MenüMenü

Bankensterben: Stadtsparkasse München schließt 17 weitere Filialen!

Die Stadtsparkasse München hat aktuell eine sehr wohlklingende Medien- und Kundeninformation veröffentlicht, zu ihrem neuen Filialkonzept und den neuen Service- und Beratungsangeboten mit dem Titel „Stadtsparkasse München gestaltet Service für Kunden neu“. So kann man es natürlich auch ausdrücken, ich würde es als Marketingverantwortlicher selbstverständlich genauso positiv umschreiben. Die Neugestaltung ist aber faktisch ein Sterben der Bankfilialen.

Die Stadtsparkasse München schließt 17 weitere Filialen

Derzeit gibt es in München noch 75 Filialen der Stadtsparkasse, mit Menschen als Servicekräften und Beratern. Ab März 2018 wird diese Zahl auf 58 reduziert. Dazu werden 12 Niederlassungen in sogenannte Selbstbedienungsfilialen umgewandelt.

Automaten ersetzen dabei die Bankangestellten. 5 Standorte werden komplett geschlossen. Das bedeutet, dass die Stadtsparkasse insgesamt 17 weitere Filialen schließt. Die meisten Kunden benötigen schlicht keine Filialen mehr, weil Sie längst Online-Banking oder Mobile-Banking nutzen.

In der EU wurden seit 2016 über 9.000 Bankfilialen geschlossen

Die Stadtsparkasse München steht mit diesem Weg natürlich nicht alleine da. Weder in Deutschland, noch in Europa. Bei Banken innerhalb der Europäischen Union wurden in den letzten beiden Jahren mehr als 9.000 Filialen geschlossen. Rund 50.000 Bankmitarbeiter wurden gleichzeitig abgebaut. Die Dynamik dieser Entwicklung nimmt dabei weiter zu.

Im Jahr 2015 wurden rund 3 Prozent aller Bankfilialen geschlossen. Im Jahr 2016 wurden 4,6 Prozent der bestehenden EU-Bankfilialen geschlossen. Ich bin mir relativ sicher, dass diese Prozentzahl im Jahr 2017 die Marke von 5 Prozent überschreiten wird. Seit dem Jahr 2008 ist jede fünfte Bankfiliale innerhalb der EU diesem Schließungsprozess zum Opfer gefallen.

Auch die Schweiz befindet sich inmitten des Bankensterbens

Das Bankensterben betrifft übrigens nicht nur Banken in der Europäischen Union. In der Schweiz haben nach einer aktuellen Analyse der Beratungsgesellschaft KPMG derzeit rund 70 Privatbanken existenzielle Probleme, aufgrund sinkender Kundenzahlen in Kombination mit stark steigenden Kosten. Viele dieser Banken werden verschwinden. Indem sie ihre Kundendepots verkaufen und den Geschäftsbetrieb einstellen, oder mit anderen Privatbanken in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein fusionieren.

Die Bankenbranche befindet sich inmitten der Digitalisierung

Die gesamte Finanzbranche, die Banken und unser bestehendes Geldsystem, befindet sich derzeit in einem noch nie dagewesenen Transformationsprozess aufgrund der Digitalisierung. Die Blockchain-Technologie wird die Bankenlandschaft nachhaltig verändern. Es wird zu einer Evolution kommen, die für Privatpersonen, Unternehmen, Notenbanken, Staaten und Regierungen auch eine Revolution mit sich bringen wird.

Grundlegend sind Blockchains nichts anderes als Software-Architekturen, die Prozesse in einer neuartigen Infrastruktur programmieren und automatisiert verarbeiten. Eine hohe Schnelligkeit, große Transparenz und Sicherheit, sowie niedrige Transaktionskosten sind dabei die großen Pluspunkte. Blockchains sind auch die Grundlage für die zunehmende Digitalisierung unseres Geldes.

Blockchains werden zahlreiche Bankdienstleistungen in der Zukunft ersetzen!

Hinter einer Blockchain, was mit „Blockketten-Technik“ übersetzt werden kann, steht einfach ausgedrückt ein Register, in dem alle Transaktionen wie in einem elektronischen Kassenbuch verzeichnet werden. Dieses Register wird von einer Vielzahl von Rechnern dezentral verwaltet. Das macht die Technik fälschungssicher. Im übertragenen Sinne zu herkömmlichen Währungen ersetzt die unabhängige Blockchain somit die Bank.

Ich bin davon Überzeugt, dass unser Geldsystem der Zukunft auf der technologischen Basis kryptographischer Währungen und der Blockchain-Technologie basieren wird. Der Bitcoin (BTC) ist dabei heute der uneingeschränkte Marktführer und auch mein Basis-Investment. Der Blick auf weitere Kryptowährungen macht dennoch Sinn, weil es gerade auch in diesem hochinnovativen Segment nicht sicher ist, dass der First Mover sich monopolartig durchsetzt.

Aus diesem Grunde habe ich für meine Leser von Kapitalschutz vertraulich eine Sonderausgabe „Kryptowährungen – Cryptocoins“ erstellt. Hier zeige ich meinen Abonnenten 5 aussichtsreiche Bitcoin-Alternativen mit attraktivem Chancenpotential aus über 1.200 Kryptowährungen die es derzeit gibt. Ebenso warne ich Sie vor 5 Pseudo-Kryptowährungen, die reine Pyramidensysteme darstellen und die früher oder später allein durch ihre Ausgestaltung zum Scheitern verdammt sind.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor
Markus Miller

Markus Miller (geb.: 1973) ist ein gefragter Experte, wenn es um das komplexe Thema internationale Vermögensstrukturierung und die globale Steuerung von Vermögenswerten geht.

Regelmäßig Analysen über Aktuelle Marktlage erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Anleger-Informationen von Markus Miller. Über 344.000 Leser können nicht irren.