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KUKA Aktie: 700.000 E-Autos bis 2018 auf Chinas Straßen

Bei den deutschen Autobauern macht sich langsam Panik breit. Denn China hat jetzt ein Gesetz vorgelegt, das strenge Zwangsquoten für E-Autos vorsieht.

Ab dem 1. Januar 2018 müssen die Autobauer einen Mindestabsatz an Elektroautos vorsehen. Sonst drohen Strafen. Das Handelsblatt schreibt: „Das große Zittern vor der Quote.“

„Das große Zittern vor der Quote“

Das Problem ist: Die deutschen Autobauer sind schlicht noch nicht so weit, um die strengen Vorgaben der Chinesen zu erfüllen. Dabei will China bis 2019 rund 700.000 E-Autos und Hybride auf die Straßen bringen.

Klar ist: Der Automarkt der Zukunft ist elektrisch, und der Boom startet in China. Ob nun mit strenger Quote schon 2018 oder erst 2019.

Schon seit 2012 in China aktiv

Ein kleines deutsches Hightech Unternehmen kann schon jetzt mit großen Kapazitäten einspringen: Es hat bereits 2012 eine erste Niederlassung in China eröffnet, 2013 mit der Produktion von Batteriepacks begonnen und 2014 Elektromobilität gestartet, unter anderem mit einem Produktionsstandort in den USA – neben China einem weiteren Schlüsselmarkt der Automobil-Industrie.

E-Mobilität: Vom Gabelstapler bis zum Roboter

Beim Thema Elektromobilität denken die meisten vermutlich nur an Autos. Doch das Spektrum geht weit über den Automobilsektor hinaus. Der öffentliche Personennahverkehr wird eine immer größere Rolle spielen.

Ebenso der gesamte Logistik-Sektor durch die zunehmende Verbreitung des Online-Handels. Ein spannender Teilmarkt ist zum Beispiel Intralogistik, in dem zunehmend Gabelstapler und Roboter eingesetzt werden – mit Batterieantrieb.

In allen genannten Bereichen ist das deutsche Hightech-Unternehmen bereits aktiv. Vor kurzem hat es von einem Großkunden einen Auftrag über Batteriemodule für insgesamt 10 Megawattstunden erhalten.

Chinesen greifen auf deutsche Batterien zu

Und dann kommt noch eine Kooperation mit Kuka hinzu. Im letzten Jahr ist Kuka von einem chinesischen Unternehmen aufgekauft worden und hat einen langjährigen Kooperationsvertrag mit diesem Unternehmen abgeschlossen.

Autonom agierende Roboter und Fahrzeuge von Kuka sollen mit Batterien made in Germany ausgestattet werden.

Die batteriegesteuerte vernetze Produktion des 21. Jahrhunderts

Damit hat das kleine deutsche Unternehmen den Sprung in die zunehmend vernetzte Produktion geschafft, Stichwort: Industrie 4.0.

Autonom agierende Fahrzeuge werden zum Beispiel in Karosserie-Fertigungsanlagen eingesetzt: Das Roboter-Fahrzeug übernimmt durch alle Prozessabschnitte den selbständigen Transport der Karosserie.

Das ist ein Meilenstein. Mit einem Umsatz von über 2,1 Mrd. € ist Kuka nicht nur in Deutschland und China, sondern weltweit aktiv.

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Über den Autor
Volkmar Michler

Volkmar Michler, Jahrgang 1964, ist langjähriger Leiter der deutschen Trader-Redaktion. Er studierte Jura, Politik und Geschichte und absolvierte ein betriebs- und volkswirtschaftliche Zusatzausbildung.

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