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Der Goldpreis – eine Bestandsaufnahme

Sind Sie erschüttert weil der Goldpreis fällt? Wundern Sie sich, weil doch eigentlich so viele Faktoren für den alten Safe Haven Gold sprechen und nur wenige (wenn überhaupt) dagegen? Wissen Sie was? Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken, vor allem, wenn Sie das Edelmetall in physischer Form besitzen. Warum? Weil der Preis fällt und steigt und das die normalste Sache der Welt ist und weil Kaufphasen am besten immer günstige Phasen sein sollen.

Sehen wir uns hier mal einen kleinen Ausschnitt aus der Goldpreisentwicklung an:

Gold in USD pro Feinunze seit Jahresbeginn 2019

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Quelle: stockcharts.com

Traurig? Na ja, ich kann’s schon verstehen…der Goldpreis hat den ganzen schönen Gewinn bis Ende Februar schon wieder abgegeben, handelt seit Jahresbeginn sogar leicht im Verlust.

Die Gründe dafür? Tja, der wichtigste Grund dürfte die Selbstzufriedenheit und Sorglosigkeit der Anleger sein. Sehen Sie hier:

Die Sorglosigkeit der Anleger ist gefährlich hoch

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Quelle: stockcharts.com

Hier sehen Sie die Goldpreisentwicklung im Vergleich zur Entwicklung des US-Aktienindex S&P500 und des DAX.

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Während die Aktienmärkte sich im Dauerrausch nach oben befinden (das gilt insbesondere für den S&P der kaum auf nennenswerte gesunde Zwischenkorrekturen blicken kann) bleibt Gold augenscheinlich zurück.

DAS ist allerdings gefährlich. Trotz Handelsstreit, globaler Konjunktursorgen, negativer Realzinsen und horrend steigender Staatsschulden feiern die Börsianer eine nicht enden wollende Party. Wirklich? Jede Party endet einmal.

Vieles spricht für einen steigenden Goldpreis

In Wahrheit spricht nämlich die Mehrheit aller Faktoren nicht für die Aktienmärkte sondern stattdessen FÜR den Goldpreis. Da wären zum einen die negativen Realzinssätze zu nennen – die sind mittlerweile ja ein globales Problem.

Und die Inflation? Ach, klammern Sie sich nicht zu sehr an Teuerungsraten, Fakt ist doch, Inflation gibt es immer, deshalb wird es auch immer Papiergeldentwertung geben. Nur manchmal lässt sich die Inflation noch nicht an steigenden Teuerungsraten fest machen, sondern zuerst einmal an steigenden Vermögenspreisen, in den Himmel wachsenden Aktienkursen und Immobilienblasen.

Und jetzt? Wie geht es weiter? Darüber wollen wir morgen sprechen…

 

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Über den Autor
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Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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