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NASDAQ 100: Amazon Aktie knackt 1.000-Dollar-Marke

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen der Tech-Giganten, und am Ende war Amazon einen Deut schneller: Die Amazon Aktie hat es noch vor Alphabet, ehemals Google, geschafft, die 1.000-Dollar-Marke zu durchbrechen.

Ende Mai gelang der Sprung über die viel beachtete Hürde, kurze Zeit später folgte dann auch die Alphabet Aktie. Die Anteilsscheine beider Tech-Konzerne markierten am 07. Juni ihr vorläufiges Jahreshoch. Die Amazon Aktie war zu diesem Zeitpunkt gut 1.016 Dollar wert, die Alphabet Aktie kostete mit gut 1.008 Dollar nur marginal weniger.

Freitag: Ausverkauf für Tech-Aktien

Doch wie so oft an der Börse schien auch diesmal die Anleger, kaum, dass die angepeilte Marke endlich geschafft war, das Gefühl zu überkommen, man könnte zu übermütig gewesen sein. Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall – und auch diese Kehrseite mussten die Aktien der Tech-Giganten zum Ende der Woche hinnehmen.

Neben Amazon und Alphabet gerieten auch die Aktien von Apple, Facebook und Microsoft am vergangenen Freitag massiv unter Verkaufsdruck. Zwischen drei und vier Prozent büßten die Kurse ein, Gewinnmitnahmen und Nervosität nach der lang anhaltenden Rekordjagd dürften mit ausschlaggebend gewesen sein. Unterm Strich wurden so allein bei diesen fünf Konzernen am Freitag binnen weniger Stunden fast 100 Milliarden Dollar vernichtet.

Doch selbst wenn der Rückschlag sich in der neuen Woche fortsetzen sollte – langfristig scheinen die genannten Konzerne kaum gefährdet.

Breit aufgestellt und gut gerüstet

Das gilt insbesondere für Amazon: Bekannt für seinen weltweiten Onlineshop, sind es doch gerade die anderen Sparten, die in letzter Zeit für kräftig sprudelnde Gewinne sorgen. Besonders gut läuft das Geschäft mit der Cloud und web-basierten Services. Aber auch das zunehmende Content-Angebot wie Filme und Serien, auf die Amazon Prime Kunden gegen Abo-Gebühr zugreifen können, lässt die Kassen klingeln.

Ebenfalls breit aufgestellt, wenn auch mit anderen Schwerpunkten, ist Alphabet. Hier setzen Beobachter vor allem auf einen Erfolg von Waymo, dem unter „other bets“ gelisteten Forschungsprojekt für ein selbstfahrendes Auto, mit dem beispielsweise Fahrdienstleister wie Uber angegriffen werden sollen.

Auch Facebook hat es in den vergangenen fünf Jahren seit seinem Börsengang geschafft, über ausgeklügelte Werbekonzepte und strategisch kluge Zukäufe sein Portfolio aufzuhübschen und Investoren von sich zu überzeugen. Die Facebook Aktie, die ihr erstes Jahr an der Börse als Ladenhüter verbrachte, erfreut sich inzwischen großer Beliebtheit.

Stärker unter Druck steht hingegen Apple. Der Kultkonzern aus dem kalifornischen Cupertino ist auf Gedeih und Verderb angewiesen auf den Erfolg seines iPhones. Bislang funktioniert das ganz gut, und auch im laufenden Jahr des 10. Jubiläums dürften die Absatzzahlen am Ende stimmen. Langfristig jedoch erscheint es, gerade im Vergleich zu anderen Größen der Tech-Branche, ein wenig riskant, alles auf eine Karte zu setzen.

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Über den Autor
Felix Reinecke

Nach mehreren Stationen bei renommierten deutschen Tageszeitungen berichtet er seit 2016 regelmäßig für den Investor Verlag über die wichtigsten Ereignisse in der Wirtschaftsbranche - egal ob Mittelstandsunternehmen von der schwäbischen Alb oder IT-Konzern aus dem Silicon Valley.

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