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Aktien: Wie lange geht das noch gut?

Die amerikanische Presse schießt sich mehr und mehr auf ihren Präsidenten ein. Dieser wiederum „trumpelt“ immer nervöser und hektischer herum und schimpft auf alles und alle, die nicht bis drei auf den Bäumen verschwunden sind. Wie lange geht das noch gut?

Droht tatsächlich ein Amtsenthebungsverfahren gegen den US-Präsidenten und was würde das für Wirtschaft und Börse bedeuten? So schnell, wie die deutsche Presse den Abgesang auf Donald Trump herbeischreibt, wird es nicht gehen.

Solange die republikanischen Abgeordneten hinter ihrem Präsidenten stehen, passiert schon mal gar nichts – und es müssten schon viele abtrünnig werden, damit ein solches Verfahren Aussicht auf Erfolg hätte.

Wahrscheinlicher ist da schon eher, dass Trump freiwillig und mit viel Getöse sein Amt hinschmeißt, um wieder mehr Golf spielen zu können, was er zuletzt sehr bedauerte. Als Präsident bliebe ihm einfach keine Zeit mehr für seine Leidenschaft.

Angesichts der möglichen Tragweite der Affäre um potenzielle Verwicklungen der Russen in den Wahlkampf von Donald Trump ist es schon erstaunlich, wie stabil sich die Börse nach wie vor präsentiert.

Klar, politische Börsen haben kurze Beine, das haben inzwischen viele Anleger begriffen, doch in diesem Fall könnte es ja tatsächlich zu einem monatelangen Verfahren kommen, in dem die USA mehr oder weniger „blockiert“ wären – ein Desaster für das Land und die Wirtschaft.

Ich gehe daher im Gegensatz zu der Berichterstattung in den deutschen Medien nicht davon aus, dass die Tage von Donald Trump gezählt sind. Auch die aktuelle Gemengelage wird sich wieder beruhigen, vor uns liegt zudem das übliche Sommerloch.

Sicherlich wird Trump seine Regierung weiter umbauen und seiner Partei mehr und mehr entgegen kommen – doch das ist sicherlich für die Welt eher ein Vor- als ein Nachteil.

Bringen Sie sich endlich in Position!

Wie geht es jetzt an der Börse weiter? Nachdem die wichtigsten Börsenplätze neue Rekordhochs markiert haben, könnten die Marktteilnehmer den politischen Wirrwarr kurzfristig zu Gewinnmitnahmen nutzen.

Das wäre sogar für den weiteren Jahresverlauf wünschenswert und gesund. Doch eine Konsolidierung oder Korrektur wäre kein Anlass zur Sorge, sondern im Gegenteil eine willkommene neue Gelegenheit, die Aktienquote zu erhöhen.

Zumindest drohen von politischer Seite in Europa erst einmal keine Störfeuer. Die Eurozone ist nach den Wahlen in den Niederlanden und Frankreich für die kommenden Jahre wieder erheblich stabiler. Frankreich besitzt sogar eine echte „Comeback-Chance“.

In Deutschland läuft die Wirtschaft ohnehin auf Hochtouren. Unsere 30 DAX-Unternehmen haben zuletzt ihre Anteilseigner wieder einmal mit üppigen Dividenden erfreut. Waren Sie dabei? Nein?

Dann sollten Sie über die Sommermonate hinweg endlich die Basis dafür legen, in den nächsten Jahren nicht mehr auf Geldwerte (Sparbuch, Bausparverträge, Lebensversicherungen etc.) zu setzen, sondern auf Sachwerte und hier insbesondere Aktien bzw. Aktienfonds.

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Über den Autor
Jürgen Schmitt

Jürgen Schmitt hat Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Fulda studiert und ist Mitbegründer der Beratungs- und Investmentgesellschaft Meconomics.

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