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Immer noch Schnappatmung bei Snap-Anlegern

Ist das schon der Turnaround oder nur ein kurzes Aufbäumen? Beim Börsengang Anfang des Jahres war es Investoren möglich, Snap für 17 US$ einzusammeln. In den ersten Tagen schoss die Aktie auf über 27 US$. Doch dann begann die gnadenlose Talfahrt – zu oft hatte Snap die Erwartungen der Analysten nicht erfüllt.

Snap-Chart 4.10.17

Gnadenlose Talfahrt nach dem Börsengang

Doch nun gibt es etwas Hoffnung für die Snap-Anleger, sich vom Abwärtstrend zu befreien. Vom Tief bei 11,80 US$ ist die Aktie innerhalb von zwei Wochen in der Spitze um +30% gestiegen.

Snapchat ist besonders bei jüngeren Menschen sehr beliebt. In der Altersgruppe der 13 bis 24-Jähr

igen liegt man noch immer vor Instagram. Mittlerweile verbringen auch Nutzer über 25 Jahre zunehmend mehr Zeit mit Snapchat.

Snapchat beliebter als Facebook und Youtube

Marktforschungen zeigen, dass Snapchat bei der Altersgruppe zwischen 12  und 17 Jahren mittlerweile beliebter als Facebook und Yootube ist. Die Tagesnutzung der Snap-App pro Nutzer ist gestiegen – von etwa 27 Minuten zu Jahresbeginn auf nun durchschnittlich 33 Minuten.

Doch wo bleiben die Werbeeinnahmen?

Eine steigende Nutzungsdauer ist zwar nett. Doch für die Snap-Entwickler ist das Hauptziel, aus jedem Nutzer mehr Werbeeinnahmen herauszuholen. Das soll jetzt mit neuen Funktionen der Foto-App gelingen. Mit Geofilter kann man seinen eignen Filter ab einem Einstiegspreis von 6,99 € erstellen. Der Fotofilter wird dann innerhalb eines Werktags freigegeben.

Mit der Foto-App aus der Krise?

Die Analysten sind jedenfalls überwiegend skeptisch. Von 35 Analysten halten nur 12 die Aktie selbst noch einem Kursverlust von über -45% für einen Kauf. 18 empfehlen die Aktie zu halten und 5 raten zum Verkauf.

Das durchschnittliche Analystenkursziel von 15 US$ macht jetzt auch nicht gerade Mut, mitten im noch laufenden Abwärtstrend einzusteigen. Snapchat wird weiterhin sehr schwer haben, sich gegen Instagram durchzusetzen. Die einzige Hoffnung besteht darin: Mit neuen Ideen die Instagram, die sich nicht so leicht kopieren lassen, mehr Werbeeinnahmen zu erzielen.

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Über den Autor
Volkmar Michler

Volkmar Michler, Jahrgang 1964, ist langjähriger Leiter der deutschen Trader-Redaktion. Er studierte Jura, Politik und Geschichte und absolvierte ein betriebs- und volkswirtschaftliche Zusatzausbildung.

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