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S&P 500: S&P 500: Ekstase nach US-Steuerreform!

Endlich! Die Steuerreform in den USA ist am Wochenende nach einigem Gezerre vom US-Senat beschlossen worden. Damit ist das erste Großvorhaben der neuen Trump-Regierung nach etwas weniger als einem Jahr Amtszeit Realität.

Da man Trump nun nicht mehr vorwerfen kann, er würde kein einziges seiner Wahlversprechen umsetzen, zerpflücken die Massenmedien eben die Details der Reform. Es war ja nicht anders zu erwarten…

Börsen beflügelt von massiven Steuerentlastungen in den USA

Für uns als Anleger ist aber nicht wichtig, was „Quanitätsjournalisten“ mit Volkserziehungsmission und höchstens mäßigem volkswirtschaftlichem Verständnis über ein wichtiges Marktereignis denken, sondern wie die Märkte die Sache sehen.

Und da scheint der Jubel zu Wochenbeginn keine Grenzen mehr zu kennen.

Die US-Futures liegen einmal mehr dick im Plus. Die Aussicht auf mehrere Billionen Dollar an zusätzlichem Wachstum in den kommenden Jahren durch die massivste Steuerentlastung der US-Geschichte treibt die Kurse.

Der S&P 500 Futures notiert auf neuem Allzeithoch in der Gegend um 2660 Punkte. Er hat damit alle Ausmaße gesprengt, die ich noch für eine mögliche Jahresendrally erwartet hätte. Wenn Trump Anlegern an den US-Börsen ein Weihnachtsgeschenk machen wollte, dann ist ihm das gelungen!

S&P 500 Tageschart: Ekstase nach US-Steuerreform!

http://stockcharts.com/c-sc/sc?s=%24SPX&p=D&yr=1&mn=11&dy=0&i=t24481976383&a=411848390&r=1512373451165

Jahresendrally läuft auf Hochtouren

Freilich hat diese Euphorie auch eine Kehrseite. Die zuletzt sehr steile Rally seit Mitte November in Erwartung einer baldigen Steuerreform dürfte eine mehrwöchige Konsolidierung nach sich ziehen. Die Preisfrage ist nur wann und von welchem Niveau aus.

Aktuell geraten unterinvestierte Anleger und Fonds, die bis Jahresende noch Anpassungen („window dressing“) vornehmem wollen, durch die davongelaufenen Notierungen immer mehr unter Anlagezwang, was die Kurse kurzfristig sogar noch mehr beflügeln könnte. Der Kater könnte dann erst im Januar einsetzen…

Wer aktuell nicht im Markt ist, hat es daher umso schwerer, sich noch zu positionieren.

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Über den Autor
Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen.

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