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S&P 500: Warum die Börsenparty auch im kommenden Jahr weiterlaufen wird

Die Aktienmärkte hatten zuletzt einige schwerwiegende Entwicklungen zu verdauen. Etwa die kontroverse Debatte über US-Steuersenkungen, den sprunghaften Anstieg der Ölpreise und nicht zuletzt die gescheiterte Bildung einer neuen deutschen Bundesregierung.

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Doch trotz aller Unkenrufe kam es bisher nicht zu einer ernsthaften Korrektur. An der US-Leitbörse steigen die Kurse nun sogar schon ACHT Quartale in Folge – eine nie dagewesene Rally „am Stück“!

Trotz der schon als leichtsinnig zu bezeichnenden Stimmung vieler Anleger verfügen Aktien offenbar über stabile Standbeine. Dies sind vor allem eine weiterhin nicht wirklich restriktive Geldpolitik und eine solide Weltkonjunktur.

Doch es gibt noch eine andere, weit wichtigere Entwicklung, die in den Mainstreamblättern entweder nicht erwähnt oder nur verdreht wird.

Der neue US-Notenbankchef ab Februar 2018 wird Jerome Powell heißen. Powell wird dafür sorgen, dass die Party an der Wall Street mindestens noch ein paar Jahre weitergeht. Am Ende werden Aktien RICHTIG teuer sein.

FED: Powell hält die Party im kommenden Jahr am laufen

Denn Powell ist viel reicher als alle seine Vorgänger auf diesem Posten. Als Ex-Investmentbanker und ehemaliger Partner der Private-Equity-Gesellschaft The Carlyle Group ist er selbst über 110 Mio. Dollar „schwer“ – und zum größten Teil mit dem eigenen Privatvermögen über einen Indexfonds am US-Aktienmarkt investiert.

Er dürfte daher alles in seiner Macht Stehende tun, damit die Party nie endet, damit auch sein Vermögen weiterwächst.

Was nach Lage der Dinge voraussichtlich auf eine nicht zu schnelle Straffung der US-Geldpolitik und ein Zurückdrehen der Regulierung im Finanzsektor hinausläuft. Was wiederum den Dollar (leicht) schwächen und den US-Aktienmarkt massiv unterstützen dürfte.

Es ist daher noch viel zu früh, das Ende der Aktienhausse auszurufen, wie es einige Analysten bereits jetzt während einer untergeordneten Korrektur tun. Ich gehe davon aus, dass wir uns auch im kommenden Jahr über weiter steigende Kurse freuen können.

Der anhaltende „Schwung“ an der US-Leitbörse dürfte nach einer Verschnaufpause (möglicherweise gleich zu Jahresbeginn) auch die Kurse in Europa wieder stärker beflügeln, zumal Abschwungsignale auch mit der Lupe nicht im Geringsten zu erkennen sind.

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http://stockcharts.com/c-sc/sc?s=%24SPX&p=D&yr=1&mn=1&dy=0&i=t65670556366&r=1511856071509

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten dieser Ausgabe investiert.

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Über den Autor
Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen.

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