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Dieser Trick macht Amazon zur Gewinn-Maschine!

Wer immer Amazon-Gründer Jeff Bezos diesen Tipp gab, dürfte für immer in der Gunst des Multi-Milliardärs stehen. Dieser Trick führt dazu, dass Amazon ganz gelassen mit Preiskämpfen einen Konkurrenten nach dem anderen aus dem Weg räumen kann, ohne je Gefahr zu laufen, an den Niedrigpreisen kaputtzugehen. Dieser Trick führt dazu, dass Amazon sogar Geld von direkten Konkurrenten bekommt, um das eigene Imperium noch weiter auszudehnen.

Gemeint ist das Kürzel AWS, mit dem Amazon inzwischen zu einem wahren Killer im Versandhandel und beim Online-Filmstreaming geworden ist. Unter diesem Kürzel verbergen sich die Amazon Web Services. Diese Abteilung vermietet Rechnerkapazitäten an andere Unternehmen. Amazon erkannte, dass die eigene riesige IT- und Server-Abteilung kein Kostenfaktor darstellt, sondern einen Wettbewerbsvorteil.

Für den eigenen Onlineshop muss Amazon ohnehin riesige Serverfarmen auf der ganzen Welt betreiben. Man hat Erfahrung mit dem Management solch großer Rechner-Farmen und einmalig günstige Einkaufskonditionen für die benötigte Hardware. Daher macht es für Amazon keinen Unterschied, ob man 100.000 oder 200.000 Server in die Hallen stellt.

Die Konkurrenz finanziert Amazons Preiskampf, deshalb wird Amazon siegen!

Doch der Konkurrenz und anderen Unternehmen ist der Zugriff auf diese Serverfarmen Geld wert – viel Geld. Denn es ist schneller, einfacher, sicherer und kostengünstiger, kurzfristig bei Amazon Serverkapazitäten anzumieten, als selbst eine Server-Farm und Kompetenzen für Betrieb und Absicherung der Server aufzubauen. Langfristig jedoch finanziert man so den Preiskampf im Onlinehandel des größten Konkurrenten.

Sogar direkte Konkurrenten mieten bei Amazon Serverkapazitäten, so zum Beispiel Netflix. Amazon und Netflix sind die beiden größten Anbieter für Film-Streaming. Doch während für Netflix der Rechnerbetrieb ein Kostenpunkt darstellt, ist es für Amazon der größte Gewinnbringer. Amazon schaffte es, aus einem notwendigen Übel den Kern der eigenen Wachstums-Strategie zu machen. Die Amazon Webservices finanzieren mit ihren enormen Gewinnen inzwischen das schnelle Wachstum des Onlineshops.

Mit 10,5% des Umsatzes sichert sich Amazon die Profitabilität!

Die AWS machten im abgelaufenen Quartal zwar nur 10,5% des Konzernumsatzes aus, aber 457% des Gewinns. Während die AWS fast 1,2 Milliarden US-Dollar Quartalsgewinn abwarfen, machte der Restkonzern 915 Millionen Euro Verlust. Es sind also Amazons Konkurrenten, die Serverkapazitäten bei Amazon anmieten, die das Überleben Amazons sichern und die Rabattschlachten ermöglichen. Ohne die Gewinne der AWS-Sparte müsste Amazon deutlich höhere Preise im Onlineshop verlangen.

Amazon ist auch Ihre Gewinn-Maschine!

An der Börse kommt Amazons Strategie sehr gut an. Allein seit vergangener Woche kamen im Power-Depot bei Amazon fast 50 Prozentpunkte Gewinn hinzu.

Neue Aktien im Depot: Mit transparenten Zahnspangen zum Vermögen!

In einem ganz anderen Marktsegment, aber ähnlichem Erfolg, ist Align Technology unterwegs. Die Kalifornier entwickeln 3D-Scanner, die Zahnärzte zur Vermessung des menschlichen Gebisses verwenden. Auf Basis dieses virtuellen Zahnabdrucks werden dann durchsichtige Kunststoffschienen hergestellt, mit denen leichte Zahnfehlstellungen korrigiert werden können. Das geht deutlich schneller als mit althergebrachten Methoden. Kein Gummiabdruck, kein Abdruck in Gips, keine unbeliebte Zahnspange mehr – die Plastikschiene ist im Mund kaum zu erkennen.

In diesem Monat lief Align Technologies Patent für den 3D-Scan des Gebisses ab. Ab sofort können Konkurrenten mit vergleichbarer Technik auf den Markt kommen. Ein Problem für Align Technologies? Der Markt sieht das nicht so! Align Technologies hat einen Wissens- und Erfahrungsvorsprung. Neue Konkurrenz führt vor allem dazu, dass die Technik bekannter und populärer wird. Am Ende greifen viele Ärzte dann aber doch lieber zum Marktführer als zur billigeren Konkurrenz. Seit Juli 2016 hat sich der Aktienkurs daher mehr als ver-4-facht!

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Stefan Schneider

Insgesamt 94.956 Euro in nur 78 Wochen – Bankkaufmann Stefan Schneider gehört zu den besten Trendfolgern in Deutschland!

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