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S&P 500: US-Steuerreform: Alles schon eingepreist?

US-Präsident Trump kündigte gestern eine „massive“ Steuerreform an. Was sein US-Finanzminister Mnuchin und Wirtschaftsberater Cohn letztlich an Plänen vorgestellt haben, bewegte sich im Rahmen der Markterwartungen.

Wie zu erwarten war, wurden keine Details, sondern nur grobe Umrisse präsentiert.

Einfachere und vor allem niedrigere Steuern

Künftig soll es nur noch drei statt sieben Steuerklassen geben (10 %, 25 %, 35 %), was vor allem für Unternehmen eine massive Entlastungbringen würde. Im Ausland geparkte Gelder sollen nur einmal besteuert werden, die „Death Tax“ soll ganz entfallen.

Der Haken: Gleichzeitig sollen Steuerschlupflöcher gestopft und Abschreibungen fast komplett eliminiert werden, um die Reform (teilweise) gegenzufinanzieren.

Das ist zwar solide, reduziert aber den Entlastungseffekt. Eine weitere Gegenfinanzierung soll durch das erhoffte zusätzliche Wachstum erfolgen. Der US-Finanzminister erhofft sich künftig 3 Prozent dauerhaftes Wirtschaftswachstum.

Das wäre allerdings eine Hausnummer! Ehepaare sollen auf die ersten 24.000 Dollar (Singles 12.000 Dollar) in Zukunft gar keine Steuern zahlen müssen, Familien mit Kindern sollen entlastet werden.

Es wird wieder auf einen Kompromiss hinauslaufen

Wie fast schon üblich, kündigt US-Präsident Trump erst große Schritte an, wird dann aber später Konzessionen machen müssen.

Im Falle der Steuerreform muss der Kongress die Gegenfinanzierung übernehmen, während Trump die Lorbeeren für die Steuerentlastung einheimst. Es wird also letztlich wieder einmal auf einen Deal hinauslaufen.

Wenn am Ende ein Steuersatz von durchschnittlich 25 statt bisher 40% für die US-Unternehmen herausspringt, wäre das immer noch toll.

Ein solches Ausaß der Steuerreform ist jedoch weitgehend in den Kursen eingepreist. Der S&P 500 ist nach der US-Wahl bekanntlich um etwa 14 Prozent gestiegen. Der Effekt der Steuerreform würde sich zu etwa 10 % positiv auf die Unternehmensgewinne auswirken.

Ergo: Das Ding ist weitgehend eingepreist, sofern es nicht weitere positive Überraschungen (etwa vom allgemeinen Wachstum oder von den Verhandlungen mit dem Kongress) gäbe.

S&P 500: Zunächst am Allzeithoch abgeprallt

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US-Börsen: Buy the rumours, sell the news

Die gestrige Marktreaktion war daher recht verhalten. Der S&P 500 versuchte sich an einem neuen Allzeithoch, scheiterte jedoch damit erst einmal. „Sell the news“ war angesagt. Eine potenzielle Wendekerze die Folge (die allerdings noch unbestätigt ist).

Es könnte sein, dass wir zunächst moderate Abgaben durch jene Spekulanten sehen, die auf eine unmittelbare Rally gesetzt hatten.

Die Börsen haben dennoch Luft nach oben

Übergeordnet befinde sich der S&P 500 jedoch in einer kurzfristigen Ausbruchbewegung nach oben. Neue Allzeithochs sollten als nur noch eine Frage der Zeit sein.

Der US-Wahlzyklus deutet eine Rallyfortsetzung bis in den Sommer hinein an. An diesen hat sich der Index bisher fast mustergültig gehalten.

Stützend dürfte weiter auch die extreme Skepsis der Privatanleger in den USA wie auch in Europa wirken. Ich sehe daher eine Rallyfortsetzung – entweder direkt oder nach einer kurzen Verschnaufpause – als extrem wahrscheinlich an.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten dieser Ausgabe investiert.

 


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Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen.

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