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Aktien: Under Armour: Börsengang und Kursentwicklung

Erst 20 Jahre alt und schon einer der Big Player im Bereich der Sportbekleidung. Kaum ein anderes Unternehmen hat eine so rasante Entwicklung in so kurzer Zeit an den Tag gelegt wie Under Armour.

Der Gang an die Börse erfolgte für Under Armour 2005. Seit 2008 ist die Aktie auch in Frankfurt handelbar. Eine Dividende zahlt das Unternehmen nicht.

Der Langfristchart seit 2005 verdeutlicht, dass Under Armour sich vor allem in den Anfangsjahren sehr schwer damit getan hat, „aus dem Quark“ zu kommen. Kein Wunder, die Konkurrenz ist schließlich – wie bereits festgestellt – groß und die Anteile am Markt für Sportbekleidung wurden lange Zeit zwischen den alteingesessenen Unternehmen aufgeteilt. Doch Under Armour ist zäh und hat sich seinen Weg nach oben durchgebissen.

Chart Under Armour seit Januar 2006

ISIN: US9043111072 – Symbol: UAA

Anleger, die 2008 im absoluten Tiefpunkt der Aktie an den Erfolg glaubten und einstiegen, wurden seither mit einem Gesamtplus von mehr als 405% belohnt, was einer Jahresrendite von 19,34% entspricht.

Anleger, die dann noch das richtige Näschen bewiesen und im September 2015 auf dem absoluten Allzeithoch bei knapp 46 Euro die Reißleine zogen, konnten sogar ein Plus von mehr als 1.088% verbuchen! Dies wiederum entspricht einer Jahresrendite von 32%.

Seit 2010 konnte das Unternehmen seinen Umsatz jährlich um mindestens 24% steigern. 2011 überwand der Aktienkurs erstmalig die 10 Euro-Marke, seit 2012 auch nachhaltig.

Zwischen 2008 und 2013 konnte Under Armour nahezu 150% an Wert zulegen. Anleger, die 2013 eingestiegen und bis heute dabeigeblieben sind, konnten immerhin eine jährliche Rendite von 19% verbuchen.

Doch Ende 2015 folgte auf den Höhenflug der grandiose Absturz der Aktie. Seit Erreichen des Allzeithochs bei 46 Euro hat der Kurs seither fast 60% an Wert verloren. Aktuell befindet die Aktie sich ungefähr wieder auf dem Level wie Ende 2013.

Ausschlaggebend für den krassen Absturz war vermutlich ein – im Vergleich zu den Vorjahren eher „schwaches“ Umsatzplus von „nur“ 22% gegenüber dem Vorjahr. Während andere Unternehmen für solch ein Umsatzwachstum über den grünen Klee gelobt werden würden, sahen Analysten ihre Zweifel bestätigt.

Sie hatten schon länger damit gerechnet, dass das enorme Wachstum von Under Armour nicht lange Bestand haben kann.

Fazit Under Armour: Spannend aber mit Vorsicht zu genießen!

2016 war bereits das sechste Jahr in Folge, das Under Armour mit einem 20%-Wachstum abschließen konnte. Insgesamt wurde ein Umsatz von 4,8 Mrd. US-Dollar erzielt. Bis 2018 will das Unternehmen seine Umsätze auf 7,5 Mrd. US-Dollar steigern.

Dennoch ist aktuell nicht von der Hand zu weisen, dass der Konkurrenzdruck wächst. Adidas investiert wieder vermehrt in den US-Markt und fischt Umsätze ab. Und eben der heimische Markt war es, auf dem Under Armour in diesem Jahr Umsatzrückgänge verzeichnen musste.

Doch der Rising Star aus Baltimore lässt sich so schnell nicht unterkriegen! Aktuell fokussiert sich das Unternehmen auf das internationale Wachstum und die Weiterentwicklung der digitalen Fitness-App-Sparte im Fokus. Und das kostet Geld. Allein für die Firmenkäufe und Investitionen in die App-Anbieter wurden fast 1 Mrd. US-Dollar investiert!

Auch wenn das monetäre Ergebnis noch auf sich warten lässt, hat Under Armour bereits jetzt Zugriff auf die Daten einer 150 Mio. umfassenden Community.

Langfristig kann sich diese Investition bezahlt machen! Denn Data-Mining und die damit verbundenen Erkenntnisse über Verhaltensweisen und Bedürfnisse der genau bestimmbaren Zielgruppe sind bereits jetzt Gold wert, wenn es um die Entwicklung neuer Produktlinien geht.

Hohe Investitionen in neue Wachstumsmärkte für langfristiges Wachstum

Hinzu kommen Investitionen in die Erweiterung des Sortiments um trendige Sportklamotten und -Schuhe, die auch außerhalb der Sportstudios dieser Welt getragen werden.

Schließlich geben Nike und Adidas mit coolen Klamotten, die jedes Stadtbild prägen, den Ton an. Vor allem im Schuhbereich konnten in 2016 bereits die ersten Erfolge verbucht werden. Denn die Umsätze aus dieser Sparte konnten im Vergleich zum Vorjahr um 50% gesteigert werden.

Dennoch: Zunächst ist damit zu rechnen, dass die enormen Investitionen in die neuen Wachstumsmärkte dazu führen können, dass die enormen Umsatzsprünge von mindestens +20% erst einmal der Vergangenheit angehören.

Doch Under Armour hat Potenzial das Ziel, Nike als die Nummer 1 der Sportartikelhersteller abzulösen, in der Zukunft wahr werden zu lassen. Enormer Unternehmergeist und der Glaube an sich und seine Produkte haben Kevin Plank schließlich schon viele Zweifler eines Besseren belehrt.

Under Armour bald auf Platz 1 der Sportartikelhersteller?

Under Armour ist ein spannender Turnaround-Kandidat mit viel Aufholpotenzial. Bis der Kurs sein Allzeithoch bei 46 Euro wieder erreicht, sind sicherlich noch einige Hürden zu nehmen. Doch möglich ist alles. Gewinne von 200% könnten dann langfristig der Lohn für Anleger sein, die viel Mut und Vertrauen beweisen.

Doch aktuell spricht die Technische Analyse eher eine andere Sprache. Derzeit könnte es für den Kurs erst einmal noch weiter nach unten gehen.

 

 


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