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Apple Aktie: Apple Aktie: Ein Flop wäre verheerend

Der ganz große Wurf war das nicht: Apple hat vor wenigen Tagen die lang ersehnte Jubiläumsedition seines Kassenschlagers vorgestellt.

Zehn Jahre, nachdem der Konzern mit dem ersten iPhone die Handywelt auf den Kopf gestellt und das Internet für die Hosentasche für jedermann technisch zugänglich gemacht hat, hatten Fans, Anleger und Analysten hohe Erwartungen an das neueste Modell gestellt. Doch sie wurden enttäuscht, zumindest zum Teil.

Abgrenzung zum Vorgänger – Ähnlichkeit zur Konkurrenz

Das Hauptaugenmerk lag zunächst darauf, dass sich das iPhone X, wie das neue Modell in Anspielung auf das zehnjährige Jubiläum heißt, deutlich von seinem Vorgänger unterscheiden sollte – denn genau dies war bei den vorangegangenen Modellen bemängelt worden, sie waren sich zu ähnlich, ein echter Kaufanreiz zum Wechsel auf die neueste Generation war somit nicht gegeben.

Das immerhin hat Apple mit seinem neuesten iPhone erfüllt: Gesichtserkennung statt Fingerabdrucksensor, kabellose Ladefunktion und randloser Bildschirm sind die auffälligsten Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger.

Allerdings ähnelt das iPhone dem stärksten Konkurrenzprodukt, der Luxuslinie aus Samsungs Galaxy-Familie. Die Südkoreaner reiben sich bereits die Hände, denn einerseits ist ihr Flaggschiff günstiger zu haben als das iPhone X, und andererseits ist es bereits verfügbar.

Zu spät und zu teuer?

Das neue iPhone hingegen wird erst ab Anfang November über die Ladentische gehen und damit etwa einen Monat später als erwartet. Traditionell hatte Apple seine neuesten iPhone-Modelle stets im September vorgestellt und kurze Zeit später auf den Markt gebracht. Ausgerechnet bei der Jubiläumsedition hatten sich aber in den vergangenen Monaten schon Verzögerungen und Lieferschwierigkeiten angedeutet. Immerhin: Der Verkauf startet noch rechtzeitig, um das wichtige Weihnachtsgeschäft mitzunehmen. Selbst daran war zwischenzeitlich gezweifelt worden.

Mit über 1.000 US-Dollar Einstiegspreis für die günstigste Variante hat Apple zudem einen kräftigen Preisaufschlag verkündet. Zwar plant Umfragen zufolge immer noch etwa die Hälfte der US-Amerikaner, die in nächster Zeit die Anschaffung eines Smartphones anstreben, zum iPhone zu greifen. Doch der hohe Preis dürfte manch einen Kunden am zunehmend wichtigen asiatischen, und hier insbesondere am chinesischen Markt abschrecken.

Es bleibt eine Zitterpartie, auch wenn Apple-Chef Tim Cook auf neue Rekordzahlen hofft. Bleibt der Erfolg aus, könnte das den Anfang vom Ende einer Ära einläuten, denn Apple ist extrem abhängig von seinem Top-Produkt: Mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes geht auf das iPhone zurück.

Apple Aktie: Keine Freudensprünge erkennbar

Nichtsdestotrotz sind die Klagen natürlich auf hohem Niveau: Apple ist nach wie vor das Unternehmen mit dem höchsten Börsenwert der Welt und sitzt auf einem immensen Berg von Cash-Reserven.

Und auch wenn die Anleger im Zuge der Produktpräsentation nicht zu euphorischen Freudensprüngen aufgelegt waren, gilt es doch zu beachten, dass die hohe Erwartungshaltung an das Jubiläumstelefon bereits eingepreist war und die Apple Aktie auf Jahressicht immerhin gut 30 Prozent zulegen konnte.

Dennoch bleiben Anleger skeptisch, was sich neben der mit Knicken durchsetzten Seitwärtsbewegung der Apple Aktie in den vergangenen Wochen auch daran ablesen lässt, dass die Aktien mehrerer Zulieferer ebenfalls nach der Präsentationsshow in die Knie gingen.

Mit knapp 160 US-Dollar (rund 134 Euro) notiert das Papier aber immerhin in der Nähe seines Allzeithochs – und Analysten halten der Aktie die Treue, mit großer Mehrheit raten sie zum Kauf, die Kursziele bewegen sich dabei nicht selten im Bereich um die 180 Dollar.

Inwieweit das neue iPhone jedoch den Geschmack von Kunden und Anlegern trifft, werden wohl erst die kommenden Monate zeigen.

 


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Über den Autor
Felix Reinecke

Nach mehreren Stationen bei renommierten deutschen Tageszeitungen berichtet er seit 2016 regelmäßig für den Investor Verlag über die wichtigsten Ereignisse in der Wirtschaftsbranche - egal ob Mittelstandsunternehmen von der schwäbischen Alb oder IT-Konzern aus dem Silicon Valley.

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