai 2017 erfolgte dann der erste IBM-Teilverkauf. Buffett räumte ein, seine Investmentidee sei gescheitert, er baute seine Position deutlich ab. Den jüngsten Verkauf kommentierte Buffett damit, dass IBM ein starkes Unternehmen mit starker Konkurrenz sei. IBM hatte im jüngsten Quartal zwar bessere Zahlen vorgelegt, der Kurs der Aktie notiert in diesem Jahr aber weiterhin um rund 10% im Minus.

Buffett bereut jahrelange „Technologie-Abstinenz“

Warren Buffett war lange Zeit „Technologie abstinent“.  Er kaufe nur Unternehmen, deren Geschäfte er auch verstehe. Heute sieht die Welt da schon ganz anders aus: Heute bedauert er seine damalige „Technologiefeindlichkeit“.  Auf dem letzten Aktionärstreffen in Omaha (Nebraska) ließ er verlauten, es vermasselt zu haben: Er habe es verpasst, frühzeitig bei Google einzusteigen.

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Über den Autor
Kathrin Dörfeld

Kathrin Dörfeld betreut als Redakteurin den neuen Dienst Aktien Daily.

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