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Die künstliche Aktien-Manipulation des Donald Trump

Die Aktienmärkte in den USA laufen von Rekordhoch zu Rekordhoch. Investoren wiegen sich in falscher Sicherheit. Das ist ultra-gefährlich. Die Blase ist so aufgebläht, dass inzwischen nur noch Tricksereien zu weiteren Anstiegen führen…

„Dieses Mal ist alles anders“ – kein Satz hat Investoren in der Geschichte der Börse mehr Verluste eingebracht. Auch dieses Mal wird es so sein. Denn ich höre diese Aussage auf Konferenzen, Veranstaltungen oder Gesprächen mit Börsianern immer häufiger. Aber in meiner langen Zeit an der Börse habe ich Eines gelernt:

Wenn dieses Satz in Finanzkreisen die Runde macht – laufen Sie weg! Laufen Sie schnell! Bringen Sie sich und Ihr Vermögen in Deckung. Denn dann ist das Ende einer Hausse nicht mehr weit. Dieser Satz bedeutet nämlich nichts anderes, als das Kurssteigerungen mit rationalen Argumenten nicht mehr zu rechtfertigen sind.

Die letzten drei Male, als wir diesen Satz hörten: 2006/07 im US-Immobilienmarkt, 1999/2000 im New Economy Boom und auch (das muss man klar so sagen) 2010/11 bei Gold und Silber. In allen Fällen folgten gewaltige Crashs. Denn es ist eben niemals „alles anders“.

So auch jetzt an den Aktienmärkten. Die Kurse in den USA steigen, weil die Wall Street auf die massive Steuerreform von US-Präsident Trump baut. Trumps Plan einer Senkung der Unternehmenssteuer auf rund zwanzig Prozent wird von der Börse mit steigenden Kursen gefeiert. Doch Vorsicht!

Diese Falle wird Aktieninvestoren viel, viel Geld kosten!

Es sind die inzwischen gewohnt großen Worte des US-Präsidenten Trump. Er nennt seine Pläne zu einer (fraglos richtigen) Steuersenkung „die größte Steuersenkung in der Geschichte unseres Landes“. Ich lasse diese Aussage angesichts seiner bisherigen „Erfolgsbilanz“ mal unkommentiert. Aber die Börse feiert allein die Pläne schon, als wäre es Realität.

Diese „Steuerreform-Hausse“ an den Aktienmärkten kann ich jedoch nicht unkommentiert lassen. Denn hier lauert eine große Gefahr für Sie. Denn viele Börsianer missverstehen die Situation: Die Börsenkurse steigen, weil Unternehmen durch die Steuerentlastungen mehr Gewinne machen. Höhere Gewinne bedeuten günstigere Aktienbewertungen.

Doch ich warne ausdrücklich vor dieser Augenwischerei: Diese höheren Gewinne sind ja nur das Ergebnis einer künstlichen Bilanzkosmetik. Sie sind nicht das Ergebnis steigender Umsätze und Geschäftstätigkeiten. Der US-Wirtschaft wird es also in 2018/19 keineswegs bessergehen. Aber die Aktienmärkte steigen weiter.

Diese Schere wird sich schließen – und zwar zum Nachteil der Aktienmärkte. Denn langfristig passen sich die Aktienmärkte immer den fundamentalen Entwicklungen an. Es ist eben niemals „alles anders“. Das gilt für die Aktienmärkte genauso wie für Bitcoin und die Kryptowährungen.

Auch Bitcoin und die Kryptowährungen werden wieder auf den Boden der Realitäten sinken. Dies wird leider – anders kann man es nicht sagen – ein blutiges Gemetzel werden. Denn wenn die Bitcoin-Baisse kommt (und sie wird sicher kommen), fallen die Kurse ins Bodenlose.

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Über den Autor
Jim Rickards

Jim Rickards hat sich als weltweiter Gold Experte längst einen Namen gemacht. Jetzt informiert der ehemalige Berater der CIA unsere Leser über alles Wichtige zum Thema Gold.

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