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Aktien: Wall Street Banken warnen vor Ende des Bullenmarkts

HSBC Holdings, Citigroup Inc. und Morgan Stanley sehen mehr und mehr Hinweise dafür, dass sich die globalen Märkte in der letzten Phase des Bullenzyklus befinden. Laut diesen Banken steht ein Abschwung im Konjunkturzyklus unmittelbar bevor.

Analysten dieser Wall Street Giganten sehen als deutliches Signal dafür, dass die Anleger fundamentale Daten und Bewertungen ignorieren. Ein weiteres Signal sei die Entkopplung von Aktien, Anleihen und Rohstoffen, die lange Zeit im Preis miteinander korrelierten.

All das bedeutet ein hohes Risiko, dass die Aktien- und Kreditmärkte einbrechen

„Aktien korrelieren inzwischen weniger mit Devisen, Devisen korrelieren weniger mit Zinsraten und alles ist weniger empfindlich gegenüber dem Ölpreis geworden“, so Andrew Sheets, Morgan Stanley’s Chef-Stratege.

Sämtliche Daten seines Analystenteams deuten darauf hin, dass die Anlageklassen in der ganzen Welt stark voneinander entkoppelt sind.

Genau wie vor der Finanzkrise 2008, bewerten Anleger Wertgegenstände nur noch nach dem Risiko, dass mit der jeweiligen Industrie oder Sicherheit verbunden ist. Andere Preisfaktoren wie zum Beispiel die Veröffentlichung neuer Produktionsdaten werden dabei komplett ignoriert.

In anderen Worten: Trader versuchen mit aller Macht bullish zu bleiben – selbst wenn die Fakten eine andere Sprache sprechen. Dadurch werden die Zusammenhänge verschiedener Anlageklassen voneinander entkoppelt.

„Diese geringen Mikro- und Makro-Korrelationen bestätigen, dass wir uns in der Endphase des Konjunkturzyklus befinden. Es ist kein Zufall, dass wir zuletzt 2005 bis 2007 solch niedrige Werte gesehen haben“, schreibt Sheets.

Gleichzeitig reduziert diese Dynamik die Volatilität in den Aktien-, Anlage- und Devisenmärkten. Laut Morgan Stanley steigt dadurch die Risikobereitschaft bei den Anlegern weltweit noch weiter an.

US-Unternehmen brechen die Gewinne weg

Laut Gaurav Saroliya, Makro-Strategist von Oxford Economics, sind außerdem die Unternehmensgewinne im Jahresvergleich rückläufig.

„Der Zyklus realer Unternehmensprofite hat sich bereits gedreht. […] Das, zusammen mit den extrem hohen Bewertungen in den Märkten sollte Anlegern Sorgen bereiten.“

Auch Analysten der Citigroup sehen die Märkte auf eine Rezession zusteuern. „Blasen sind in diesen alternden Bullenmärkten sehr üblich“, sagte eine Gruppe von Analysten unter Führung von Citigroups Robert Buckland.

Auf keinen Fall sollten Sie jetzt noch Long in Aktien sein!

An dieser Stelle warne ich unsere Leser bereits seit Wochen vor einer Korrektur an den Aktienmärkten. Jetzt scheinen langsam auch die großen Wall Street Banken kalte Füße zu bekommnen.

Warten Sie nicht, bevor es zu spät ist… und es an den Aktienmärkten zu einem Blutbad kommt.

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