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Tesla Motors : Tesla Aktie: Musk hat Geschäft mit grünem Strom im Visier!

Wie Sie sicherlich wissen, ist Elon Musk kein Mann, der kleine Brötchen backt. Das hat der Milliardär mit seiner E-Autofirma Tesla in den letzten Jahren immer wieder bewiesen. Ob hauseigene Ladestationen, „Over-the-Air“-Software-Updates oder Recyclinganlagen: Der Konzern soll mehr sein als nur ein reiner Hersteller von Elektroautos.

Musk strebt ein wohl diversifiziertes Tech-Unternehmen an, das die gesamte Bandbreite der Stromer-Branche abdecken soll. Wie so oft ist Tesla damit ein Vorreiter. Kein Wunder also, dass Fans und Anleger die Aktie in den letzten Jahren wahrlich nach oben gejubelt haben.

Musk: der Weltverbesserer

Nun hat Musk den nächsten Coup im Visier. Immer wieder hatte der Visionär betont, dass Tesla nicht nur ein wirtschaftliches Unternehmen, sondern einem wesentlich höheren gesellschaftlichen Ziel verpflichtet sei – nämlich die Welt als Ganzes nachhaltiger und besser zu machen.

Da liegt es doch nahe, dass der selbsternannte Weltverbesserer Musk nun auch den Energiemarkt aufmischen will. Dessen grüne Transformation ist schließlich unabdingbar für das Gelingen einer möglichst klimaeffizienten E-Mobilität.

Tesla will in ganz Deutschland grünen Strom anbieten

Vielleicht haben Sie es auch schon in den Medien gelesen: Tesla will alsbald zusammen mit seinem Partner Octopus Energy nachhaltigen Strom in ganz Deutschland anbieten. Bislang konnten Verbraucher den Ökostrom nur dann buchen, wenn sie zu Hause über eine Solaranlage von Tesla und einen Stromspeicher verfügten – und das auch nur in Baden-Württemberg und Bayern.

Nach Tesla-Angaben könnte die Ausweitung auf das komplette Bundesgebiet bereits im nächsten Jahr erfolgen. Der Clou: Die Basis der Stromoffensive ist die Software-Plattform „Auto Bidder“. Darüber kann Tesla sämtliche Stromreserven seiner Speicherbatterien via Echtzeit anbieten.

Das heißt: Der Konzern könnte somit auf die Powerwalls seiner Kunden sowie deren E-Autobatterien zugreifen und überschüssigen Strom direkt weiterverkaufen. Natürlich würden die Tesla-Besitzer dafür entlohnt werden.

Energiebranche auf der Hut

In der Energiebranche sorgt Musks neuester Coup jedenfalls für Aufregung. So wie Tesla im Autosektor die Spielregeln geändert habe, so traue man denen auch die Disruption des Energiemarktes zu, sagte kürzlich ein Vertreter eines Energiekonzerns gegenüber dem „Handelsblatt“. Man nehme Tesla sehr ernst und man beachte genau, was die vorhaben.

Revolution oder Luftschloss?

Dass die Kalifornier zu einem ernstzunehmenden Player auf dem Strommarkt werden könnten, ist unter einigen Experten jedenfalls gesichert. In Großbritannien zum Beispiel ist Tesla schon länger auf dem Markt aktiv – bislang recht erfolgreich.

Aber es gibt auch Gegenstimmen. Der Auto-Analyst Frank Schwobe etwa sieht durch Teslas Eingreifen keine Revolution des Strommarktes, sondern lediglich ein Zusatzgeschäft. Analystenkollege Holger Fechner bezeichnete das Ganze eher als eine Werbemaßnahme, um den Kunden mehr zu bieten (via n-tv).

Mein Fazit für Sie

Tesla will also auch ein Stromanbieter werden. Der Schritt passt jedenfalls zu Musks Selbstverständnis. Ob man damit tatsächlich so etwas wie eine Revolution anführen kann, bleibt aber abzuwarten.

Bislang ist das Energiegeschäft von Tesla defizitär. Vor allem durch eine weitere Verbreitung der KI-Plattform „Auto Bidder“ gäbe es durchaus Potenzial in Sachen Profitabilität. Geld verdienen mit überschüssigem Strom lautet hier die Devise.

Zunächst muss das Geschäft aber erst einmal wachsen. Der Analyst Jed Dorsheimer von der Investmentbank Canaccord Genuity rechnet laut „Handelsblatt“ damit, dass Tesla Energy seinen Umsatz bis 2025 auf 8 Milliarden Dollar steigern kann – bei einer Bruttogewinnmarge von 25 Prozent.

Für Sie als Anleger bleibt Tesla jedenfalls das Nonplusultra der neuen Mobilität, wenngleich im Aktienkurs schon sehr viel Zukunftsfantasie eingepreist ist.

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Über den Autor
170407 Invest Mick Knauff 72 04
Mick Knauff

Mick Knauff ist seit mehr als 20 Jahren an der Börse aktiv. Seit mehr als 15 Jahren begleitet er das tägliche Börsengeschehen journalistisch und war am Aufbau mehrerer Börsen-Nachrichtenredaktionen beteiligt.

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