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Ein gesellschaftspolitisches „Überraschungs-Ei“

Die neue Börsenwoche beginnt, wie die alte geendet hat, mit allerlei Ausführungen über den völlig desolaten G7-Gipfel, der dem nicht minder merkwürdigen Nato-Gipfel ein paar Tage zuvor folgte.

Was man so mitkriegt und was mir auch von politischen „Insidern“ gesteckt wurde, herrscht absolute Fassungslosigkeit über die US-Administration und natürlich vor allem über Donald Trump selbst.

Ich habe die ganze Zeit noch dem US-Präsidenten die Stange gehalten. „Lasst ihm ein wenig Zeit, sich an das Amt und die Gepflogenheiten zu gewöhnen. Das wird schon noch“, habe ich geantwortet, wenn man mich nach meiner Meinung zu Trump gefragt hat.

Jetzt muss er aber wirklich mal in die Puschen kommen und sich des Amtes würdig erweisen.

Seine wirtschaftlichen und steuerlichen Pläne halte ich nach wie vor für sinnvoll, doch was hilft das, wenn die Außenpolitik desaströs ist.

Man kann nun wirklich nicht das „Terror-Förder-und-Frauen-Diskriminierungsland Nr. 1“, Saudi-Arabien, umgarnen, für über 300 Mrd. Dollar Waffen verticken und gleichzeitig den Iran als Wurzel allen Übels abtun.

Ich fühle mich mit 30 bis 40% Cash aktuell durchaus wohl

In den USA wissen vor allem die vielen Comedy- und Satire-Shows aktuell gar nicht, welche „Auftritte“ seiner vielen Fehltritte sie weglassen. Für diese ist der „Führer der Freien Welt“ ein gefundenes Fressen, das man sich geschmackvoller gar nicht wünschen könnte.

So ist auch die neue Börsenwoche ein „Überraschungs-Ei“, das wir mit aller Vorsicht auspacken und genießen müssen. Ob es uns schmecken wird oder nicht, sehen wir am Freitag.

Und ich kann mich nur wiederholen: In der aktuellen Börsenlage Vollgas zu fahren, ist nicht ohne Risiko. Ich fühle mich mit 30 bis 40% Cash aktuell durchaus wohl.

 


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Über den Autor
Mick Knauff

Mick Knauff ist seit mehr als 20 Jahren an der Börse aktiv. Seit mehr als 15 Jahren begleitet er das tägliche Börsengeschehen journalistisch und war am Aufbau mehrerer Börsen-Nachrichtenredaktionen beteiligt.

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