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Aktien: Unsicherheit ist Gift für die Börse und ein Segen für Edelmetallpreise

Seit 3 Monaten sinkt der DAX und andere Börsen gehen bestenfalls seitwärts.

Dies hat zum einen mit der enormen Bewertung der Börsen zu tun, zum anderen mit der Einsicht der Investoren das dies so ist, und auch in der Vergangenheit die Bäume noch nie in den Himmel gewachsen sind, auch wenn man sich das noch sehr wünschte.

Aktuell gibt es für breite Streuung keine Hoffnung auf Ertrag

Wir haben gelernt, dass nur eine breite Streuung langfristig bei überschaubarem Risiko auch Gewinne liefert. Dies ist auch heute nicht vollkommen falsch, doch kann man nicht einfach einen Index kaufen, um diese breite Streuung zu erreichen.

Breite Börsenindices, egal in welcher Branche oder in welcher Region, werden in den kommenden Jahren keine Gewinne abwerfen

Man kann Technologieaktien, aber nicht einen Technologieaktienindex kaufen

Es ist in einer Branche, die aktuell gehyped wird gar nicht so einfach Unternehmen ausfindig zu machen, die mittel- und langfristig ein solides Investment darstellen. Die Kunst besteht darin, in einer hoch bewerteten Branche zu suchen, zu finden, die aus welchem Grund auch immer tief bewertet sind.

Dann, wenn man ein günstiges Unternehmen gefunden hat, muss man die Ursachen für die tiefe Bewertung betrachten, die entgegen dem Branchentrend für das so entdeckte Unternehmen waltet.

Oft ist es ein schlechtes Management gewesen, das dazu geführt hat, sodass allein die Meldung über den Austausch eines Managements Hoffnung für den Wert aufkeimen lässt. Oder ein Unternehmen hat Rückschläge bei Innovationen gehabt und kann einen Durchbruch vermelden.

Das sind gute Gründe, um eine Innovation in einen „zu billig gewordenen“ Titel zu wagen. Wenn in diesem Fall auch noch dazu kommt, dass ein ganzer Markt zu billig geworden war, kann man, nein muss man in diesen Titel investieren.

Ein Börseneinbruch ist nicht gewiss, dass die Börsen ohne Einbruch dennoch lange Zeit keine neuen Höchstkurse erreichen werden ist gewiss

In diesem Umfeld keimt Unsicherheit. Solange die Börsen quasi wie mit dem Lineal gezogen nach oben laufen, fühlen sich Anleger wohlgemut und sicher. Wenn die Börsen fallen kommt Panik auf. Worin wir alle wenig Erfahrung haben ist ein Zustand unklarer Entwicklung, der lange andauert.

In diesem Fall ist zu erwarten, dass sich Anleger von unklaren (=unüberlegten) Risiken fernhalten wollen und auf Dinge zurückgreifen, die Sicherheit versprechen.

Aufgrund der besonderen Situation (Nullzinsniveau) ist es nicht tunlich, Anleihen zu kaufen, die auch bei kleinen Zinsteuerungen hohe Kapitalverluste erbringen und dann zu allem Überdruss keine Zinsen zahlen.

Wenn man das Aktienkursrisiko meiden will, ist man daher genötigt, dem Geld- und Wertpapiermarkt vollkommen auszuweichen.

In diesem Fall schlägt die Stunde von Edelmetallen, die größtenteils auch Industriemetalle sind, und neben dem schönen Glanz auch gebraucht werden, selbstverständlich aber auch von Gold. Ich denke, dass man einen guten Teil seines Vermögens in günstige Aktien investieren kann, einen guten Teil seines Kapitals in Cash parkt und ebenso einen guten Teil seines Vermögens in Edelmetallaktien investiert.

In Zeiten sinkender oder seitwärts schwankender Börsen ist dies bei einem Nullzinsniveau nach meiner Analyse die sinnvollste und sicherste Möglichkeit, um seinem Vermögen doch noch einen Wachstumskick zu geben.

Geld zu verdienen wird unter dem waltenden Generalthema (Nullzinsniveau) noch schwieriger werden.

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Über den Autor
Gerhard Massenbauer

Gerhard Massenbauer ist Wiener Vermögensverwalter und auf diesem Terrain schon seit mehreren Jahren erfolgreich unterwegs.

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