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Aktien: Paragon AG – Denn es muss nicht immer Tesla Motors sein!

Börsen-Experte Mick Knauff empfiehlt einen Blick auf die Aktie der Paragon AG. Paragon ist einer der wenigen Automobilzulieferer, der bestens für die elektromobile Zukunft aufgestellt ist. Die eigene Batterie-Sparte Voltabox wächst kräftig.

In der vergangenen Woche stellte ich Ihnen den Mittelstands-Index MDAX und den Smallcap-Index SDAX vor. Denn da spielt die echte Börsenmusik, da gibt es die größten Gewinne. Es ist nicht etwa der bekannte DAX, der am besten läuft in Deutschland, sondern die Aktien aus der 2. oder 3. Reihe.

Heute stelle ich Ihnen die Paragon AG vor, einen kleinen Mittelständler, der vor allem in Sachen Auto-Elektronik unterwegs ist.

Dazu zählen zum Beispiel Batteriemodule für Elektroautos, Cockpit-Instrumente und Bedien-Elemente, Multimedia-Anwendungen für Fahrzeuge und verschiedene Sensorsysteme, die z.B. für die automatische Umluft-Regelung von Klima-Anlagen benötigt werden.

Das Thema Automobil-Zulieferer ist derzeit durch den Konflikt zwischen Prevent und VW natürlich sehr prominent in den Medien. Thematisiert wird dabei auch der enorme Kostendruck, den die Autohersteller auf ihre Zulieferer ausüben.

Auch Paragon wird davon nicht ausgenommen sein. Und trotzdem hat sich der Aktienkurs seit Herbst 2013 fast vervierfacht.

Ich kann Ihnen auch sagen, weshalb der Aktienkurs so raketengleich nach oben schießt: Weil Paragon seine Gewinne stark steigern kann. Verdiente der Konzern im 1. Halbjahr 2013 pro Aktie noch 16 Cent, waren es in diesem Jahr schon 43 Cent. Der Umsatz wurde um 37% gesteigert.

Paragon wächst vor allem dank Elektromobilität – das ist in der Branche selten

Besonders üppig ist das Wachstum bei der Elektromobilität. Der Umsatz hat sich in einem Jahr mehr als verdreifacht und macht inzwischen 9,3% des Konzern-Umsatzes aus.

Wenn Sie diesen Umsatzanteil der Elektromobilität einmal mit dem Elektroauto-Anteil an den Neuzulassungen von deutlich unter 1% vergleichen, dann wird hier schon deutlich, dass Paragon sich klar und erfolgreich für die Zukunft aufgestellt hat.

Paragon stößt mit der Elektromobilitäts-Sparte in eine KnowHow-Lücke bei den Autoherstellern. Viele etablierte Autohersteller haben gar kein echtes Interesse daran, eine eigene Batteriefertigung aufzubauen, wie es Tesla tut.

Die Stückzahlen sind zu klein, man hat keine Mitarbeiter, die sich damit auskennen – und ohnehin kauft man ja auch beim Verbrenner fast alles von Zulieferern.

Warum also nicht auch bei Elektroautos? Paragon kann einspringen und auch für Kleinserien liefern – z.B. für knapp 4 Dutzend Trolleybusse in Genf.

Paragon-Chef Klaus Dieter Frers rechnet damit, dass die eigene Batterie-Sparte Voltabox in den kommenden 5 Jahren 220 Millionen Euro Umsatz generieren könnte.

Das sind durchschnittlich also 44 Millionen Euro pro Jahr – oder fast ein Viertel des aktuellen Jahresumsatzes. Für Klaus Dieter Frers ist die Elektromobilität also nicht nur etwas, was man mal eben nebenbei macht.

Nein, die Elektromobilität ist schon heute der Hauptumsatz-Treiber im Konzern. Und an dem hält Frers selbst mehr als 51% der Aktien. Geschäftsführung und Aktionäre sitzen bei Paragon also im selben Boot und haben dieselben Ziele – das ist selten.

Fazit: Sie wollen in Elektromobilität investieren? Dann ist Paragon für Sie genau richtig!

Während viele Zulieferer Elektromobilität mit Argwohn beobachten, gestaltet Paragon die Zukunft aktiv mit. Schon heute ist der Umsatzanteil der Elektromobilität bei Paragon weit, weit marktüberdurchschnittlich und das prognostizierte Wachstum ist atemberaubend.

Es muss also nicht immer Tesla Motors sein, wenn Sie in Elektromobilität investieren wollen. Auch Paragon ist auf jeden Fall einen Blick wert.

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Über den Autor Mick Knauff

Mick Knauff ist seit mehr als 20 Jahren an der Börse aktiv. Seit mehr als 15 Jahren begleitet er das tägliche Börsengeschehen journalistisch und war am Aufbau mehrerer Börsen-Nachrichtenredaktionen beteiligt.

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