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Warum die starke Inflation Firmengewinne schrumpfen lässt

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Deutsche Unternehmen geben ihre gestiegenen Einkaufspreise nur unvollständig an ihre Kunden weiter. Das geht aus einer neuen Umfrage des ifo Instituts hervor.

Diese tun das natürlich nicht freiwillig. Eine schwache Nachfrage, Wettbewerbsdruck und langfristige Vertragslaufzeiten hemmen die Firmen nach ihren eigenen Angaben bei Preiserhöhungen.

Warum die starke Inflation Firmengewinne schrumpfen lässt

Die Folgen sind für die Firmen negativ, zuweilen sogar verheerend: die eigenen Gewinne brechen ein, die Aktienkurse rauschen in den Keller, am Ende kann die Insolvenz warten. Hier zeigt sich das hässliche Gesicht der hohen Inflation in Deutschland!

Nach der genannten ifo-Studie haben die Firmen in den vergangenen Monaten ihre Einkaufspreise erst zu rund einem Drittel (34 Prozent) an ihre Kunden durchgereicht. Bis April 2023 planen sie, auf 50 Prozent zu erhöhen. „Dies führt voraussichtlich zu weiterem Inflationsdruck bei den Verbraucherpreisen in den nächsten Monaten“, sagte ifo-Forscher Manuel Menkhoff.

Inflation: Dieser Indikator lässt eine Besserung erwarten

Aber ich habe heute auch eine gute Nachricht für Sie. Denn bei den Erzeugerpreisen (die für die Kosten der Unternehmen maßgeblich sind), deutet sich endlich eine leichte Entspannung an.

Diese lagen zwar im Oktober um 34,5 Prozent höher als im gleichen Vorjahresmonat. Im August und September hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat aber jeweils bei plus 45,8 Prozent gelegen.

Gegenüber dem Vormonat September sanken die Erzeugerpreise im Oktober um 4,2 Prozent – der erste Preisrückgang gegenüber dem Vormonat seit Mai 2020. „Ein spektakulärer Rückgang nach all den Monaten mit deutlichen Preisanstiegen“, sagte LBBW-Ökonom Jens-Oliver Niklasch der Nachrichtenagentur Reuters. „Vielleicht das erste Signal eines gewissen konjunkturbedingten Nachlassens des Preisdrucks.“

Inflation müssen Sie immer von der Herstellung zum Endprodukt denken. Erst ändern sich die Erzeugerpreise, mit zeitlicher Verzögerung danach die Verbraucherpreise, die wiederum die Grundlage für den statistischen Warenkorb bilden, aus dem die allgemein bekannte „Inflationsrate“ (der Verbraucherpreise dieses Warenkorbes) berechnet wird.

Die Börse ist schneller als Sie – wetten?

Es wird also noch etwas dauern, bis sich die „Inflation“ (der Verbraucherpreise!) deutlich genug verbessert, damit Sie die Entlastung wirklich spüren. Aber das kommt ganz sicher.

Die Börse nimmt dieses Ereignis vorweg und steigt aber schon heute. Sie sollten mit dem Aktienkauf deshalb nicht mehr warten.