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Amazon.com Aktie: Amazon.com wird der neue High Tech-Crash!

1.000,- USD. Dieses unglaubliche Kursniveau hat Amazon.com inzwischen erreicht. Die Aktie wird mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 190 (!) gehandelt. Die Höhen sind schwindelerregend – und der kommende tiefe Fall wird brutal…

Lange wird der Zusammenbruch der Aktienmärkte nicht mehr auf sich warten lassen. In den vergangenen 31 Monaten hat sich die Aktienrallye immer weiter auf eine immer kleinere Zahl an Aktien reduziert.

Es sind diese „Shooting Stars“, die die Indizes nach oben gezogen haben. In der ersten Reihe steht dabei die Aktie des Ecommerce-Riesen Amazon.com.

Zwischen Januar 2015 bis Oktober 2015 verdoppelte sich die Aktie von 285,- USD auf 575,- USD im Herbst. Doch das war erst der Anfang! Denn in den folgenden 21 Monaten verdoppelte sich die Aktie fast noch mal – bis auf ein neues Allzeithoch von 1081 USD,- USD.

Im Gegensatz dazu sind die Kurse der meisten Aktien in dieser Zeit nur seitwärts gelaufen. Viele Sektoren der „Old Economy“ haben in den letzten Quartalen unveränderte Gewinnentwicklungen verzeichnet – oder im Fall von Sektoren wie Öl und Gas sogar massive Gewinnrückgänge.

Die Blase in der Amazon-Aktie erinnert massiv an den „New Economy“-Cash 1999/2000. Der Nasdaq 100 Index verdoppelte sich damals zwischen Oktober 1998 bis Oktober 1999 – und verdoppelte sich dann sogar noch mal bis März 2000. Das gleiche Muster wie bei Amazon.com.

Amazon-Aktie in 2017 erinnert an Nasdaq-Blase 1999/2000!

Wie das Spiel damals weiterging, wissen die älteren Börsianer unter Ihnen: Nach den Höchstständen im März 2000 brach der Nasdaq 100 Index um – 70 Prozent ein. Am Ende fand der Index einen Boden im September 2002 sagenhafte – 82 Prozent tiefer.

Ich erwarte nicht weniger als einen ähnlich spektakulären Kollaps bei der Amazon-Aktie.

Die Börsenbewertung von einem KGV von 190 kann nur mit dem Wort “absurd” bezeichnet werden. Denn Amazon ist inzwischen ein 24 Jahre altes Unternehmen und kein junges Start Up, dessen Umsätze in Zukunft um + 200 Prozent wachsen werden.

Das Unternehmen hat nichts revolutionär Neues entwickelt (wie z.B. Apple das iPhone).

Über 90 Prozent der Umsätze beinhalten Outsourcing, Lagerung und Lieferung von Gegenständen oder Daten. Dieser Sektor wächst in der Realwirtschaft der USA (mit Ausnahme von Cloud-Computing) jedoch nur im niedrigen einstelligen Bereich.

Ja, Amazon hat in den vergangenen Jahren Marktanteile durch Dumpingpreise gewonnen.

Aber der Gewinn von Marktanteilen ist oftmals ein Einmaleffekt, der sich nicht um den Faktor 190 ausweiten lässt. Zudem schlagen viele “Old Economy”-Konzerne zurück.

Die Online-Verkäufe von Wal-Mart sind in letzten Jahr (seit der Übernahme von Jet.com) geradezu explodiert. Im vergangenen Quartal stiegen sie um + 63 Prozent.

Die Aktienbewertung von Amazon kann nicht gut gehen. Hier wird es knallen! Denken Sie an die alte und wahre Börsenweisheit: “Kaufe, wenn alle verkaufen, und verkaufe, wenn alle kaufen”!

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